Fußball | Regionalliga Guderitz-Patzer kostet Lok Leipzig gute Ausgangsposition

Aufstiegsspiele zur 3. Liga - Hinspiel

Lok Leipzig hat im Playoff-Hinspiel gegen den SC Verl nur 2:2 (1:1) gespielt und muss um den Aufstieg in die 3. Liga bangen. Ein besseres Ergebnis verpasste Lok wegen eines Patzers von Keeper Guderitz in der Schlussphase.

Ärger und Trauer nach dem Eigentor von Fabian Guderitz (Torwart Lok Leipzig, Rückennummer 32) (Mitte).
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Bei großer Hitze und unter den Augen von 2.000 Glücksschweinen begann die "Loksche" stark und ging in der 6. Minute in Führung durch den Treffer von Patrick Wolf, der eine Flanke von Maik Salewski am langen Pfosten verwertete.

Nackenschlag in der Nachspielzeit

Die Leipziger blieben gefährlich und hätten durch einen Freistoß von Salewski, der nur knapp am rechten Pfosten vorbeirauschte, fast auf 2:0 erhöht (16.). Verl dagegen lauerte nur auf Konter, einer davon wäre in der 20. Minute fast erfolgreich gewesen, als Aygün Yildirim frei auf Fabian Guderitz zulief, aber am Lok-Keeper scheiterte. Schon in der Nachspielzeit fiel dann doch noch der Ausgleich: Nach langem Pass von Julian Stöckner überwand Patrick Schikowski Guderitz mit einem Schuss durch die Beine (45.+1).

Steinborn kommt und trifft

Die Probstheidaer zeigten sich davon im zweiten Durchgang aber nur wenig beeindruckt und kamen mit dem eingewechselten Matthias Steinborn mit neuem Dampf aus der Kabine. Djamal Ziane hatte bereits die erneute Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss aus fünf Metern ging von der Unterkante der Latte wohl noch ein bisschen auf die Linie (53.) und wurde nicht als Tor gewertet. Ganz sicher drin war dann der schöne Schlenzer von Steinborn drei Minuten später - das 2:1!

Bis in die Schlussphase ließen die Leipziger kaum etwas zu, doch dann passierte dem zuvor sicheren Guderitz ein fataler Fehler: Eine Flanke köpfte David Urban in die Höhe, Guderitz hätte locker fangen können, doch legte sich den Ball selbst rein. Kurz darauf war Schluss und die Enttäuschung bei Lok groß. Denn im Rückspiel am kommenden Dienstag braucht der FCL nun entweder einen Sieg oder ein Unentschieden mit mehr als zwei Toren.

Fußball | Aufstiegsspiele Bilder vom Aufstiegs-Hinspiel Lok Leipzig vs. SC Verl

Glückschweine auf der Tribne im Bruno-Plache-Stadion beim Spiel Lok Leipzig gegen SC Verl.
2.000 Glücksschweine sollten den Leipzigern zum Sieg gegen Verl verhelfen. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Glückschweine auf der Tribne im Bruno-Plache-Stadion beim Spiel Lok Leipzig gegen SC Verl.
2.000 Glücksschweine sollten den Leipzigern zum Sieg gegen Verl verhelfen. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Patrick Wolf (Innenverteidiger Lok Leipzig, Rückennummer 14) (Mitte) erzielt das 1:0 gegen Robin Brüseke (Torwart SC Verl, Rückennummer 32) (li.)
Trainersohn Patrick Wolf traf bereits in der 6. Minute zum 1:0 für Lok... Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Jubel bei Patrick Wolf (Innenverteidiger Lok Leipzig, Rueckennummer 14) (re.) nach seinem Tor zum 1:0 im Spiel Lok Leipzig gegen SC Verl.
...und jubelt entsprechend. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Zweikampf um den Ball zwischen Patrick Choroba (Rechter Verteidiger SC Verl, Rückennummer 14), Maik Salewski (Linksaussen Lok Leipzig, Rückennummer 22), Jan Schoeppner (Zentrales Mittelfeld SC Verl, Rückennummer 3), Patrick Schikowski (Linksaussen SC Verl, Rückennummer 30), Kevin Schulze (Rechter Verteidiger Lok Leipzig, Rückennummer 17) (v.l.n.r.)
Kampf war Trumpf in dieser wichtigen Partie. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Robin Brüseke (Torwart SC Verl, ) faustet einen Ball weg vor Jan Schöppner (Zentrales Mittelfeld SC Verl, Rückennummer 3), Yannick Langesberg (Innenverteidiger SC Verl, Rückennummer 19) und Robert Zickert (Innenverteidiger Lok Leipzig, Rückennummer 21) (v.l.n.r.)
Verl-Keeper Robin Brüseke faustet einen Ball weg. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Jubel bei Zlatko Janjic (Mittelstürmer SC Verl, Rückennummer 13) (li.) und Ron Schallenberg (Zentrales Mittelfeld SC Verl, Rückennummer 6) (Mitte)  nach dem 1:1 durch Patrick Schikowski (Linksaussen SC Verl, Rückennummer 30) (re.)
In der 45. Minute gelang dann Verls Patrick Schikowski der Ausgleich. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
1:1-Torschütze Patrick Schikowski (Linksaussen SC Verl, Rückennummer 30) hält ein Triot von Frederik Lach (Innenverteidiger SC Verl, Rückennummer 15) in die Höhe.
Der Offensivmann hielt danach das Trikot des verletzten Mitspielers Frederik Lach hoch. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Djamal Ziane (Mittelstuermer Lok Leipzig, Rueckennummer 13) (li. am Boden) trifft im Spiel Lok Leipzig gegen SC Verl (25.06.2020) die Unterkante der Latte.
Djamal Ziane hätte in der zweiten Hälfte schon fast das 2:1 erzielt, traf aber nur die Unterkante der Latte. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Jubel bei Torschütze Matthias Steinborn (Linksaussen Lok Leipzig, Rückennummer 7) (re.) und Sascha Pfeffer (Offensives Mittelfeld Lok Leipzig, Rückennummer 23) (li.) nach dem 2:1 von Steinborn.
Zur erneuten Führung traf dann der eingewechselte Matthias Steinborn (re.). Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Eigentor durch Fabian Guderitz (Torwart Lok Leipzig, Rückennummer 32) (re.) im Spiel Lok Leipzig gegen SC Verl (25.06.2020). Guderitz lässt den Ball durch die Hände ins eigene Tor rutschen.
Die Führung hielt bis zur 89. Minute, dann patzte Lok-Keeper Fabian Guderitz entscheidend. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Ärger und Trauer nach dem Eigentor von Fabian Guderitz (Torwart Lok Leipzig, Rückennummer 32) (Mitte).
Nach dem Gegentor war die Trauer groß beim jungen Schlussmann. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
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Das sagten die Trainer

Guerino Capretti (Verl): "Wir haben noch ein Rückspiel. Man hat heute gesehen, dass Lok eine Mannschaft ist, die immer gefährlich sein kann. Jeder Ball, der hinten rausgeschlagen wird, landet bei uns am 16er, jeder Einwurf - da müssen wir höllisch aufpassen. Ich würde nicht sagen, dass wir jetzt schon durch sind, ganz und gar nicht. Wir müssen uns fußballerisch steigern. Das war ein offener Schlagabtausch zwischendurch und das können wir besser."

Wolfgang Wolf (Leipzig): "Wir machen ihm (Fabian Guderitz, d. Red.) den Kopf nicht runter. Wir sind eine Mannschaft und werden sehen, dass wir das in Verl wiedergutmachen. Er hat bis dahin gut gespielt und dann passiert so ein Lapsus. Das ist grausam für uns und natürlich ein Genickschlag so kurz vor Schluss, aber die Mannschaft hat Moral und steht wieder auf. Ich hätte gerne das 2:1 mitgenommen, aber ich reiße keinem den Kopf ab. Es haben schon andere Spieler solche Fehler gemacht. Das Thema ist noch nicht durch. Wir sind immer für Tore gut, auch auswärts."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 25. Juni 2020 | 17:00 Uhr

52 Kommentare

Strafrechts-Profit-eur vor 16 Wochen

Also wenn Verl ein Eigentor von Lok braucht, um wenigstens ein Unentschieden zu erreichen, dann sind wir jedenfalls nicht chancenlos im Rückspiel.

Ich hoffe, dass sich der Guderitz nicht verrückt macht wegen seinem Fehler.
.
Klar - mal den Fehler reflektieren, was das schief gelaufen ist - damit muss es aber gut sein. Wenn man mit Angst vor Fehlern spielt, dann macht man erst recht welche.

Also Kopf hoch. Wird schon gut werden.

Heinz K. vor 16 Wochen

Wünsche Lok Leipzig, daß sie den Sprung in Liga 3 schaffen. Am besten rein sportlich, weit entfernt vom " grünen Tisch".
Was die verbreitete anonyme Häme und den Spott ( oft weit unter der Gürtellinie) betrifft, sollten sich nicht diejenigen beschweren , die bei anderen Themen selbst schwer am Austeilen sind. Bei aller sportlicher Rivalität und einer gewissen Portion Humor, sollte hier Anstand und Respekt nicht auf der Strecke bleiben. Hier sehe ich nach wie vor auch den MDR in der Pflicht.
Allen Vereinen Mitteldeutschlands für die nächsten entscheidenden Tage und Wochen viel Glück und Erfolg! Sportliche Absteiger und Verlierer braucht es in unseren Breitengraden wirklich nicht mehr!

Thoralf vor 16 Wochen

Als Fußballfans des FCM und des Ostens wünsche ich Lokomotive im Rückspiel alles Gute! Es wäre jammerschade, wenn der Ausgleich, eure gute Saison schmälern würde. Auf Lok! Ich will Derby Stimmung!

Stimmen

Matthias Steinborn, Spieler, Lok Leipzig 2 min
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Do 25.06.2020 19:56Uhr 01:48 min

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Ein Spieler von Lok Leipzig im Interview 2 min
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Do 25.06.2020 20:15Uhr 01:51 min

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Wolfgang Wolf, Trainer Lok Leipzig 2 min
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Do 25.06.2020 19:50Uhr 01:44 min

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