Fußball | Regionalliga Jena beißt sich an Luckenwalde die Zähne aus

13. Spieltag

Carl Zeiss Jenas Sturm auf die Spitzenplätze hat einen kleinen Dämpfer erhalten. Gegen die Überraschungsmannschaft des FSV Luckenwalde kamen die Thüringer am Samstag nach zuletzt sieben Siegen in Serie nicht über ein torloses Remis hinaus. Dabei waren Chancen zum Erfolg zur Genüge da.

FSV 63 Luckenwalde - FC Carl Zeiss Jena 12 min
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Luckenwalde startete forsch in die Partie und biss sich direkt in Jenas Hälfte fest. Christian Flath setzte mit einem Distanzschuss nach zwei Minuten gleich die erste Duftmarke. Der FCC hatte mit dem schnellen Umschaltspiel der Gastgeber seine Mühe und konnte bis auf einen zu hoch angesetzten Kopfball von Maurice Hehne (11.) zunächst kaum eigene Akzente in der Offensive setzen. So stand vor allem Jenas Schlussmann Tom Müller in den ersten 20 Minuten mit einigen Paraden im Fokus.

Schmeichelhaftes Remis zur Pause

Fabian Eisele und Tobias Francisco
Jenas Fabian Eisele (li.) im Zweikampf mit Tobias Francisco. Bildrechte: Sebastian Räppold/Matthias Koch

Mit fortlaufender Spieldauer bekam der FCC die Partie aber immer besser in den Griff. Zunächst scheiterte Fabian Eisele nach Vorarbeit von Felix Drinkuth knapp (25.). Kurz darauf vergaben auch Maximilian Wolfram und Drinkuth aus bester Position (31./34.). Luckenwalde wurde nun am eigenen Sechzehner förmlich eingeschnürt. Jena ließ Angriff um Angriff auf das Tor von FSV-Keeper André Thoms rollen, der gegen Wolframs Kopfball aus kurzer Distanz glänzend parierte (39.). Das Remis zur Pause fiel für die Gastgeber schmeichelhaft aus, auch weil Hehne kurz vor dem Halbzeitpfiff knapp an einem Eckball vorbeisegelte (45.+1).  

Jenas Schlussoffensive wird nicht belohnt

Die Partie wurde mit Wiederanpfiff ruppiger. Beide Teams agierten nun wieder auf Augenhöhe. Und um ein Haar wäre Luckenwalde in Führung gegangen, nachdem Dennis Rothenstein im Rücken der Abwehr die Kugel per Volleyabnahme nur knapp über das Jenaer Tor schoss (58.). Auf der Gegenseite hatte Jena Pech, als ein Kopfball von Dennis Slamar nur an den Pfosten klatschte (68.).

Coach Dirk Kunert (Jena)
FCC-Trainer Dirk Kunert gab seinem Team die Richtung vor. Bildrechte: imago images/Matthias Koch

Danach waren die Thüringer wieder am Drücker und bliesen durch Wolframs vergebenen Kopfball in der 74. Minute zur Schlussoffensive. Die Luckenwalder wirkten platt, warfen sich aber weiter in jeden Zweikampf. So auch in der 87. Minute als Eisele nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Maximilian Krauß erst in letzter Sekunde vom Ball getrennt werden konnte.

Stimmen zum Spiel

Dirk Kunert 3 min
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3 min

Sa 02.10.2021 15:40Uhr 02:31 min

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Dirk Kunert (Jena): "Wenn man den Spielverlauf sieht, hätten wir den Sieg verdient gehabt. Wir haben gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Wir wussten aber, dass wir unsere Möglichkeiten bekommen. Ab der 20. Minute haben wir das Spiel kontrolliert. Wir waren die bessere Mannschaft und hatten genügend Möglichkeiten. So sind es zwei verschenkte Punkte. Wir fliegen aber auch nicht durch die Liga. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Michael Braune 1 min
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1 min

Sa 02.10.2021 15:37Uhr 00:57 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-559860.html

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Michael Braune (Luckenwalde): "Wir müssen in Führung geben und hatten die klarste Chance im Spiel. Es hapert wirklich an der Chancenverwertung. Vor ein, zwei Jahren wären wir gegen solch eine Mannschaft hier sang- und klanglos untergangen. Die Entwicklung ist positiv aber noch nicht zu Ende."

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jsc

Videos aus der Regionalliga

Sport im Osten
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2 min

Stephanie Müller-Spirra hat nach dem Duell Carl Zeiss Jena gegen Lok Leipzig mit den Trainern der Teams, Andeas Patz und Almedin Civa, gesprochen.

Sport im Osten Sa 22.01.2022 14:00Uhr 02:08 min

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im Bild  Vasileios Dedidis (Jena) scheitert an Torwart Jan-Ole Sievers (Lok Leipzig)
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

12 Kommentare

Matze91 vor 16 Wochen

Weil es eben Ostsport TV ist und kein MDR...ich persönlich finde die Streams von Ostsport auch wesentlich besser als die vom MDR.
Das fängt bei der Übertragung an und endet bei den Kommentaren.
Ostsport kann ich persönlich nur empfehlen.

B.S.B. vor 16 Wochen

Also, ich habe das Spiel im Internet gesehen.Gehört habe ich allerdings nur die Jena-Fans.Und zum Spiel: Luckenwalde hat gezeigt,warum sie mit oben stehen,allerdings wäre ein Sieg zu viel gewesen.Und wenn man mit"Hätte,wenn und aber"diskutieren will müsste man die Jenaer und den Schiedsrichter mit ins Boot nehmen.Jena hat letzte Woche Glück gegen Chemie,heute gerade das nicht.So ist eben der Fussball auch....

J Mueller vor 16 Wochen

Ich war vor Ort in Luckenwalde. Die ersten 30 Minuten ganz klar an Luckenwalde. Dann besann sich Jena so langsam. Nach der Pause, so Geplänkel zwischen den Strafräumen. Die letzten 20 Minuten gab Jena den Ton an. Die Führungsspieler bei Jena, so richtig nicht gesehen. Hätte Luckenwalde die ersten Chancen genutzt, dann wäre es vorbei gewesen. Und die ca. 150 Fand von Jena, nur 2mal gehört mit FCC-Sprüchen. Sehr ruhig und auch gelähmt, wie der FCC.