Fußball | Regionalliga Jena setzt Ungeschlagen-Serie auch in Rathenow fort

15. Spieltag

Der FC Carl Zeiss Jena bleibt auch das zwölfte Spiel in Serie ungeschlagen. In Rathenow mussten die Thüringer aber erstmal einem Rückstand hinterherlaufen.

Der FC Carl Zeiss Jena klettert in der Regionalliga weiter nach oben. Nach dem 3:1-(1:1)-Sieg von Samstag (23.10.2021) bei Optik Rathenow sind die Thüringer jetzt schon Tabellendritter. Rathenow bleibt nach der achten Saisonniederlage Drittletzter der Regionalliga Nordost.

Rathenow überrascht mit Führung

Der abstiegsbedrohte Gastgeber aus dem Havelland überraschte Jena zunächst mit Offensivfußball und engagierten Zweikämpfen. Rathenow spielte nach vorn ging gar nicht unverdient in Führung: Nach einem Konter über rechts köpfte Jonathan Muomio aus Nahdistanz zum umjubelten 1:0 ein (13.). Vor 456 Zuschauern, darunter etwa 150 Jenaer Anhänger, brauchte der FCC nun etwas, um sich wieder zu fangen. Jena hatte zwar über weite Strecken Ballbesitzvorteile. Die richtigen Hochkaräter konnte sich Jena aber nicht herausspielen.

Rathenow vs Jena - Jonathan Muiomo trifft zum 1:0
Die 1:0-Führung für Rathenow durch Muomio. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Doppelpack von Wolfram

Noch vor der Pause kam Jena aber zum Ausgleich: Nach einer Ecke köpfte Maximilian Wolfram zum verdienten 1:1 ein (35.). Neuen Wind bekam das CZ-Spiel nach der Pause mit den Einwechslungen von Alexander Prokopenko und Leon Bürger. Die Jenaer Führung fiel dann aber doch etwas glücklich: Optik-Abwehrspieler Benjamin Wilcke bekam den Ball an den Arm, den fälligen Handelfmeter verwandelte Wolfram sicher und schnürte damit einen Doppelpack (53.).

Rathenow vs Jena
Freude bei Jena nach dem 1:1 durch Wolfram. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Konter zur Entscheidung

Rathenow gab sich nicht auf und drängte auf den Ausgleich. Mit zunehmender Spieldauer ergaben sich so für Jena Konterchancen. Der eingewechselte Vasileios Dedidis (83.), Maximilian Oesterhelweg (85.) und Wolfram ließen gute Möglichkeiten noch liegen. Zur 3:1-Entscheidung traf schließlich Dedidis freistehend aus Nahdistanz (90.).

Das sagten die Trainer

Andreas Patz (Carl Zeiss Jena): "Ich bin sehr froh, dass wir hier drei Punkte eingefahren haben. Wir wussten, was auf uns zukommt. Trotzdem hatten wir keine gute Anfangsphase und sind mit dem Gegentor bestraft worden. Wir wussten um die Stärke und Leidenschaft von Optik. Wir haben das angesprochen, das aber nicht gleich umgesetzt. So mussten wir dem Rückstand hinterherlaufen. Aber wir sind ruhig geblieben. Wir haben dann mehr und mehr ins Spiel reingefunden. Wir sind einfach geblieben. Wir sind froh, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit angepasst haben. Jetzt sind wir glücklich, dass wir mit dem Sieg nach Hause fahren dürfen. Rathenow steht mit ein paar Punkten zu wenig da. Glückwunsch für den Auftritt, Rathenow hat uns alles abverlangt."

Ingo Kahlisch (Optik Rathenow): "Ich bin unglücklich, dass ich jede Woche den gleichen Scheiß quatschen muss. Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht man, wo wir stehen. Jena, Cottbus, Chemnitz sind nicht unser Maßstab. Man sieht, was geht, wenn man sich reinhaut. Wir haben noch fünf Endspiele. Da müssen wir punkten. Wir müssen ruhig bleiben, dann kommen die Siege auch. Die Niederlage heute tut noch mehr weh als gegen Chemnitz. Bis zum 3:1 war immer noch was drin. Leider hat es wieder nicht gereicht."

Videos aus der Regionalliga

Jena - Fürstenwalde
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Tasmania - Chemnitz
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Ein perfekter Hinrundenabschluss für die Sachsen: Der Chemnitzer FC zeigte bei Aufsteiger Tasmania Berlin einen dominanten Auftritt und sackte den achten Saisondreier der Saison ein.

Sport im Osten So 28.11.2021 15:45Uhr 06:00 min

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VfB Auerbach - TeBe
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

9 Kommentare

HVL-RN vor 5 Wochen

Nein, das hat nichts mit Frust oder beleidigt sein zu tun. Die von Ihnen erwähnten Realitäten dürften eigentlich jedem hinlänglich bekannt sein. Natürlich liegen in den Randbedingungen Welten zwischen unseren beiden Vereinen, und natürlich seid ihr immer haushoher Favorit. Mit eurem Anspruch müsstet ihr uns mit einer saftigen Packung aus unserem eigenen Stadion schießen. Wenn man dann aber als selbsterkorener Aufstiegsaspirant hier solch einen Auftritt hinlegt und glücklich 3 Punkte mitnimmt, spricht nicht Frust aus meiner Seele, sondern eher Enttäuschung und Verwunderung darüber, das ihr auf unfaires Verhalten zurückgreifen müsst, da spielerisch wenig überzeugendes von Jena kam (Man stelle sich gleiches Szenario umgedreht und in Eurem Stadion vor... ). Stehts nach 15 Minuten 2:0, hättet ihr euch nicht beschweren können und das Spiel geht u.U. anders aus. Nur 2 Standards haben dann das Spiel gedreht. Ein wenig mehr Respekt vor "solchen Mannschaften" wäre angebracht. Viel Glück Euch!

megaboss vor 5 Wochen

Hier ist aber einer beleidigt.
Auch mir haben einige Szenen nicht gefallen und bei wirklichen Verletzungen sollte man das Spiel unterbrechen aber so lange der Schiri nicht abpfeift wird weiter gespielt.
Und Euer Torwart war ja dann auch sehr schnell wieder auf den Beinen..
Trotzdem Respekt für Euch, habt lange gut mitgehalten.

Nur_der_FCC vor 5 Wochen

Naja.., bei allem Respekt.., Rathenow doch eher RLtauglich, wenn überhaupt, Team, Rahmenbedingungen & Co., da schlägt die Nadel beim FC schon eher gen Höheren, ist nicht arrogant, einfach realistisch, da spricht wohl eher der Frust des Unterlegenen & zu der Szene mit Eisele, ja, fairer & anständig wäre ein Unterbrechen gewesen, absolut richtig

Umterm Strich, verdienter Sieg der besseren Mannschaft, wobei unser Maßstab nicht Rathenow sein kann, eher Dynamo, Aue, Rostock & Co., haben in der Vergangenheit schon bewiesen, dass dies in Jena möglich ist

Blau Gelb Weiße Grüße