Fußball | Regionalliga Meuselwitz bleibt nach Rathenow-Niederlage in der Krise

6. Spieltag

Der ZFC Meuselwitz wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg und rutscht immer tiefer in die Krise. Beim 1:2 (0:0) am Mittwoch bei Optik Rathenow kassierten die Thüringer bereits die fünfte Niederlage in Folge. Der ZFC rutschte damit auf den 18. Platz in der Regionalliga ab.

Dabei war der ZFC knapp eine Stunde der Partie im Havelländer "Stadion Vogelgesang" sogar die bessere Mannschaft. Das Team von Coach holm Pinder hatte in der ersten Hälfte klare Ballbesitz- und Feldvorteile. Auch die einzigen beiden Großchancen der erste Halbzeit kamen vom ZFC, aber Jegor Jagupov (16.) aus Nahdistanz und Felix Müller (43.) per Kopf vergaben ihre Hochkaräter. So durften die handgezählten acht ZFC-Fans unter den 336 Zuschauern nicht jubeln.

Optik Rathenow - ZFC Meuselwitz
ZFC-Keeper Guderitz blickt entgeistert nach Januarios Führungstreffer. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Rathenow kontert sich zum Sieg

Auch nach dem Wechsel bestimmte zunächst Meuselwitz das Geschehen. Doch die bisher noch sieglosen Gastgeber trafen: Nach einem Konter nutzte Kimbyze-Kimby Januario eine Lücke zwischen ZFC-Keeper Fabian Guderitz und Firat Tuncer und spitzelte den Ball ins Tor (55.). Die nun völlig verunsicherten Meuselwitzer rannten zwar weiter an, allerdings fehlte den Offensivaktionen die Struktur.

Jahns Anschlusstor kommt zu spät

Rathenow blieb dagegen mit Gegenstößen gefährlich – und erhöhte kurz vor dem Schluss: Jonathan Muomio traf aus Nahdistanz (83.). Für Meuselwitzer Hoffnung sorgte ein Sonntagsschuss des eingewechselten Niklas Jahn ins Dreiangel (89.). Kurz darauf vergab Ben-Luca Moritz den nun plötzlich möglichen Ausgleich (90.). So blieb der ZFC im Kellerduell geschlagen.

Das sagten die Trainer

Optik Rathenow - ZFC Meuselwitz, die Trainer Ingo Kahlisch (Rathenow/li.) und Holm Pinder (ZFC/re.) im Gespräch.
Die Trainer Ingo Kahlisch (Rathenow/li.) und Holm Pinder (ZFC/re.) im Gespräch. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Holm Pinder (ZFC Meuselwitz): "Wir sind enttäuscht. Ich muss mich bei den mitgereisten Fans für unsere Mannschaft entschuldigen. Wenn man da unten drin hängt, dann muss man sich anders präsentieren. Wir haben ganz gut ins Spiel gefunden, hatten zwei große Chancen. Doch wir haben es wieder nicht geschafft, ein, zwei Tore vorzulegen. Rathenow hat sich ins Spiel reingebissen, ohne zu glänzen. Aber das ist unserer beider Situation nicht möglich. Wie Rathenow uns dann den Schneid abgekauft hat, das ist für uns beschämend. Auch unser Auftritt in der zweiten Halbzeit bei den Gegentoren. Wir werden mit der Mannschaft ins Gericht gehen. Wir haben sie bisher immer in Schutz genommen. Aber wenn man nicht absteigen möchte, muss man es der Mannschaft nahe bringen: wenn wir so weiterspielen, kommen wir da unten gar nicht raus."

Ingo Kahlisch (Optik Rathenow): "Ich möchte nicht allzuviel sagen. Ich freue mich, aber noch nicht so riesig. Das Gequatsche in Rathenow geht mir total auf den Wecker. Wenn wir hier nicht alle zusammen für den Zusammenhalt für den kleinen Verein kämpfen, und wenn nach drei Spielen nur genölt wird und bei Facebook ein Mist geschrieben, dann funktioniert das nicht. Wir haben heute mit Herz, Leidenschaft und Fußballspielen dagegen gehalten. Und wie es hintenraus war, haben wir eng gewonnen."

Videos aus der Regionalliga

Spieler von Cottbus trifft per Kopfball ins Tor.
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Spieler von Meuselwitz führt den Elfmeter Strafstoß aus.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 18. August 2021 | 21:45 Uhr

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