Fußball | Regionalliga Meuselwitz dominiert und gewinnt Krisenduell in Halberstadt

16. Spieltag

Befreiungsschlag für den ZFC Meuselwitz: Nach einer turbulenten Woche haben sich die Thüringer bei der Germania aus Halberstadt mit einem klaren Sieg belohnt. Für den Gastgeber geht dafür die Leidenszeit weiter.

Der ZFC Meuselwitz hat das Krisenduell bei Germania Halberstadt klar 3:0 (1:0) gewonnen. Meuselwitz, das zuletzt von sieben Spielen nur eins gewinnen konnte, feierte den vierten Saisonsieg und kletterte auf den 16. Tabellenrang. Halberstadt bleibt dagegen auch im neunten Spiel in Serie ohne Erfolg und rutschte auf Tabellenplatz 14 ab.

Trübenbach und Hansch Spieler der Partie

Matchwinner der Partie waren der Meuselwitzer Angreifer Andy Trübenbach mit seinen beiden Toren zum 0:2 (53.) und 0:3 (60.) sowie Angriffskollege Florian Hansch, der an allen drei Toren beteiligt war. Beim 0:1 traf Halberstadt Fabian Wenzel ins eigene Tor (43.).

Neuer ZFC-Keeper Hamrol verhindert Rückstand

Trotz ihrer prekären sportlichen Lage gingen beide Teams vor 424 Zuschauern offensiv und mutig in die Partie. Allerdings war beiden Mannschaften auch von Beginn an anzusehen, dass die langen Serien ohne Sieg Spuren hinterlassen hatten: In der Abwehr agierten beide sehr vorsichtig, der Spielaufbau war von vielen Fehlern gestört. So gab es zunächst wenige Chancen. Meuselwitz, das in dieser Woche mit der Suspendierung von vier Spielern für Aufsehen sorgte, hatte insgesamt Ballbesitzvorteile, Halberstadt war mit Kontern gefährlich. Bei der besten Möglichkeit scheiterte VfB-Rechtsaußen Paul Grzega alleinstehend an ZFC-Torhüter Matthias Hamrol (30.) Der Meuselwitzer Keeper war erst am Freitag verpflichtet worden und zeigte bei seinem Debüt für die Thüringer ein solides Debüt.

Eigentor zur ZFC-Führung

Ein Tor fiel in der ersten Halbzeit aber doch noch: Durch einen Halberstädter aber für die Gäste aus Thüringen. Nach einem ZFC-Angriff über links und über Benjamin Förster köpfte VfB-Abwehrspieler Fabian Wenzel aus Nahdistanz und unter Bedrängnis von Florian Hansch ins eigene Tor (43.).

Trübenbach-Doppelpack und Müller-Lattenknaller

Das Tor setzte bei Meuselwitz Kräfte frei, während Halberstadt sich nun noch verunsicherter zeigte. Mit Wiederanpfiff hätte Förster das 0:2 erzielen können, köpfte aber knapp neben den Pfosten. So war es an Trübenbach, der erstmals seit Mitte September wieder in der ZFC-Startelf stand, die Partie zu entscheiden. Erst traf der 30-Jährige nach Hansch-Vorarbeit von rechts überlegt ins rechte untere Eck (53.). Dann traf er nach einem Einwurf und ebenfalls nach Hansch-Ablage zum 0:3 (60.).

Mit dem 0:3 war die Partie entschieden. Halberstadt gab sich bis zuletzt nicht auf, mehr als ein Fernschuss von Germania-Kapitän David Vogt (56.) sprang in der zweiten Hälfte aber nicht raus. Der ZFC hätte sogar erhöhen können: Felix Müller traf in der Schlussminute aber nur die Latte.

Stimmen zum Spiel:

Matthias Hamrol (Torhüter ZFC Meuselwitz): "Das war das erste Pflichtspiel für mich nach zweieinhalb Jahren. Ich habe das Kribbeln wieder gespürt. Das hat Spaß gemacht. Ich glaube, wir brauchen noch ein bisschen Selbstvertrauen. Wir sitzen da unten noch drin. Das war jetzt nur ein Spiel. Das hilft jetzt weiter, wir haben aber noch sechs intensive Spiele. Darauf kann man aufbauen. In der zweiten Halbzeit haben wir super hintenraus gespielt. So kann es weitergehen."

David Bergner (Meuselwitz): "Ohne Glück geht es nicht. Ich glaube aber nicht, dass das heute entscheidend war. In der ersten Halbzeit haben wir schon gebraucht, um in das Spiel reinzukommen. Man hat schon gemerkt, dass der Kopf eine große Rolle spielt. Ein paar Sachen sind in dieser Woche passiert, die in den Köpfen der Spieler sicher auch arbeiten. Mit dem 1:0 kurz vor der Pause war das schon mal der richtige Weg. In der zweiten Halbzeit haben wir gewusst, dass Halberstadt durch die englischen Wochen arg gebeutelt ist. Wir wollten den Ball laufen lassen, das ist uns gelungen. Ich glaube, der Sieg geht so in Ordnung. Das Zu-Null ist für viele im Defensivverbund eine wichtige Initialzündung."

Benjamin Duda (Halberstadt): "Das tut heute extrem weh. In der ersten Halbzeit hat man gesehen, was sich die Jungs vorgenommen haben. Wir hatten die Spielkontrolle, waren im Spiel drin. Was uns fehlt, ist der Brustlöser, der Führungstreffer. Sicher waren das keine Riesen-Chancen, aber Gelegenheiten, die hätten reichen müssen, um gegen Meuselwitz in Führung zu gehen. Dann ist es mit dem Nackenschlag zum Pausenpfiff irre bitter. Mit dem 0:2, so ehrlich muss man sein, war der Stecker bei uns dann gezogen. Die Jungs haben weiter alles versucht, aber durchgekommen sind wir nicht mehr. Das ist sicher auch dem Mentalen geschuldet."

Dirk Hofmeister

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 31. Oktober 2021 | 14:00 Uhr

2 Kommentare

Chemieschwein vor 28 Wochen

Na da hat das große reinemachen wohl doch geholfen... Glückwunsch 🙋‍♂️nach Meuselwitz

Fan Achim vor 28 Wochen

Danke Zwickauer1, das Hoffnungsfünkchen ist aufgeglimmt, mehr nicht.

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