Fußball | Regionalliga Nordost Chemnitz bleibt bei Hertha BSC nur Punktelieferant

8. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat in der Fremde erneut den ersten Sieg verpasst. Die Sachsen mussten sich bei der Zweiten von Hertha BSC nach 70-minütiger Unterzahl und zwei Alutreffern knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Felix Schimmel (15, Chemnitz), Luca Netz (33, Hertha II) und Theo Ogbidi (27, Chemnitz)
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Nach ausgeglichenem Beginn nahm die Partie nach 20 Minuten Fahrt auf. So traf der Chemnitzer Tobias Müller mit einem Distanzschuss den rechten Pfosten. 60 Sekunden später der Schock für den CFC: Nach einer Notbremse gegen Daishawn Redan sah der Lukas Aigner die Rote Karte.

Lukas Aigner vom Chemnitzer FC sieht die rote Karte
Lukas Aigner vom Chemnitzer FC sieht die Rote Karte. Bildrechte: sr/Matthias Koch

Hoheneder köpft an die Latte - Jakubov glänzt

Trotz Unterzahl kamen die Gäste in der 24. Minute zur nächsten guten Gelegenheit durch Niklas Hoheneder, der nach einer Ecke die Kugel an die Querlatte köpfte. Im Anschluss nutzte Hertha allerdings seine numerische Überlegenheit mehrfach aus und kam gefährlich vor das CFC-Gehäuse. In der 31. Minute bewahrte CFC-Schlussmann Jakub Jakubov sein Team mit einer Glanzparade gegen Redan vor dem Rückstand. Drei Minuten später setzte Berlins Jessic Ngankam einen Flachschuss haarsscharf neben den linken Pfosten (34.).

Ngankam trifft - Jakubov pariert Elfer

Mit Wiederanpfiff erhöhte Hertha den Druck und Jakubov stand erneut im Blickpunkt. Diesmal rettete er nach einem Freistoß von Ngankam mit sehenswerter Flugeinlage (54.). In der 57. Minute musste sich der Keeper aber geschlagen geben, als Ngankam ein sehenswertes Zuspiel von Redan nutzte und aus Nahdistanz zur Hertha-Führung einnetzte. Damit nicht genug, denn nach einer guten Stunde entschied der Referee auf Foulelfmeter für die Platzherren (63.). Doch Jakubov stellte seine starke Form erneut unter Beweis und parierte den Strafstoß, der von Redan getreten wurde. Zwar warf der CFC in der Schlussphase nochmals alles nach vorn, doch der ersehnte Ausgleich gelang nicht mehr.  

Spieler von hertha BSC vor dem Tor, zieht ab und trifft. 96 min
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Stimmen zum Spiel:

Daniel Berlinski (Chemnitz): "Wir haben gegen eine starke Mannschaft eine gute Anfangsphase gezeigt. Wir haben zwei hundertprozentige Torchancen gehabt. Das passt zu unserer jetzigen Situation, dass wir da nicht das Tor treffen, sondern die Latte und den Pfosten. Von daher war es ein bisschen bitter. Hinterher mit der Roten Karte spielst du 70 Minuten in Unterzahl. Trotzdem haben die Jungs das sehr ordentlich gemacht. Wir haben leidenschaftlich verteidigt bis zur Halbzeit. Nach der Halbzeit sind wir durch eine Situation in Rückstand geraten, wo wir eigentlich eine Überzahlsituation im Mittelfeld hatten. Es ist natürlich sehr bitter, aber die Jungs haben bis zum Schluss versucht, auf das 1:1 zu spielen."

Christian Bickel (CFC): "Man hat gesehen, dass die Hertha-Jungs richtig gut kicken können. In der ersten Halbzeit haben sie es richtig gut gemacht und uns laufen lassen. Nach dem Tor waren wir dann viel besser, auch mutiger, es war im Endeffekt aber trotzdem zu wenig. Wir haben uns richtig was vorgenommen, dann kam die Rote Karte dazu. Davor hatten wir gute Möglichkeiten und hätten mit etwas Glück, in Führung gehen können. Dann sieht das Spiel auch anders aus."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. September 2020 | 15:30 Uhr

14 Kommentare

rheumakay vor 3 Wochen

Mir ist es lieber, dass man mit diesem Kader im Niemandsland der Tabelle kickt - mit Auf- und Abstieg hat der CFC nichts zu tun - und dafür das Insolvenzverfahren endlich erfolgreich über die Bühne bekommt (und den GröIVaZ los wird). Der Trainer soll die Zeit bekommen, um das Team zu entwickeln. Altglienicke zeigt, wie wichtig ein eingespieltes Team ist. Der CFC braucht noch Zeit. Ich kann mich auch nicht erinnern, wann das letzte Mal so viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader integriert wurden. Das ist der richtige Weg. Auch wenn die Ergebnisse momentan nicht so gut sind, bin ich optimistisch. Es werden keine Schnellschüsse gemacht - gut so!

Olinad vor 4 Wochen

Wenn man überhaupt etwas nicht negatives erwähnen möchte, dann ist es in der ersten Viertelstunde das Ringen um Spielkontrolle und in der letzten Viertelstunde das Stemmen gegen die Niederlage jeweils mit ein paar Chancen. Alles andere war wie gegen den BFC und in vorherigen Regiospielen einfach nichts oder nicht ausreichend. Auch in diesem Spiel war wieder eine höhere Niederlage möglich. Wieder hat Jakub mehrmals Klasse und uns im Spiel gehalten. Wir waren wieder meist zweiter Sieger, weil zu langsam und zu spät am Ball, Fehler im Spielaufbau, keine Zweikampfstärke, unser Sturm ein laues Lüftchen. Kurz gesagt: wie gehabt. Ich kann keine und schon gar keine signifikanten Fortschritte erkennen. Im Gegenteil, wir sind mit unseren Schwächen immer leichter auszurechnen. Vor zwei Jahren mit der alten Führung wurde bessere Qualität eingekauft. Wenn das so weiter geht, und eine Verbesserung ist momentan nicht in Sicht, werden wir uns wieder mit dem Abstieg beschäftigen müssen. Nur der CFC!

Tauraer vor 4 Wochen

Mir wird es schlecht wenn ich dieses gekicke sehe.
Alles dauert viel zu lange. So stark wie Jakubov im Tor ist, aber seine Torabschläge dauern viel zu lange. Da hat der Gegner schön viel Zeit um sich zu formieren.(War leider in der 3.Ligasaison auch schon so) Den Ball hin und her schieben, keiner hat den Mut nach vorne zu spielen. Danny Breitfelder spielt Softball (null Zweikampfstärke und Angst vorm Abschluss) usw.usw.
Da hilft auch das ständige schönreden von Herrn Pep Berlinski nichts.
Verloren ist verloren.
Noch eine Niederlage und wir befinden uns im Abstiegskampf.