Fußball | Regionalliga Nordost Lok Leipzig kann bei Hertha II nur kurz hoffen

1. Spieltag

Der 1. FC Lok Leipzig hat bei Hertha BSC II zum Auftakt der Saison 2020/21 ein 1:3 (0:1) hinnehmen müssen. Der FCL begann druckvoll, musste aber lange einem Rückstand hinterherlaufen und konnte nur kurz nach dem späten Anschlusstreffer hoffen.

Die stark ersatzgeschwächten Gäste mussten mit nur zwei (!) Feldspielern auf der Auswechselbank auskommen, dazu noch das bittere Aus im Sachsenpokal-Halbfinale beim FC Eilenburg vor einer Woche verdauen. Dafür begannen die Leipziger bei brütend heißem Wetter in Berlin überraschend dominant und ließen die spielstarken Hertha-Bubis nicht zur Entfaltung kommen.

Trinkpause führt zum Bruch

Eine Trinkpause in der 25. Minute verursachte dann jedoch einem Bruch im Lok-Spiel, die Berliner wurden danach stärker und kamen schließlich durch den Kopfball-Treffer von Jonas Michelbrink (33.) zur Führung. Diese hielt auch bis zur Pause angesichts der Harmlosigkeit der Gäste.

Im zweiten Durchgang hatten die Sachsen schnell die ersten wirklichen Chancen durch mehrere Standards von Maik Salewski (47./51./54.), die aber nicht den Weg ins Tor fanden. Stattdessen erhöhte Hertha II in der 71. Minute auf 2:0. Dabei war die Kugel eigentlich schon im Leipziger Kasten gelandet, doch Schiedsrichter Daniel Köppen entschied statt Tor auf Handelfmeter für die Hertha, den Muhammed Kiprit im Nachschuss verwandelte. Kurz keimte danach Hoffnung auf, nachdem David Urban einen Eckball am langen Pfosten ins Berliner Tor geköpft hatte (82.). Diese wurden durch das 3:1 von Pal Dardai allerdings bald wieder zunichte gemacht.

v.l. Tony Fuchs (Hertha BSC II), Leon Heynke (1. FC Lokomotive Leipzig), Jonas Dirkner (Hertha BSC II)
Dreikampf um den Ball zwischen Tony Fuchs (Hertha BSC II), Leon Heynke (1. FC Lokomotive Leipzig), Jonas Dirkner (Hertha BSC II) (v.l.) Bildrechte: Matthias Koch

Stimmen zum Spiel

Almedin Civa (Trainer): "Wenn ich die 90 Minuten sehe, denke ich, dass wir einen sehr starken Auftritt hingelegt haben. Die jungs waren in der ersten Hälfte sehr aggressiv, spielstark und wir haben viele Zweikämpfe gewonnen. Aber Hertha ist eine starke Mannschaft, die machen aus nichts ein Tor. In der zweiten Halbzeit haben wir gleich nach Wiederanpfiff eine Hundertprozentige, die wir nicht reinmachen. Dann spielen wir gut bis zum Strafraum, aber der letzte Pass kommt einfach nicht an. Die Gegentore fielen zu einfach und wir haben aus viel zu wenig gemacht. Es ist schade, weil heute mehr drin war."

Sascha Pfeffer (Spieler Lok): "Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, wofür wir uns aber nichts kaufen können. Letzte Woche hatten wir das Pokalspiel, das nicht optimal gelaufen ist. Heute hatten wir über weite Strecken einen guten Auftritt. Wir haben uns gute Möglichkeiten herausgespielt, darauf können wir aufbauen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 15. August 2020 | 14:00 Uhr

3 Kommentare

Mit Sinn und Verstand vor 10 Wochen

Pfeffi hat Recht. Erfahrene Kommentare wie von ihm sind schlichtweg plausibel. Leistung ist eben nicht häufig kompatibel mit dem Resultat. Das Team baut sich. Alles hat seine Zeit, die sie benötigt.

Chemieschwein vor 10 Wochen

ja die Trinkpause iss Schuld ...

Blumenfreund vor 10 Wochen

Trinkpause in der 25. Minute führt zum Bruch ??