Fußball | Regionalliga Nordost Lok dreht Partie gegen BAK zum ersten Saisonsieg

2. Spieltag

Erstes Heimspiel, erstmals wieder vor Zuschauern - und gleich der erste Saisonsieg für Lok Leipzig. Dabei musste Lok gegen den BAK in Überzahl zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Dann kassierten die Probstheidaer auch noch einen Platzverweis ...

Spielszene 4 min
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Lok Leipzig hat nach dem ernüchternden Saisonauftakt gegen die Reserve von Hertha BSC im zweiten Spiel gegen den Berliner AK den ersten Sieg eingefahren.

Sport im Osten So 23.08.2020 14:00Uhr 03:37 min

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Lok Leipzig hat am zweiten Regionalliga-Spieltag die Serie von saisonübergreifend vier Spielen ohne Sieg beendet. Gegen den Berliner AK drehten die Leipziger am Sonntag (23.08.2020) einen 0:1-Rückstand und siegten noch 2:1.

Ziane-Doppelschlag bringt Sieg

Matchwinner für die Leipziger war Djamal Ziane mit einem Doppelschlag nach der Pause. Der Mittelstürmer der Leipziger wurde zweimal schön in Szene gesetzt und vollendet zunächst mit einem wuchtigen Kopfball (54.) und dann nach Sololauf (64.). Nach acht Toren in der Vorsaison feierte Ziane seine ersten Treffer in der neuen Spielzeit. Fast wäre der Lok-Angreifer aber noch zum tragischen Helden geworden - in der hektischen Schlussphase kassierte er mit Gelb-Rot einen Platzverweis (78.). Doch Lok verteidigte die Führung mit viel Einsatz.

Lok
Djamal Ziane bejubelt ein Tor. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

BAK geht in Unterzahl in Führung

Auch der Berliner AK beendete die Partie nicht vollzählig: Kapitän Shwan Ned Ali Kauter sah schon in der ersten Halbzeit die Ampelkarte (30.). Kurz darauf ging der BAK sogar in Führung - bei einem Schuss von Lukas Lämmel an den Innenpfosten sah Lok-Keeper Jannes Tasche nicht gut aus, der Ball rutschte ihm durch die Beine ins eigene Tor (41.).

lok vs bak
Lok-Keeper Jannes Tasche rutscht der Ball zum Gegentor durch die Beine. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Lok zumeist spielbestimmend

Insgesamt feierte Lok in der Partie, die nach einem Hygienekonzept vor 1.000 Fans stattfand, einen verdienten Sieg. Die Gastgeber bestimmten gegen die spielstarken Berliner zumeist das Geschehen - waren aber lange Zeit zu harmlos. Die nötige Durchschlagkraft kam erst nach dem Wechsel, als Coach Almedin Civa auf Doppelspitze umstellte. Die erste Chance im Spiel für Lok in der 47. Minute durch Aktivposten Robert Berger war zugleich der Startschuss für die letztlich erfolgreiche Aufholjagd.

Reaktionen Lok Leipzig 7 min
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Nach dem 2:1-Erfolg von Lok Leipzig gegen den Berliner AK haben wir die Reaktionen und Analysen zum ersten Sieg unter dem neuen Trainer Almedin Civa eingefangen.

Sport im Osten So 23.08.2020 14:00Uhr 07:22 min

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Das sagten die Trainer:

André Meyer (Berlin): "Wir sind schwer in Spiel gekommen, wir brauchten 20 Minuten. Wir sind noch in der Findungsphase, das hat man gesehen. Der Platzverweis hat uns weiter geschwächt. Das ist brutal für die Mannschaft. Trotzdem waren wir danach besser im Spiel, machen sogar das 1:0. Das hat emotional in der Mannschaft etwas freigesetzt. Doch dann war es ein Abnutzungskampf. Die beiden Gegentore haben wir zu blöden Zeitpunkten und auch zu einfach bekommen. Die hätten wir beide verteidigen können. Wir gehen verdient als Verlierer vom Platz. Aber mit der gelb-roten Karte war es kein Spiel auf Augenhöhe. Das müssen wir so akzeptieren. Aber die Mannschaft ist geschlossen - das hat die Reaktion nach dem Platzverweis gezeigt. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass wir das Spiel mit unserem Kapitän beenden."

Almedin Civa (Leipzig): "Bis zur 35. Minute war es ordentlich, da haben wir die Ruhe behalten. Das Gegentor ist sehr unglücklich zustande gekommen. Aber was danach passiert ist - da muss man der Mannschaft einfach ein Kompliment machen. Gegen einen Gegner, der eine starke Qualität hat und es taktisch sehr gut gemacht hat, sind wir mit einer unheimlichen Power aus der Pause gekommen. Bei beiden Toren hat man die Wucht von Djamal gesehen. In der Schlussphase ist uns ein, zwei Mal ein einfacher Ball versprungen - da müssen wir noch dran arbeiten. Dann kommt der Platzverweis gegen Djamal. Und da wurde es ein Kampf. Zum Glück haben wir den Vorsprung verteidigt. Es war nicht alles perfekt. Aber die Art und Weise, wie wir es gemacht haben, das war schon sehr sehr gut. Wir freuen uns über die ersten drei Punkte und darüber, dass wir den Zuschauern etwas bieten konnten. Wir müssen uns von Spiel zu Spiel noch steigern, die Abläufe besser hinbekommen und hoffen, dass uns keiner ausfällt."

Lok Leipzig Almedin Civa
Lok-Trainer Almedin Civa (re.) und BAK-Trainer André Meyer (li.) im Gespräch. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. August 2020 | 14:00 Uhr

4 Kommentare

Feldspieler vor 9 Wochen

Ein wichtiger Sieg für die Seele und das Umfeld! Das sollte jetzt etwas Ruhe geben und das Fehlstart-Gequatsche beenden. Klar ist aber auch, Lok braucht noch Verstärkung und vor allem Zeit. Nur der FCL!💛💙

Blumenfreund vor 9 Wochen

Gratulation Lok !!
Spiel gedreht, endlich der erhoffte Befreiungsschlag.
Aber wieder ein Eigentor vom Torhüter, da gibts Gesprächsbedarf.
Trotzdem können wir mit dieser Leistung auch aus dem Paradies was mitnehmen.
Also Auf gehts Lok !!

megaboss vor 9 Wochen

An den Blumenfreund, na dann kommt mal ins Paradies und nehmt Erfahrungen mit.
Was wollt ihr denn sonst mitnehmen....
Nur der FCC