Djamal Ziane
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Fußball | Regionalliga Lok verliert beim Schlusslicht

31. Spieltag

Gebrauchte Woche für den 1. FC Lok Leipzig: Nach dem bitteren Aus im Landespokal-Halbfinale gegen Chemnitz mussten sich die Sachsen auch in der Liga trotz zwischenzeitlicher Führung beim Schlusslicht Optik Rathenow am Sonntag (28.04.2019) mit 2:4 (1:3) geschlagen geben.

Djamal Ziane
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Auftakt nach Maß: Ziane trifft zur Lok-Führung

Für den 1. FC Lok, der im Gegensatz zum Pokal-Aus seine Startelf auf sechs Positionen verändert hatte, begann die Partie mit einem Blitzstart: In der 2. Minute brachte Djamal Ziane die Sachsen mit einem Kopfball ins rechte Eck in Führung. Trotz des frühen Rückstandes entwickelte sich eine muntere Partie, in der sich die Gastgeber nicht versteckten.

Zwei Foulelfmeter für Rathenow - Optiker drehen Spiel

In der 24. Minute kamen die Platzherren per Foulelfmeter von Emre Turan zum Ausgleich. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Markus Krug an Cüneyt Eral Top. Fünf Minuten später ertönte erneut der Pfiff des Referees, da Krug im Zweikampf mit Süleyman Kapan wieder einen Strafstoß verursachte. Auch dieser Elfer wurde verwandelt - diesmal durch Caner Özcin. Damit war die Partie binnen fünf Minuten gedreht.

Rathenow glänzt mit Effizienz

Im Anschluss erwies sich Rathenow weiterhin als äußerst effizient: In der 35. Minute segelte ein weiter Freistoß der Optiker in den Strafraum, wo die Kugel von einem Lokspieler abprallte und Kapan aus fünf Metern zum 3:1 abstaubte. Für Lok reichte es vor der Pause nur noch zu einer guten Aktion durch Maximilian Pommer, dessen Schuss aus 14 Metern aber abgefälscht wurde.

Torraumszene 4 min
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Lok bemüht - Optik trifft

In der zweiten Hälfte kamen Matthias Steinborn und Sascha Pfeffer für Nicky Adler sowie Markus Krug in die Partie. Das Lok-Spiel wurde danach für einige Minuten zwingender, allerdings blieben Chancen aus. Besser machte es wiederum Rathenow in der 59. Minute, als Top eine kollektive Schlafeinlage der Leipziger mit einem Schuss aus 15 Metern zum 4:1 bestrafte. Leipzig blieb zwar bemüht, doch zumeist war am gegnerischen Strafraum Endstation. Sekunden vor dem Abpfiff gab es dann doch noch etwas Ergebniskosmetik, da Ziane nach Vorlage von Maik Salewski aus Nahdistanz zum 2:4-Endstand einschob (90.).

Das sagten die Trainer

Björn Joppe (Teamchef Lok): "Glückwunsch an Optik. Meine Gemütslage ist schwer zu beschreiben. Ich wusste, dass es nach diesem intensiven Pokalspiel auch heute ein schweres Spiel wird. Wir haben zwar rotiert, aber ich erwarte auch von den Spielern, dass sie für die Mannschaft arbeiten. In der zweiten Hälfte war der Wille dann da. Letztendlich war es aber ein gebrauchter Tag für uns."

Ingo Kahlisch (Rathenow): "Wir mussten den Spielstart erstmal verdauen, haben uns dann aber gefestigt. In der zweiten Halbzeit waren meine Jungs dann körperlich fertig. Wir werden jetzt weiterkämpfen. Wir wollen uns in den letzten Spielen so teuer wie möglich verkaufen."

lta/asc (Rathenow)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. April 2019, 18:35 Uhr

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11 Kommentare

30.04.2019 10:40 Chili Palmer 11

@Achim: Was den Club und dessen Leistungsbereitschaft angeht, bin ich überzeugt, bei dir keine (weiteren) Angriffsflächen zu hinterlassen. Als unsicher würde ich deine Aussage zum Bilateralismus unserer beider Vereine insbesondere in der jüngeren Geschichte einstufen.

29.04.2019 23:09 Fan Achim 10

Chili Palmer Glaubst du wirklich, das ein Club wie der unsere es sich leisten kann nur gegen Lok alles zu geben und gegen andere Gegner weniger zu investieren? Dann wären wir niemals 10 Jahre in dieser Liga geblieben. Deine Loksche soll nur das machen was sie mit Beginn der 2.Halbserie gemacht hat weiter guten und vor allen erfolgreichen Fußball spielen.

29.04.2019 19:32 Chili Palmer 9

@Fan Achim: Komm hör auf. Wenn du so argumentierst, könnten wir auch euer Verhalten insbesondere in den Begegnungen gegen uns heranführen, bei denen immer ein Quäntchen mehr investiert wird, als gegen unsere unmittelbaren Staffelkonkurrenten. Im übrigen konnte ich bei den jüngsten Auftritten des FCL, welche du explizit ansprichst, kein chemisches Agieren feststellen. Das fällt für mich - nüchtern betrachtet - in die Kategorie „normaler Saisonverlauf“.

29.04.2019 13:15 Lok for ever 8

@Ragin Heri, Harry, Martinski
Hier ist überhaupt nichts peinlich. Für Lok gibt es nur noch Testspiele. Da kann man auch mal die Spieler testen, die sonst nicht spielen. Und zum Erkenntnisse sammeln gehören auch Niederlagen. Besser jetzt Spieler testen, als nächste Saison, wenn es darauf ankommt. Aber, wenn man keine Ahnung hat, sollte man die Finger von der Tastatur lassen.
Leipzig ist blau gelb

29.04.2019 12:00 Fan Achim 7

Kai @5 Nicht ganz richtig was du schreibst. Für Lok geht es um nichts mehr, das stimmt aber sie können maßgeblich den Abstiegskampf beeinflussen. Die zwei letzten Heimniederlagen von Lok haben auch unseren ZFC nicht gerade gut getan. Wenn ich dann solche Mannschaften wie Halberstadt sehe, für die geht es auch um nichts mehr, die haben sich aber in Meuselwitz den Ar... aufgerissen als ginge es um die Meisterschaft. Das nach den guten Pokalspiel Lok und auch Chemnitz etwas kaputt waren kann man nachvollziehen, aber ich würde mir schon wünschen, daß eure Lokche wieder so die letzten Spiele bestreitet wie das in Meuselwitz der Fall war. Unsere Mannschaft musste auch gegen eine gut aufspielende Lok Elf kämpfen. Also bitte fair bleiben.

29.04.2019 06:02 Sachsenbiene 6

@Harry: Halten Sie mal lieber den Ball flach und lassen hier nicht solche sinnlosen Kommentare ab!Woher wollen Sie wissen ob der Dampf raus ist wenn Sie gar nicht in der Lok mitfahren????Kehren Sie wie selbst angesprochen doch zuallererst mal vor ihr ihrer eigenen Tür..dann wäre die Welt schon viel sauberer!Dankeschön!

29.04.2019 01:29 Kai 5

Peinlich? So ein Schwachsinn.Es geht, meiner Meinung nach, um nichts mehr. Und nach dem schweren Pokalspiel mit dem Ergebnis ist es nachvollziehbar.Es tun mir die Leute leid, die hingefahren sind.Ansonsten ist die Saison einfach nur vorbei.

28.04.2019 21:17 Z. 4

Nach dem Pokal-Krimi EIN solcher Auftritt wie heute ist zu verkraften. (Chemnitz war gestern ja auch nicht besser.) Gegen Nordhausen muss aber wieder Leistung her, sonst wird Kredit leichtfertig verspielt. In den letzten Spielen geht es durchaus noch um was.

28.04.2019 17:46 Martinski 3

Das beste an dem Spiel wohl: die Aussage des Trainers (Lok).
Klar ist auch, in dieser RL kann jeder jeden weghauen, aber so ...
Jedenfalls wird das Pokalspiel von Chemnitz lange lange in aller Munde bleiben, wie einst das von Bordeaux... :-)

28.04.2019 17:17 Harry 2

Wie peinlich von der doch so "" großen "" Lok ! Der Dampf ist raus man hört nur noch ein leises jämmerliches Husten ! Immer schön den Ball flach halten und schön vor der eigenen Türe kehren ! ...... aber träumen darf man ja ....... lach ....