Fußball | Regionalliga Ziane und Steinborn bescheren Lok den Sieg beim BFV

Nachholer 20. Spieltag

Lok Leipzig bleibt weiter in der Erfolgsspur. Trotz einer spielerisch mageren Leistungen hat der FCL beim Bischofswerdaer FV mit einem 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg den fünften Sieg in den letzten sechs Partien geholt. Dabei waren die Gastgeber lange Zeit das aktivere Team.

Das Leipziger Trainerduo Rainer Lisiewicz und Björn Joppe nahm im Vergleich zum 4:2-Heimsieg gegen den Chemnitzer FC gleich fünf Veränderungen an der Startformation vor. So rückten Nicky Adler, Djamal Ziane, Nils Gottschick, Sascha Pfeffer und Peter Misch ins Team. Robert Berger, Maximilian Pommer, Kevin Schulze, Robert Zickert und Maik Salewski mussten auf der Bank Platz nehmen.

Heim-Trainer Erik Schmidt wollte eigentlich mit der gleichen Elf ins Spiel gehen, wie beim 2:1-Auswärtssieg am vergangenen Samstag bei der VSG Altglienicke. Doch beim Aufwärmen verletzte sich Daniel Maresch und wurde durch Frank Zille ersetzt.

Viel los war nicht in der ersten Halbzeit vor 602 Zuschauern. Bei Lok hatte man das Gefühl, dass die vielen Umstellungen nicht gut für das Spiel waren. Das Team aus der Messestadt fand nicht in die Partie. Bischofswerda war aktiver, aber auch nicht wirklich gefährlicher. Tobias Heppner zog nach elf Minuten mal von der Strafraumgrenze ab, verpasste aber das Tor deutlich. Von Lok kam in der Offensive nichts. Abgesehen von drei Eckbällen waren Torannäherungen in den ersten 45 Minuten Mangelware. Dafür prägten Fehlpässe und kleine Fouls das Geschehen. Kurz vor dem Seitenwechsel verpasste für die Gastgeber Cornelius Gries zunächst eine gefährliche Hereingabe von Tommy Klotke (37.), kurz darauf schoss er über den Kasten (38.).

Lok mit Schwung aus der Kabine

Die Trainerriege von Lok reagierte in der Halbzeit auf den schwachen Auftritt ihres Teams und brachte mit Berger und Pommer zwei neue Kräfte. Das sollte sich wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff auszahlen. Nach einem Pass von Pommer wurde Berger an der Eckfahne gelegt. Der fällige Freistoß segelte an den langen Pfosten, wo keiner bei Ziane war. Der Lok-Angreifer traf völlig unbedrängt zur Leipziger Führung (52.). In der Folge hielt Lok dann auch besser dagegen als im ersten Durchgang, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Der BFV kam mit der etwas aggressiveren Spielweise des Gegners nicht zurecht und konnte sich keine eigenen Chancen mehr erarbeiten. In der Schlussminute sorgte Matthias Steinborn dann für die Entscheidung. Bei einem Freistoß des BFV war Torwart Oliver Birnbaum mit vor das Lok-Tor gegangen. Die Gäste aber fingen den Ball ab, schickten ihren Goalgetter auf die Reise, der schließlich aus rund 40 Metern traf.

Torjubel bei 3:2-Torschütze Maik Salewski (Linksaussen Lok Leipzig) (re.) und Matthias Steinborn (Linksaussen Lok Leipzig) (Mitte) im Fußball-Regionalligaspiel Lok Leipzig gegen Chemnitz.
Matthias Steinborn besorgte den zwiten Treffer für Lok. (Archiv) Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Das sagten die Trainer

Björn Joppe (Leipzig): "Ich glaube, man hat heute von uns zwei verschiedene Hälfte gesehen. Wir haben im Vergleich zum Chemnitz-Spiel ein bisschen rotiert. Das hat man in der ersten Halbzeit auch gesehen, dass wir nicht so richtig Fuß fassen konnten. Wir hatten uns auf einige Bischofswerdaer Konter eingestellt und hatten dort auch einige Probleme. Ich hatte meinem Team vor dem Spiel gesagt, dass es heute ein Charaktertest wird. Solche Spiele muss man gewinnen, wenn man oben mitspielen will. In der zweiten Hälfte haben wir das dann besser umgesetzt, wir waren dominanter, haben die zweiten Bälle gewonnen und besser verteidigt. Außerdem hatten wir Glück, dass Bischofswerda einen Handelfmeter nicht bekommen hat. Aus meiner Sicht war es ein Handspiel. Das tut mir ein bisschen Leid für Bischofswerda. Ich wünsche dem Team viel Glück, dass sie es aus den Abstiegsrängen schaffen."

Erik Schmidt (Bischofswerda): "Mein Kollege hat fast alles gesagt. Ich bin extrem enttäuscht. Lok hat in der ersten Halbzeit die Tür aufgemacht und wir haben es nicht genutzt. Dass es in der zweiten Halbzeit anders wird, hatte ich mir schon gedacht. Wir hatten dort keine Chance mehr. Auch unsere Wechsel haben nicht funktioniert - im Gegensatz zu denen von Lok. Deshalb ist deren Sieg am Ende auch verdient, auch wenn es vielleicht ein Elfmeter hätte geben müssen. Aber wir hatten unsere Chancen in der ersten Halbzeit und haben diese nicht genutzt."

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rho/rle

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 03. April 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. April 2019, 22:50 Uhr

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3 Kommentare

04.04.2019 00:40 Marrinski 3

Englische Woche für Lok. Bei Schiebock zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit.
Ein Arbeitssieg ist auf Grund der 2. Hz verdient. Gut für Lok!

03.04.2019 20:36 Brandenburger 2

Nicht mehr als nötig. 3 Punkte auswärts mitgenommen. Alles gut. Super LOK.
Die Einzigen, die das Recht besitzen, in den Stadtfarben aufzulaufen.

03.04.2019 20:33 Ragin Heri 1

LOK immer besser .Ich bin glücklich!