Nils Pichinot (Nordhausen)
Bildrechte: imago/Karina Hessland

Fußball | Regionalliga Strafstoß-Flut in Nordhausen - Wacker schlägt Altglienicke

7. Spieltag

Wacker Nordhausen hat sich im Verfolger-Duell gegen die VSG Altglienicke durchgesetzt. Die Nordthüringer feierten einen verdienten 2:0-Heimsieg. Kurios: In der Partie zeigte der Referee innerhalb von 18 Minuten drei Mal auf den Elfmeterpunkt.

Nils Pichinot (Nordhausen)
Bildrechte: imago/Karina Hessland

Drei Elfer in 18 Minuten

In einer chancenarmen Partie entschied der Schiedsrichter in der 14. Minute erstmals auf Strafstoß. Vorausgegangen war ein Foul von Rene Pütt an Nils Pichinot. Den fälligen Elfer versenkte Felix Müller eiskalt ins linke untere Eck zur Wacker-Führung. Im Anschluss dominierten die Gastgeber, während von den Gästen in der Offensive kaum etwas zu sehen war.

Einen der seltenen VSG-Vorstöße gab es in der 30. Minute: Dabei wurde Benjamin Förster nach einer Ecke im Zweikampf von Sebastian Heidinger zu Fall gebracht. Die Verantwortung für den Strafstoß übernahm Christian Skoda, dessen Schuss jedoch von Wacker-Keeper Jan Glinker pariert wurde. 100 Sekunden später ertönte zum dritten Mal der Pfiff des Referees. Es gab erneut Strafstoß für Nordhausen: Diesmal war Cihan Ucar von Igil Cami ausgebremst worden. Müller legte sich die Kugel erneut zurecht und entschied sich diesmal für die rechte Seite. Mit dem 2:0 ging es in die Kabine.

N'zi belebt vergeblich - Heidinger trifft Latte

Nach dem Wechsel bemühte sich die VSG um den Anschlusstreffer. Für frischen Wind im Angriffsspiel sorgte Johan N’zi, der zur Pause eingewechselt wurde. In der 54. Minute hatte er eine der wenigen Chancen - sein Flachschuss aus 18 Meter ging jedoch knapp links vorbei. In der Folge wurde die Partie immer wieder durch zahlreiche Fouls unterbrochen. Erst gegen Ende gab es nochmals einige gute Szenen. Eine scharfe Eingabe von Tony Schmidt vor das Wacker-Tor fand in der 84. Minute jedoch keine Abnehmer. Auf der Gegenseite traf Heidinger nur noch die Querlatte - zudem scheiterte Carsten Kammlott in der Nachspielzeit zwei Mal an VSG-Schlussmann Dan Twardzik.

Doppel-Torschütze Felix Müller nach dem Spiel:

"Wir haben einen großen Kader mit sehr viel Qualität, da wird viel rotiert. Jetzt habe ich endlich meine Chance bekommen, hatte lange darauf gewartet und freue mich, dass es mit zwei Toren geklappt hat. Als Verteidiger ist es nicht unbedingt mein Ding, die Tore zu schießen. Ich freue mich natürlich, dass es ein Doppelpack geworden ist. Mein Aufgabenbereich ist hinten, wir haben zu Null gespielt und das Spiel gewonnen. Ich denke, das ist ein tolles Erlebnis heute für die Mannschaft. Wir wollten nach dem Debakel in Lichtenberg die zwei Spiele (Anm. d. Red., gegen Halberstadt (3:2) und Altglienicke) gewinnen, um ein bisschen Ruhe reinzubringen und natürlich auch vorn dran zu bleiben."

lta

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. September 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. September 2019, 19:58 Uhr

3 Kommentare

NBS vor 2 Wochen

@ Loko 66: Knapp 750 Zuschauer zu einem Heimspiel ohne Gästefans sind für diese Liga ganz passabel. Also regen Sie sich ab und suchen Sie sich was Neues, worüber Sie schimpfen können.

Der Sieg geht völlig in Ordnung. Altglienicke wirkte heute sehr limitiert. Das nächste Spiel wird entscheiden in welche Richtung es geht. Ein Sieg bei der jungen Hertha wäre güldenes Wasser auf die Mühlen der Loko`s!

Strafrechts-Profit-eur vor 2 Wochen

Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass NDH gegen diese Hertha gewinnt.

Loko 66 vor 2 Wochen

Freut mich für die 738 Zuschauer aber selbst Meuselwitz hatte 1000 Fans mehr

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