Fußball | Regionalliga Lok Leipzig holt glücklichen Punkt in Babelsberg

15. Spieltag

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge musste der 1. FC Lok Leipzig über das 1:1-Remis beim SV Babelsberg sehr glücklich sein. Denn vor allem in der zweiten Halbzeit rochen die starken Gastgeber mehrfach am Siegtreffer. Doch die Latte und Keeper Jan Ole Sievers retteten dem Civa-Team den Punkt.

Babelsberg - Lok Leipzig 1 min
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MDR aktuell 21:45 Uhr Fr 22.10.2021 21:45Uhr 00:45 min

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Frahn rotzfrech - Eglseder gleicht aus

Zum ersten Mal kehrte Almedin Civa in sein früheres Wohnzimmer zurück. Mit dem 1. FC Lok Leipzig wollte er aber an den Sv Babelsberg keine Geschenke verteilen. Die Partie auf dem durchgeweichten Rasen, bis kurz vor dem Start hatte es mächtig geschüttet, startete leicht verspätet, weil einige Gästefans versuchten, durch ein offenes Tor auf das Spielfeld zu gelangen. Dann ging es los und richtig zur Sache. Die ersten 20 Minuten gehörten den früh störenden Babelsbergern. Chancen gab es aber keine, bis Mehmedovic den Babelsberger Müller am Bein traf. Daniel Frahn versenkte den Elfmeter frech mit einem Lupfer in die Mitte des Tores. Danach wurde Lok stärker, die beste Chance vergab Djamal Ziane (39.), der an Keeper Jannick Theißen scheiterte. Kurz vor der Pause zwei wichtige Szenen. Zunächst vergab Babelsberg nach einer Ecke das sichere 2:0, als zunächst Frahn scheiterte, dann Sven Reimann den Abpraller aus vier Metern nicht unterbrachte. Dann in der 45. Minute ein toller Querpass auf der anderen Seite von Ziane auf Mike Eglseder, der im zweiten Versuch den Ball zum 1:1 versenkte.

Bogdan Rangelov und Paul Wegener
Bogdan Rangelov und Paul Wegener (v.l.) Bildrechte: Matthias Koch

Lok wankt nach dem Wechsel

Doch der Ausgleich beflügelte nicht die Gäste, Babelsberg bestimmt nach dem Wechsel deutlich das Spiel. Und hatte Pech, als Frank Zille aus 16 Metern nur die Latte traf. Beim anschließenden Eckball musste der starke Leipziger Keeper Jan Ole Sievers nach einem Kopfball eingreifen. Leipzig fand nun offensiv nicht mehr statt, immer wieder stand Sievers im Mittelpunkt. Beim Knaller von David Danko aus 30 Metern in der 73. Minute zischte der Ball Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Einziges Manko der Gastgeber blieb, dass ei ihre sehr guten Chancen nicht konsequent nutzten. So blieb Lok am Leben. Und Ziane hätte in der 81. Minute das Spiel auf den Kopf stellen können, köpfte aber nach einer Nattermann-Flanke freistehend vorbei.

Stimmen zum Spiel:

Jörg Buder (Trainer SV Babelsberg): "Wir waren in der zweiten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, haben nichts zugelassen. Hatten die besseren Chancen. Die erste war noch ausgeglichen. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir hier zwei Punkte liegen gelassen, Lok fährt mit einem glücklichen Punkt nach Hause. Ich bin mit dem Spiel zufrieden, wir müssen aber ein zweites Tor machen."

Daniel Frahn (Spieler SVB): "Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, müssen uns aber auch mal belohnen. Lok hätte sich nicht beschweren können, wenn wir als Sieger vom Platz gegangen wären. Lok ist schon ein Kaliber in dieser Liga und die werden auch auf Dauer da oben mitspielen. Aber heute ist es noch ärgerlich, morgen können wir drüber hinwegsehen und freuen uns auf die nächste spannende Aufgabe."

Almeidin Civa (Trainer 1. FC Lok Leipzig): "Ich denke, dass die erste Halbzeit insgesamt ausgeglichen war. In der zweite Halbzeit haben wir aber zwischen der 60. Minute bis zur 80. Babelsberg eingeladen. Da haben wir die Bälle nicht gut rausgespielt, da haben sie uns unter Druck gesetzt. Da hätte Babelsberg das Tor machen müssen. Ich denke, es ist so okay. Diese 20 Minuten hatten wir aber Glück, weil wir nur verteidigt haben. Heute war viel gutes, aber auch eine Menge, de wir hätten besser machen können. Wenn man hier die Menschen sieht, die mittlerweile Freunde sind. Nach dem Spiel waren Ex-Spieler dabei, das macht Spaß. Ich mag diesen Verein, liebe die Leute hier."

Almedin Civa 4 min
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Daniel Frahn 2 min
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Videos aus der Regionalliga

Spieler von Cottbus trifft per Kopfball ins Tor.
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Spieler von Meuselwitz führt den Elfmeter Strafstoß aus.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

16 Kommentare

Babelszwerg vor 6 Wochen

Nur ein Satz zu Hannchen. Ob ihr der größte Verein der Welt seit kein Problem. Aber die besten Fans da fehlt mir die Phantasie. Ich war im Karli und kann mich nur der Meinung von Alme anschließen.

Erich B. vor 6 Wochen

Mal zurück zur Sache:
Mir ist schon lange aufgefallen, dass Lok in Freitagabend-Spielen auswärts meist wenig zu bestellen hatte. (Was bei Amateuren verständlich scheint, bei Profis hingegen Fragen aufwirft.) Überdies war in Babelsberg bisher für Lok nie was zu holen. Der Spielverlauf entsprach auch diesmal wieder genau diesen Traditionen, nur das Ergebnis nicht. Lok hat den Punkt geholt und kann damit zufrieden sein.

Lok vor 6 Wochen

megaboss, mir ist es doch egal, wie wenig oder wie viel Du schreibst. Ich bin mir sicher, dass wir Dich in „unseren“ Kommentarspalten auch in Zukunft noch oft genug lesen werden. Allerdings ist es doch keine Prioritätsfrage, einfach mal zu verstehen, dass zum Beispiel Nutzer Hannchen zu Lok steht wie Du zu RWE.