Fußball | Regionalliga ZFC Meuselwitz spaziert zum Klassenerhalt

37. Spieltag

Viel entspannter als gedacht hat der ZFC Meuselwitz die Auswärtshürde Tasmania Berlin übersprungen. Beim harmlosen Auf- und Absteiger gelang der sonst so knauserigen Offensive sogar ein halbes Dutzend an Toren.

Spieler vom Meuselwitz am Ball. 4 min
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Es war ein Spaziergang für den ZFC Meuselwitz, der endgültig den Klassenerhalt besiegelte. Beim abgeschlagenen Schlusslicht Tasmania Berlin holten sich die Ostthüringer locker drei Punkte und erzielten beim 6:0 (3:0) auch unglaublich viele Tore.

Schrecksekunde und drei feine Tore

Tasmania trat mit dem buchstäblich letzten Aufgebot zum letzten Heimspiel in der Regionalliga an. Ein einziger Wechselspieler saß auf der Bank, wollte man dem Aufstellungsbogen glauben. Am Ende stellte sich raus, es waren zwei. Der ZFC hatte immerhin vier. Und hatte in der vierten Minute Glück, als Kilian Senkbeil im Strafraum Thomas Brechler am Arm hielt, die Pfeife des Schiedsrichters aber zum Glück stumm blieb. Nach 13 Minuten entspannten sich dann die Gesichter bei den Gästen. Nach einer Ecke von der rechten Seite drückte Ben Luca Moritz den Ball mit dem Knie oder Oberschenkel in die Maschen.

Nur drei Minuten später das zweite Tor des ZFC. Max Kulke marschierte auf rechts davon und fand in der Mitte Amer Kadric, der ins lange Eck vollendete. Damit war der Restwiderstand der Gastgeber bereits gebrochen. Und die Meuselwitzer durften sich nach einer halben Stunde über Tor Nummer drei freuen. Nils Miatke bediente diesmal von links den heranbrausenden Andy Trübenbach, der aus fünf Metern vollendete. Weitere Treffer waren möglich, doch Johan Martynets versagten in der 43. Minute freistehend die Nerven. Eine Kopfball-Chance hatte Tasmania zuvor auch, Nigel Bier verzog.

Tasmania - Meuselwitz
Das 0:1 durch Ben Luca Moritz Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Drei Tore und entspannter Sommerfußball

Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen, da hatte Martynets auch sein Tor erzielt. Diesmal veredelte er eine Kadric-Vorarbeit und haute den Ball mit Wucht aus 14 Metern in die Maschen. Danach drohte Tasmania, die in der Abwehr teilweise den Überblick verloren, ein richtiges Debakel. Aber Meuselwitz schaltete ein, zwei Gänge zurück und brachte frische Leute. Das Spiel plätscherte dahin, Jegor Jagupov (74.) ließ noch einen Riesen aus. In der 87. Minute legte Jagupov dann uneigennützig quer, Martyntes traf das leere Tor. Und mit dem Schlusspfiff durfte er noch einmal, als er von Keeper Kovac angeschossen wurde und ins leere Tor vollendete.

Stimmen zum Spiel

David Bergner (Trainer Meuselwitz): "Es war eine Anspannung da. Wir haben darauf hingewiesen, das im Fußball alles passieren kann. Jetzt fällt alles ab. Wir haben in 14 Tagen noch eine große Aufgabe, Thüringenpokal gegen Jena. Jetzt wird es aber sicher zwei Tage frei geben."  

Felix Müller: "Wir hatten ein wenig Druck durch die letzten Ergebnisse. Wir haben das mit Bravour gemacht. Heute können wir feiern, wir haben aber noch ein wichtiges Spiel vor uns."

Felix Müller 1 min
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rei

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2022 | 16:00 Uhr

1 Kommentar

Fan Achim vor 8 Wochen

Es ist vollbracht!

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