Fußball | Regionalliga Erfolg bei TeBe: Chemie Leipzig beendet Sieglos-Serie

14. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat die Berliner Luft genutzt und nach fast zwei Monaten wieder einen Sieg in der Fußball-Regionalliga gefeiert. Bei Tennis Borussia war die Jagatic-Elf vor allem vor der Pause überlegen.

Stefan Karau (Chemie Leipzig, v.l.), Manuel Wajer (Chemie Leipzig) jubeln nach dem Tor zum 0:1.
Stefan Karau jubelt über das 1:0 Bildrechte: IMAGO / Matthias Koch

Die BSG Chemie Leipzig kann doch noch gewinnen. Nach sechs Partien ohne Sieg in der Fußball-Regionalliga setzte sich das Team von Miroslav Jagatic am Sonntag mit 1:0 bei Tennis Borussia Berlin durch. Den bis dahin letzten Erfolg hatte es ebenfalls in Berlin-Charlottenburg gegeben. Am 22. August bei Hertha BSC II (1:0).

Pfosten und Führung

Im Mommsenstadion war Chemie von Beginn an Herr im Haus. Immer wieder ging es nach vorne. TeBe, das in der fünften englischen Wochen in Folge ohne die Routiniers Rico Gladrow und Sebastian Huke antrat, tat offensiv kaum einmal in Erscheinung. BSG-Einmann-Sturm Florian Kirstein hatte nach einem langen Ball am kurzen Pfosten die Führung auf dem Fuß, aber er verzog (12.). Nach einer halben Stunde nahm Chemie noch mehr Fahrt auf: Kapitän Stefan Karau knallte einen Drehschuss drüber (30.), Kirstein den nächsten Drehschuss an den linken Pfosten (35.). Eine Minute später war es dann so weit: Eine Rechtsflanke von Florian Brügmann köpfte Karau aus Nahdistanz ein.

Stefan Karau erzielt ein Tor gegen Karl Albers und Aleksandar Bilbija
Stefan Karau (re.) köpft am langen Pfosten ein. Bildrechte: IMAGO / Matthias Koch
Stefan Karau 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Stefan Karau 1 min
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Fällt noch "einer vom Laster"?

Mit zwei Neuen agierte TeBe nach der Pause deutlich offensiver. Die Durchschlagskraft ging den Berlinern aber weiterhin ab. Bei den Flanken entstanden nicht mehr als Halbchancen. Und so musste Chemie vor allem darauf hoffen, dass nicht "einer vom Laster fällt". Weil man selbst gute Konter verspielte, wurden bis in die Nachspielzeit angesichts des knappen Vorsprungs Erinnerungen an die späten Treffer zuletzt gegen Jena und Auerbach wach. Aber nach 4:35 Minuten Nachspielzeit hatten die Leutzscher dann den Bann gebrochen.

Spieler der BSG Chemie Leipzig spielt den Ball in Richtung Tor. 8 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Spieler der BSG Chemie Leipzig spielt den Ball in Richtung Tor. 8 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das sagten die Trainer

Miroslav Jagatic (Chemie): "Ich weiß gar nicht, wie viele Torchancen wir in der ersten Halbzeit kreiert hatten - und das schwerste machen wir dann. TeBe hat da gar nicht stattgefunden. Ich wusste aber, dass sie dann noch ein paar Ideen im Kopf haben würden. Wir haben dann noch eine große Chance liegen gelassen. So wurde es dann noch spannend in der zweiten Halbzeit. Da hatten wir das Auerbach-Spiel im Hinterkopf. Aber wichtig sind die drei Punkte."

Miroslav Jagatic (Trainer Chemie Leipzig) im Interview. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Markus Zschiesche (TeBe): "Wir haben heute einmal versucht, den Gegner kommen zu lassen. Das hat auch ganz gut funktioniert. Es war klar, dass es heute nicht viele Torchancen geben würde. Wir wussten, dass sie Beton anrühren. Das ist das Spiel von Chemie. Und wenn sie dann noch in Führung gehen. Aber das war eine Situation, wo wir nicht wach waren. Ich nenne das Kinderfußball, dass wir da zwei Mann unbewacht lassen. Das ist Fußballintelligenz. Da sind wir nicht da gewesen, und dann machen sie das 0:1."

cke

Videos aus der Regionalliga

Spieler von Cottbus trifft per Kopfball ins Tor.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Spieler von Meuselwitz führt den Elfmeter Strafstoß aus.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. Oktober 2021 | 15:30 Uhr

6 Kommentare

Gerechter vor 7 Wochen

Das war gar nichts. So haben wir es nächstes Jahr schwer in der Oberliga zu bestehen. Lieber jetzt vom Jagscher trennen und in Ruhe einen Neuanfang beginnen.

Nordsachse vor 7 Wochen

Das war Not gegen Elend, viel Kampf und Krampf, aber schlussendlich verdient. Nur Sportfreund Boltze sollte sich über seine Zukunft Gedanken machen. Bei seinen akrobatischen Übungen auf dem Rasen und den Fallkünsten, sollte er eventuell in die Sektion Bodenturnen wechseln. Denn es scheint auch schon Mitspieler zu geben, die diesem Talent nacheifern.

Gustav vor 7 Wochen

Ein hochverdienter Sieg von Chemie! Die Aggressivität ist zurück und die 1.HZ wurde auch nicht verschlafen. Auch die Akustik im Mommsenstadion war schön.

GWG Gustav