Fußball | Regionalliga Trotz Spannung in der Nachspielzeit - Chemnitz gewinnt bei TeBe

20. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat bei Tennis Borussia Berlin den dritten Sieg in Folge eingefahren, machte es in der Nachspielzeit aber noch einmal unnötig spannend. Am Ende waren die drei Punkte dank einer starken ersten Hälfte aber hochverdient.

Kopfballtor für den Chemnitzer FC. 8 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wilde Anfangsphase im Mommsenstadion - Irrer Caciel-Alutreffer und zwei Tore

Der Chemnitzer FC übernahm im Duell der Tabellennachbarn sofort die Initiative, ging hochkonzentriert zu Werke und erarbeitete sich Chancen. Die allerbeste gab es bereits in der neunten Minute, doch drin war die Kugel nicht. Was war passiert? Benjika Caciel eroberte den Ball, umkurvte auch noch den herausgeeilten TeBe-Keeper Karl Albers und hatte nur noch das verwaiste Tor vor sich. Das schien zu einfach. Der 20-Jährige kam ins Nachdenken und knallte die Kugel an den linken Pfosten. Unglaublich, in dem Moment war der Chemnitzer Rechtsaußen wohl der unglücklichste Spieler auf dem Platz, aber er machte seinen Fehler wieder wett.

Denn beim 1:0 des CFC in der zwölften Minute war Caciel sozusagen der Vor-Vorlagengeber. Sein Zuspiel nahm Lukas Aigner auf, dessen Flanke erwischte Kevin Freiberger, der die Kugel per Aufsetzer mit dem Kopf in die Maschen drückte. Chemnitz hatte richtig Spaß am Spiel und setzte in der 25. Minute das 2:0 nach. Diesmal stieg Tim Campulka nach einem Schimmel-Eckstoß am höchsten und nickte ein. Mit dem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Chemnitz' Kevin Freiberger erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torwart Karl Albers
Kevin Freiberger köpft zum 1:0 ein. Bildrechte: Matthias Koch

Berliner Anschlusstreffer in der Nachspielzeit

Nach dem Wechsel hatte die Partie nicht mehr das gute Niveau des ersten Durchgangs. Was auch dem Boden geschuldet war, der immer tiefer wurde. Dennoch, die Sachsen hatten weiterhin alles im Griff, obwohl es in der 54. Minute eng wurde. Tennis Borussia schnupperte am Anschluss. Erst scheiterten Rico Gladrow und Sebastian Huke, beide Versuche wurden abgeblockt. Im Anschluss touchierte der Schuss von Fabrice Montcheu die Lattenoberkante des CFC-Gehäuses.

TeBe - CFC 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
TeBe - CFC 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das war aber auch der einzige Aufreger im zweiten Abschnitt, was sollte den Gästen noch passieren? Die "Neongrünen" schienen den Vorsprung locker und flockig über die Zeit zu bringen. Schiedsrichter Tim Kohnert gab fünf Minuten obendrauf, und plötzlich wurde es in der Nachspielzeit noch einmal spannend. CFC-Mittelfeldspieler Tobias Müller verdattelte den Ball, Will Siakam legte zu Benyas Solomon Junge-Abiol und der Stürmer bugsierte die Kugel an Chemnitz-Schlussmann Jakub Jakubov vorbei zum 1:2 ins Netz. Das war’s dann aber auch, Chemnitz konnte jubeln.

jmd

Videos aus der Regionalliga

Almedin Civa, Trainer FC Lokomotive Leipzig, im Interview.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Spieler des HFC am Ball, zieht ab und triftt zum Ausgleich.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Andreas Patz, Trainer FC Carl-Zeiss Jena. im Interview.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (188)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 05. Dezember 2021 | 15:30 Uhr

4 Kommentare

der Ruhlsdorfer vor 6 Wochen

Schon äußerst erstaunlich, diese Leistungssteigerung der Mannschaft in den letzten Spielen. Und Respekt für diesen Sieg bei TeBe. Gab es vor dem Auerbachspiel nicht doch mal ne Ansage von Arnold an Berlinski?! Die Mannschaft wirkt geschlossener, abgeklärter und irgendwie gefertigten. Wenn es gelingt, diese Flüchtigkeitsfehler abzustellen, kann es ne tolle Rückrunde für uns werden. Man mag garnicht weiter denken, wenn diese Leistung schon am Anfang der Saison präsent gewesen wäre.
Viel Erfolg gegen Babelsberg und dann wird man weiter sehen.
NUR DER CFC.

Matze91 vor 6 Wochen

Eigentlich kann man zufrieden sein bis auf den Gegentreffer naja auf Grund eines eigenen Fehlers...aber ich frag mich warum hier der Schiedsrichter 5 Minuten Nachspielzeit gibt...2 bis 3 Minuten ok hätte ich akzeptiert aber definitiv keine 5 Minuten.
Schade das der Schiedsrichter so bissel eigenartig gepfiffen hat...mal wegen Kleinigkeiten dann mal gar nicht obwohl es ein eindeutiges Foul vorlag ... naja 3 Punkte und damit können wir zufrieden sein.

Rockson da Silva vor 6 Wochen

Schön wieder die nächsten 3 Punkte eingefahren. Auch wenn man die letzten 3 Spiele nicht überbewerten sollte. Dennoch darf man positiv gestimmt ins Spiel gegen Babelsberg gehen.