Fußball | Regionalliga Nordost Carl Zeiss Jena noch nicht in Form

2. Spieltag

Carl Zeiss Jena wartet in der Regionalliga weiter auf den ersten Sieg. Die Mannschaft von Trainer Dirk Kunert gab bei Union Fürstenwalde erneut eine Führung aus der Hand.

Jena 2 min
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

MDR aktuell 21:45 Uhr Mi 26.08.2020 21:45Uhr 02:11 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Carl Zeiss Jena wartet in der Regionalliga weiter auf den ersten Sieg. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Dirk Kunert, der auf insgesamt neun Spieler verzichten musste, gab bei Union Fürstenwalde erneut eine Führung aus der Hand und verlor mit 1:3 (1:2).

Oesterhelweg bringt Jena in Führung

Vor 704 Zuschauern waren die Gäste aus Jena zunächst gefährlicher, Kevin Wolf (8.) und Maximilian Rohr (11.) scheiterten jeweils am Pfosten. Dann schloss Maximilian Oesterhelweg, der schon zum Saisonauftakt gegen Babelsberg sowie im Landespokalfinale gegen Martinroda getroffen hatte, einen Konter über Justin Schau und Wolf zum 0:1 ab (20.).

Doch die Fürstenwalder, die schon bis dahin ganz ordentlich im Spiel waren, drückten nun noch mehr aufs Tempo und kamen prompt zum Ausgleich: Joshua Putze überraschte Jena-Torwart Lukas Sedlak mit einem direkt ausgeführten Freistoß aus dem Halbfeld und traf zum 1:1 (26.). Die Thüringer waren nun etwas von der Rolle, während Fürstenwalde nachsetzte und durch Arlind Shoshi kurz vor der Pause sogar die 2:1-Führung erzielte (41.).

Arlind Shoshi (Nr. 9, Union Fürstenwalde) erzielt das Tor zum 2:1 gegen Torwart Lukas Sedlak (FC Carl Zeiss Jena)
Arlind Shoshi erzielt das Tor zum 2:1 gegen Torwart Lukas Sedlak. Bildrechte: Matthias Koch

Stagge entscheidet Spiel für Fürstenwalde

Nach dem Seitenwechsel war wieder Jena am Drücker und verzeichnete einige Distanzschüsse, vor allem durch Oesterhelweg - bei vorherrschendem Regen und Wind sicher eine gute Wahl. Doch die Fürstenwalder überstanden diese Druckphase und setzten dann ihrerseits zu Kontern an. Nach einigen Fehlversuchen wuchtete der eingewechselte Lukas Stagge den Ball zum vorentscheidenden 3:1 ins Netz (75.).

Jena konnte auf den Zwei-Tore-Rückstand nicht mehr reagieren, warf zwar in der Schlussphase alles nach vorn, doch kam nicht mehr entscheidend durch. Fürstenwalde belohnte sich schließlich für einen kampfstarken und taktisch klugen Auftritt.

 v. l. Joshua Putze (Union Fürstenwalde), Maximilian Rohr (FC Carl Zeiss Jena), Johann Weiß (Union Fürstenwalde)
Duell zwischen v. l. Joshua Putze (Union), Maximilian Rohr (Jena), Johann Weiß (Union) Bildrechte: Matthias Koch

Stimmen zum Spiel:

Dirk Kunert (Trainer Jena): "Die Situation ist sehr angespannt mit sehr vielen Verletzten. Wir müssen gucken, dass wir durch die englischen Wochen kommen. Es ist enttäuschend, aber wir müssen den Kopf hoch nehmen und weitermachen. Irgendwann werden wie Jungs zurückkommen. Wir werden noch ein, zwei Jungs holen und dann geht es weiter."

Maximilian Oesterhelweg (Torschütze Jena): "Ich glaube, wir haben den Faden verloren, haben nicht mehr so guten Fußball gespielt. Immer dann, wenn wir sauber nach vorn gespielt haben, kamen wir zu Chancen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit nicht mehr gelungen."

---
mze

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGENJOURNAL | 26. August 2020 | 19:00 Uhr

10 Kommentare

NR EINS vor 9 Wochen

Mann, Mann,Mann, erst gegen Babelsberg so eine überhebliche Vorstellung und jetzt so eine Vorstellung in Fürstenwalde...ein Glück das die BILD Zeitung den 8:2 Sieg gegen Martinroda im Pokal so gelobt hat, ach ja, gegen Fürstenwalde hat ja nur der Rest gespielt...mein Beileid den knapp 100 mitgereisten Fans

Wolfus vor 9 Wochen

„Unfassbar“ hat recht,es werden immer die gleichen Fehler beim FCC gemacht,
wieder keine richtige Abwehr verpflichtet,der Ecki gehört schon lange nicht mehr in die erste Mannschaft denn seine Leistung reicht vielleicht gerade noch für die Oberliga und der Tobias Werner ist auch von der menschlichen Seite kein Sportdirektor(er ist ein guter Junge),da muss man Durchsetzungsvermögen mitbringen.....hier hat der Herr Förster wieder einen genialen Schachzug gemacht,denn er hat einen lieben Jungen vor der Kamera und Förster zieht im Hintergrund seine Fäden und natürlich auch Neuverpflichtungen....den Kopf muß T.Werner hinhalten....
In Jena werden wir für viele Jahre keinen Profifußball mehr sehen.....eben weil beim FCC keine Profis die Geschäfte leiten,es wird einfach nichts aus den ständig gemachten Fehlern gelernt ,sondern immer so weitergemacht als wäre alles in bester Ordnung...
Ein Torsten Ziegner hat genau gewusst warum er nicht als Trainer zum FCC geht...er kennt Förster und Co...

Steffen-Das Original vor 9 Wochen

Aber Fürstenwalde sind auch keine Hobbyfussballer wie Martinroda. Die waren schon letztes Jahr gut unterwegs in der Regionalliga. Unser Problem ist, daß wir zur Zeit nur eine halbe Mannschaft haben. Fürstenwalde konnte wechseln und auch das war ausschlaggebend für den Erfolg.