Fußball | Regionalliga Auerbach verabschiedet sich mit Niederlage gegen den Chemnitzer FC

37. Spieltag

In seinem letzten Regionalliga-Heimspiel der Saison hat der VfB Auerbach in der Arena zur Vogtlandweide eine Niederlage kassiert. Die Vogtländer, die sich nach zehn Jahren in der vierthöchsten Spielklasse Richtung Oberliga verabschieden, unterlagen dem Chemnitzer FC am Sonntag (08.05.2022) mit 1:4 (1:3). Beim mitgereisten CFC-Anhang war die Freude groß, zumal durch das 55. Jubiläum des DDR-Meistertitels von Karl-Marx-Stadt viele Fans nach Auerbach gereist waren.

Spieler des Chemnitzer FC am Ball. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Verrückte Anfangsphase bei VfB gegen CFC

Der auf zwei Positionen veränderte CFC brauchte nicht lange, um sich für seine Offensivbemühungen zu belohnen. Nach einem perfekten Pass von Kapitän Tobias Müller markierte der neu in Spiel gekommene Kilian Pagliuca von halblinks das 1:0 (6.). VfB-Toptorjäger Marc-Philipp Zimmermann gelang aber nach einem Zuspiel von Aleksandrs Guzlajevs prompt der Ausgleich (8.). Dieser währte aber nur kurz, da die "Himmelblauen" nach einem verlängerten Einwurf durch Kevin Freiberger erneut in Führung gingen (11.). Den schönsten Treffer markierte aber Felix Brügmann: Nachdem er zunächst an Stefan Schmidt gescheitert war, setzte er erfolgreich zu einem Fallrückzieher an (35.). Da musste er lächeln und ballte feiernd die linke Faust.  

VfB Auerbach - Chemnitzer FC
Bildrechte: Marcus Schädlich

Freiberger trifft – CFC-Fans lautstark

Nach der Pause scheiterte Okan Kurt bei seinem Rechtsschuss an VfB-Schlussmann Schmidt. Besser machte es CFC-Toptorjäger Freiberger, der nach dem Pass des eingewechselten Stanley Keller aber beim 4:1 auch viel Platz hatte (74.). Ansonsten fiel vor allem der Anhang der "Himmelblauen" auf, der seine Mannschaft lautstark unterstützte und schon dem Finale im Sachsenpokal entgegenfieberte. Es waren aber auch "Wismut verrecke"-Rufe zu hören. Die Chemnitzer, die sich in der Tabelle an Lok Leipzig vorbeischoben, empfangen nächste Woche Tasmania Berlin. Auerbach reist zu seinem vorerst letzten Regionalliga-Spiel zu Tennis Borussia.

Chemnitzer Spieler bedanken sich nach Spielende bei den Fans
CFC-Spieler bedanken sich bei den Fans Bildrechte: IMAGO/foto2press

Auerbachs Trainer Sven Köhler sagte nach der Partie: "Die Mannschaft hat bis zum 4:1 ein recht ordentliches Spiel gemacht. Die Zuschauer können es schon nicht mehr hören, aber wir machen es den Mannschaften zu leicht, Tore zu schießen. Wir haben Aktionen nach vorn gehabt. Wir haben versucht, uns anständig zu verabschieden, aber das ist uns nicht gelungen."

Spieler des VfB Auerbach nach Niederlage gegen den CFC
Bildrechte: IMAGO/foto2press

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mkö

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Ein Trainer regt sich auf
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2022 | 16:00 Uhr

10 Kommentare

GEWY vor 14 Wochen

@nudoo wir sind gar nicht empfindlich in unserer "kleinen" Großstadt, Übrigens die drittgrößte in den NBL nach DD und L (außer Berlin) und fühlen uns hier mit unseren CFC sehr wohl. Nebenbei darf ich nachdem hier schon einiges zu Ihren Käse den Sie erzählen, gerade gerückt wurde, bemerken dass der CFC so ganz nebenbei noch ein Leistungszentrum finanziert, in dem 13 Nachwuchsmannschaften teilweise bis in die jeweils höchsten Ligen spielen. Allein das soll wo bis zu 800 000€ pro Jahr zu Buche schlagen. Wer hat das in der Regionalliga noch?


rheumakay vor 14 Wochen

Empfindlich... wir haben nur den Unsinn korrigiert, den du hier verbreitest. Im übrigen bemüht sich Frau Polster um städtische Unterstützung, die seitens der Stadt zugesagt, aber bislang nicht im zugesagten Umfang erbracht wurde. Sponsoren werden höchstens um Unterstützung gebeten, diese wird nicht eingefordert. Das ist bei allen Vereinen so, und bei allen Vereinen haben Sponsoren durch Corona und Sanktionen eigene Schwierigkeiten. Voll ist die Kasse aber nicht, da hast du recht. Nenne mir einen Verein in der RL, bei dem das anders ist.

Ich finde es schwierig, Vereine zu vergleichen, die völlig unterschiedlich strukturiert sind. Auf Ausgaben- und Einnahmeseite sind Faktoren wie Stadionmiete, Spieltagskosten, Zuschauereinnahmen, Merch-Einnahmen, Gehälter für Spieler und Angestellte extrem unterschiedlich. Die Regionalliga ist die einzige Liga, in der sowohl Amateur- als auch Profivereine spielen. Corona hat alle Vereine heftig erwischt.

nudoo vor 14 Wochen

Ihr seid aber empfindlich in eurer kleinen Großstadt. Und wer als ziemlich kleiner Profiverein 500.000 Euro Verlust in einem Jahr macht und deswegen die Frau Polster wieder zusätzl. Geld von Stadt und Sponsoren fordert, dann ist die Kasse scheinbar ziemlich leer.

Euch hat es mit Corona sicher halb so schlimm erwischt, wie die Amateurvereine der Regionalliga.

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