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Fußball | RegionalligaNiederlage im Abstiegskampf: VfB Auerbach chancenlos gegen Tennis Borussia Berlin19. Spieltag

Stand: 28. November 2021, 15:48 Uhr

Der VfB Auerbach ist nach der Hinrunde der Regionalliga Nordost Tabellen-Schlusslicht. Gegen Tennis Borussia kassierten die Vogtländer eine auch in dieser Höhe verdiente 0:4-Heimpleite und offenbarten vor allem in der Defensiv eklatante Schwächen.

Auf dem schneebedeckten Rasen der VfB-Arena zur Vogtlandweide bot nur eine Mannschaft sehenswerten Fußball. Nachdem sich Auerbach und TeBe in den ersten Minuten noch langsam mit hohen Bällen an das Spiel auf dem rutschigen Boden herantasteten, wurde schnell klar, dass die in weiß-lila spielenden Gäste die tonangebende Mannschaft sein würden.

Frühe TeBe-Führung durch Innenverteidiger Montcheu

Nach einer Ecke von Rico Gladrow, die Auerbach zuerst noch mit Mühe klären konnte, servierte Tahsin Cakmak den Ball ein zweites Mal. In der Mitte verwandelte der aufgerückte Innenverteidiger Fabrice Montcheu in der zehnten Minute zum 0:1. Damit war die Richtung für das Spiel vorgegeben. Zwar mühte sich Auerbach im weiteren Verlauf der ersten Hälfte, TeBe in Bedrängnis zu bringen. Die Kombinationen der Gastgeber endeten aber zumeist spätestens 30 Meter vor dem gegnerischen Tor an einem Abwehrbein der Borussen. Die beste Chance vergab Michail Fragkos, der aus zentraler Position erst einen Verteidiger und dann den Berliner Torwart Karl Albers anschoss.

Auerbach hoffnungslos unterlegen

Nach der Pause spielten weiter nur die Berliner. Angetrieben von Mittelfeldregisseur Rico Gladrow spielte sich TeBe trotz des schlechten Geläufs immer wieder vor Auerbachs Tor. Obwohl Auerbachs Trainer Köhler mit fünf Verteidigern spielen ließ, wirkten die Vogtländer alles andere als sattelfest. Das rächte sich in der 59. Minute als Gladrow aus dem Halbfeld einen hohen Pass auf Benyas Junge-Abiol schlug, der am zweiten Pfosten sträflich freistand. Er legte ab auf Montcheu, der in der 59. Minute auf 0:2 erhöhte. Erst jetzt schienen die Auerbacher zu realisieren, dass sie sich am Spiel beteiligen müssen, um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Nach der Einwechslung von Lucas Seidel spielten die Sachsen deutlich offensiver.

Doch die Nutznießer der immer offeneren Deckung waren die Gäste. Nach einem Konter traf Youssef Sakran in der 67. Minute zum 0:3. Den Endstand erzielte der eingewechselte Will Anderson Siakam in der 79. Minute.

Stimmen zum Spiel:

Markus Zschiesche (Berlin): "Die Jungs sind gut drauf, verinnerlichen immer mehr, was wir spielen wollen. Ich bin stolz auf die Jungs. Der Platz war nicht einfach. Wir haben heute etwas mehr Gier gehabt und haben auch eine komfortable Situation. Auerbach kämpft aber, hat Leidenschaft. Wir haben es aber gut gemacht. Die Hinrunde war überragend. Mit unseren Möglichkeiten. Wir sind immer mehr reingekommen."

Volkhardt Kramer (Manager VfB Auerbach): "Wir haben uns nicht klug verhalten, es gab eklatante Stellungsfehler. Es sind viele Fehler, diese Stellungsfehler sind schwer erklärbar. Ich hätte mir gewünscht, dass man den ein oder anderen Meter mehr läuft, die Zweikämpfe intensiver führt. Man hat nicht das Zutrauen in die eigenen Möglichkeiten."

Sven Köhler (Auerbach): "Ich kreide uns an, dass wir nach Jena – wo wir ordentlich spielten – wieder die ersten Tore nach Standards bekamen. Ich kann verstehen, dass wir offensiv kein Feuerwerk abbrennen. Das ist auch Kopfsache. Ich hätte mir mehr Mumm gewünscht, auch beim Kampf um den zweiten Ball. Ich fordere oft ein, dass die Jungs miteinander reden. Du kannst die Spieler aber nicht dazu prügeln, du brauchst zwei, drei Typen, die das umsetzen."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. November 2021 | 15:45 Uhr

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