Fußball | Regionalliga Nordhausen siegt im Harz-Derby

11. Spieltag

Am elften Spieltag der Fußball-Regionalliga hat sich Wacker Nordhausen im Harz-Derby gegen Germania Halberstadt mit 1:0 (0:0) durchgesetzt und bleibt damit weiter ungeschlagen. Für Halberstadt ist es die erste Pleite nach zuvor drei Siegen.

 Tor zum 1:1 Ausgleich durch Carsten Kammlott (Nordhausen) , Torwart Jonathan Klinsmann (Hertha II) machtlos.
Machte den Unterschied: Torschütze Carsten Kammlott (Archiv). Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Es dauerte es bis zur 12. Minute, ehe es die ersten Torraumszenen gab. Sebastian Heidingers Schüsschen stellte Guderitz vor keiner großen Herausforderung. Im Gegenzug probierte es Denis Jäpel, doch Jan Glinker parierte souverän (13.). Wacker nahm zusehends das Heft in die Hand und machte mächtig Druck. Sobotta bediente Kovac, der übers ganze Feld marschierte, doch in Guderitz seinen Meister fand (20.). In der 29. Spielminute versuchte es Halberstadt mit einem gut vorgetragenen Angriff über links: Nach Flanke von Jäpel setzte Alexander Schmitt seinen Kopfball am Tor vorbei. Wackers Anrennen wurde in der 32. Spielminute belohnt. Sobotta spielte Kammlott frei, der einen Spieler austanzte und in die rechte untere Ecke einschob. Mit der knappen Führung ging es die Halbzeit.

Nordhäuser Abwehrriegel nicht zu knacken

In der zweiten Hälfte legte Wacker los wie die Feuerwehr. Einen Eckball nahm Jerome Propheter direkt, traf aber nur den Außenpfosten (47.). Eine gute Gelegenheit gab es für Halberstadt in der 52. Minute: Schlussmann Jan Glinker stand zu weit vor dem Kasten, Benjamin Boltze versuchte es mit einem Heber, doch er verfehlte sein Ziel um einige Meter – Glück für die Uluc-Elf. Dann wieder die Gastgeber: Kammlotts versuchte es mit Schüssen aus der zweiten Reihe, verfehlte aber sein Ziel (55., 60.). Die Schlussoffensive gehörte den Gästen. Die Germania kombinierte gut, konnte den Nordhäuser Abwehrriegel jedoch nicht knacken. Sehenswert Jerome Propheters Fallrückzieher kurz vor dem Ende, doch sein Versuch landete neben dem Tor von Guderitz (89.).

Wacker entschied letztlich verdient das Harz-Derby für sich und belegt mit 23 Punkten Tabellenrang drei, die Germania findet sich mit zwölf Punkten auf Platz 13 wieder.

Das sagten die Trainer

Maximilian Dentz (Halberstadt): Uns war bewusst, was uns hier erwartet. Umso mehr ärgern wir uns über das Gegentor, denn auf solche Situationen hatten wir die Mannschaft vorbereitet. Insgesamt muss ich meinen Jungs ein Kompliment machen, wie sie das Spiel hier bei Wacker angenommen und alles gegeben haben. " 

Volkan Uluc (Nordhausen): "Eine gewisse Verunsicherung war am Anfang bei uns spürbar. Dann war das Drehbuch ähnlich wie in den letzten Spielen. Wir gehen in Führung und können trotz bester Chancen den Deckel nicht draufmachen. Defensiv sind wir sehr stabil, mit nur fünf Gegentoren die beste Regionalligamannschaft Deutschlands, aber nur 14 geschossene Tore sind zu wenig. Ich hatte gehofft, dass wir noch das eine oder andere Tor hätten erzielen würden."

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGENJOURNAL | 03. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Oktober 2018, 17:36 Uhr

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8 Kommentare

05.10.2018 16:56 Südharzfront 8

Gelungener Derbysieg!! Was habe ich gefeiert nach unserem Coup. Kulisse nach dem großen RWE-Spiel ausbaufähig.Jetzt fährt unser kleiner feiner Mob nach K-M-Stadt: NUR EIN SIEG LÄSST UNS WEITER TRÄUMEN!!!!

04.10.2018 05:40 Kein Schnapstrinker 7

Also EF ist sicher keine Großstadt, aber NDH ist ganz sicher tiefste Fussball-Provinz. Sorry aber Vereine wie Wacker haben in Liga 3 nichts verloren. Und eben ohne diesen einen Hauptsponsor würdet ihr von davon auch nicht träumen.

04.10.2018 00:22 andy52 6

Mal warm anziehen. bitte . Am Sonnabend werden wir auch eure Abwehr knacken! Kalle Malle wird als Sieger vom Platz gehen und ihr könnt euch trösten mit N Doppelkorn . Ungeschlagen ?
Mag sein .Aber Punkte durch unentschieden abgegeben .
UNGESCHLAGEN sieht anders aus .
33 Punkte und Unentschieden gleich 0 und 10 Punkte Vorsprung!
Vielleicht hilft euch noch der MDR Experte Lutz Lindemann . Bei Erfurt hat er auch große Töne geschwungen von wegen Erfurt gewinnt . Und dann noch sagen NH
wäre dran aufzusteigen . Fussball ist eben kein Wunschkonzert ! Hier entscheidet die Leistung !
NUR DER CFC KÄMPFEN UND SIEGEN!!

03.10.2018 21:51 Galaxy 5

Erstens der Aufstieg steht erst seit dieser Spielzeit zur Debatte. Das irgendwann irgendwer das Wort Aufstieg verkündet hat weiss ich. Zweitens wird in naher Zukunft der aks mit allem drum und dran saniert. Was nicht schön ist sind die Zuschauerzahlen.Man ist halt nur eine Kleinstadt. EF als Großstadt mit 2500 Z. ist auch blamabel. Das C hier so eine Serie hinlegt hatte auch niemand erwartet dabei ist sicher das letzte Wort noch nicht gesprochen da kein Geld vorhanden. Mit dem Kader und Hauptsponsor im Rücken soll man den Klassenerhalt als Ziel angeben? Man ist ungeschlagen und hat die beste Abwehr der Liga und es ist no j viel Luft nach oben

03.10.2018 21:16 NBS 4

Creme mit Eis oder besser gesagt Mus im Kopf, auch Ihnen sei gesagt dass Fußball ein Leistungssport ist. Als Verein die Ambition zu haben aufsteigen zu wollen ist Ihnen wohl schleierhaft!?
Sind Sie etwa gottgleich, sowie Sie hier über Tauglichkeit fabulieren???
Nach den drei wichtigen Punkten am heutigen Spieltag wird die Siegesserie von Kalle Malle nächstes Wochenende gebrochen!

03.10.2018 21:13 Kiker 3

Jeder hat das Recht in die 3 Liga aufzusteigen ob nun mit 7000 Zuschauern oder 860 völlig egal. Dieses dumme gelabere mit den Zuschauern geht einen langsam auf den Sack wenn nicht mehr kommen ist das halt so

03.10.2018 20:58 Der echte Danny williams 2

Was habt ihr denn immer mit euren zuschauer zahlen?davon könnt ich euch auch nichts kaufen seit doch froh so habt ihr nen Heimspiel mehr also Freut euch einfach mal drüber;)

03.10.2018 19:16 Creme mit Eis 1

Respekt vor der Leistung. Warum versucht Nordhausen jedes Jahr krampfhaft in die 3.Liga aufsteigen zu wollen. Weder die Mannschaft noch das Stadion erst Recht nicht der Trainer und von den Zuschauerzahlen (diesmal stolze 870) sind 3. Liga tauglich.