Fußball | Regionalliga Vor Corona-Pause: ZFC Meuselwitz bekommt Seuche nicht vom Fuß

13. Spieltag

Es war der elfte Versuch, endlich mal einen Dreier einzufahren. Und das Spiel gegen den BFC Dynamo ließ sich für einen engagierten ZFC Meuselwitz sehr gut an. Doch nach dem Ausgleich schwand das Selbstvertrauen.

Spieler beim Torjubel 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mit der Seuche in die Seuchen-Pause: Der ZFC Meuselwitz hat auch gegen den BFC Dynamo den Bock nicht umgestoßen. Am Ende stand ein 1:1, welches dem Spiel in der ersten Halbzeit nicht gerecht wird. Da überzeugte der Gastgeber, doch nach dem Ausgleich waren Schwung und Sicherheit dahin.

Starke erste Halbzeit ohne Belohnung

Bevor auch in Meuselwitz ab Montag alle Tore geschlossen werden, wollte sich der ZFC mit einem guten Spiel von seinen Fans verabschieden. Trainer Holm Pinder ließ diesmal Serhat Güler und Ben Luca Moritz draußen, dafür kehrten Fabian Raithel und Luca Bürger in die Startelf zurück. Und die 126 Zuschauer sahen eine engagierte Gastgebermannschaft, die nach neun Minuten führte. Amer Kadric nahm aus gut 25 Metern Maß, der Ball landete im linken oberen Eck. Das war der Auftakt für eine ganz starke Halbzeit der Ostthüringer. Einzig, die vielen Torchancen wurden nicht zu einem zweiten oder dritten Tor genutzt. Kadric scheiterte noch drei Mal am starken Keeper Damian Schobert, auch Tobias Becker und Jegr Jagupov brachten den Ball freistehend nicht unter. Was dann meist passiert: Kurz vor der Pause, eine Ablage, ein Strich von Marvin Kleihs aus 23 Metern ins linke Eck. 1:1.

Wenig Spielfluss nach dem Wechsel

Auch nach der Pause kam der ZFC nicht mehr richtig in die Zweikämpfe, der BFC hatte jetzt seine beste Phase. Und nutzte dabei die vielen Ungenauigkeiten im Spiel der Meuselwitzer. Doch richtig gefährlich wurde es nicht, weil die Abwehr einen guten Job machte. Aber im Angriff – Jegor Jagupov fehlte erneut jegliche Bindung – ging nicht mehr viel zusammen. Kurz vor Schluss dann die Chance zum Sieg: Fabian Stenzel ließ zwei Berliner mit einer Köpertäuschung alt aussehen, sein Schuss aus zehn Metern kam aber nicht richtig durch. So geht Meuselwitz ohne das so erhoffte Erfolgserlebnis in die Corona-Pause, von der auch bei ZFC viele ausgehen, dass sie nach dem November noch nicht zu Ende ist.

Stimmen zum Spiel:

Holm Pinder (Meuselwitz): "Wir nehmen den Punkt mit. Wir haben in der ersten Halbzeit seit langem wieder mal Torchancen erarbeitet, hatten richtig gute Gelegenheiten. Leider konnten wir die Führung nicht in die Pause retten. Wir belohnen uns nicht dafür. Hätten wir das 2:0 nachgelegt, hätte es in unsere Richtung kippen können. So war es in der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch."

Amer Kadric (Torschütze ZFC): "Wir belohnen uns sehr wenig. Wir müssen drei, vier Tore machen. Das ist naiv, ein bisschen Pech. Das ist unser größtes Problem. Wir erarbeiten uns so viele Chancen, nutzen die nicht, darum stehen wir auch da unten. Wir machen uns das Leben schwer."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 01. November 2020 | 15:25 Uhr

0 Kommentare