Fußball | Regionalliga BSG Chemie Leipzig feiert grün-weiße Party in Meuselwitz

3. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat ihren ersten Sieg in der Regionalliga-Saison 2021/22 eingefahren. Die "Grün-Weißen" gewannen beim ZFC Meuselwitz mit 2:1 (2:1). Vor allem im ersten Durchgang überzeugten die Sachsen. Zahlreiche mitgereiste Fans feierten ihre Mannschaft auf der Glaserkuppe.

BSG Chemie jubelt
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BSG Chemie "heiß wie Frittenfett"

"Wir sind heiß wie Frittenfett", hatte Chemie-Trainer Miroslav Jagatic vorm Anpfiff am MDR-Mikrofon angekündigt. Und seine Elf, in der es vier Veränderungen gab, hielt Wort. Nach einer Vorarbeit durch Florian Brügmann schlug Florian Kirstein einen Haken und traf per Linksschuss zur 1:0-Führung der BSG (21.). Beide waren neu in die Startelf gerückt. Stephané Mvibudulu erhöhte nach einem Boltze-Freistoß auf 2:0 (36.). Aus sechs Metern war er vor den Innenverteidigern zur Stelle.

Beim ZFC fehlte meistens die Durchschlagskraft, aber das Bemühen konnte man den Thüringern nicht absprechen. Nachdem mehrere Bälle ungefährlich für Chemie-Schlussmann Benjamin Bellot waren, fiel vor der Pause aber noch der Anschlusstreffer: Nach einer eigentlich zu kurzen Ecke von Luca Bürger verkürzte Laurens Zintsch mit einem satten Schuss auf 1:2 (41.) - sein erstes Tor in der Regionalliga Nordost.

ZFC Meuselwitz - BSG Chemie Leipzig 1 min
ZFC Meuselwitz - BSG Chemie Leipzig Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Meuselwitzer Guderitz mehrfach zur Stelle

Der ZFC brachte Alexander Dartsch für Bürger und packte nach der Pause eine Schippe oben drauf. Nach einer Hereingabe von Jegor Jagupov prüfte Benjamin Förster per Kopfball BSG-Torwart Bellot, der den Ball im Nachfassen hatte. Über lange Strecken war der zweite Durchgang zerfahren. Für die Schlussphase stellten die Hausherren auf eine Dreierkette um, nutzen ihre Drangphase aber nicht für einen zweiten Treffer. Kurz vor Schluss scheiterten Chemies eingewechselter Offensivmann Denis Jäpel und Mvibudulu an ZFC-Torhüter Fabian Guderitz.

Fabian Guderitz, Torwart ZFC Meuselwitz,  beim Abstoß.
Fabian Guderitz (Archiv) Bildrechte: imago images/opokupix

Miroslav Jagatic (Trainer BSG Chemie): "Wir haben Tacheles geredet – wie in einer guten Familie. Das war jetzt ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben noch eine Menge zu tun, sind aber auf einem guten Weg. Wir brauchen die perfekte Mischung aus schnellem Umschalten und Ballbesitz."

Holm Pinder (Trainer ZFC Meuselwitz): "Es war hochintensiv. Wir haben gut begonnen. Wir mussten aber den Gegenschlag hinnehmen. Für den Aufwand, den wir betreiben, belohnen wir uns nicht. Nach einer schlechten Ecke machen wir den Anschluss. Da keimt noch einmal Hoffnung. Die Gelegenheiten, die wir hatten, haben wir schlecht ausgespielt oder kläglich vergeben."

mkö

Stephané Mvibudulu 1 min
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So 01.08.2021 17:53Uhr 01:21 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-bsg-chemie-leipzig-mvibudulu-100.html

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Spieler von Lok Leipzig am Ball.
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Spieler von VfB Auerbach am Ball.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. August 2021 | 14:00 Uhr

2 Kommentare

Gustav vor 7 Wochen

Es war ein Schritt in die richtige Richtung bei Chemie. Wobei Meuselwitz gegenüber letzter Saison bei weitem nicht so druckvoll spielte und in der zweiten Halbzeit nur weit und hoch anbot. Das machte es für unsere Verteidigung einfacher.
Gerade bei den offensiven Einwechselspielern von Chemie fehlt es noch irgendwie an der Einstellung - anders sind die Blackouts bei der Chancenverwertung zu erklären. Es bleibt noch viel Arbeit in Leutzsch.

GWG Gustav

P A T 1 9 6 4 vor 8 Wochen

Sauber! Dann heißt es jetzt den Rückenwind in die nächsten Spieltage mit zu nehmen und das Tortreffen wieder zu etablieren.
Es ist ja schon mitunter grauenvoll anzusehen, wie totsichere Chancen verstolpert werden und die Abschlusssicherheit fehlt.
Aber ich hoffe und denke, dass sich dies noch legen wird.