Fußball | Regionalliga Lok Leipzig entert auch die Glaserkuppe

13. Spieltag

Unglaulich abgezockt und eiskalt vor dem Tor: Der 1. FC Lok Leipzig begeistert beim Gastspiel in Meuselwitz mit tollen Kombinationen und wunderschönen Tore. Der ZFC muss sich wohl mit der Trainerpersonalie beschäftigen. Zehn Niederlagen bei zwölf Spielen, die Tage von Holm PInder sind sicher gezählt.

Sascha Pfeffer
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ZFC - Lok 2 min
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Der 1. FC Lok Leipzig marschiert weiter durch die Regionalliga. Am Freitagabend feierte das Team von Trainer Almedin Civa den dritten 4:0-Erfolg in Folge, diesmal bei Kellerkind ZFC Meuselwitz. Dabei mussten die Leipziger nicht mal 100 Prozent abrufen, zu leicht fielen die Tore. Die waren aber wunderschön und Sascha Pfeffer zeichnete sich auch noch als dreifacher Torschütze aus.

Lok mit Blitzstart - Traumtore von Pfeffer

Eine wichtige Personalie gab es vor dem Spiel bei den Gastgebern. Justin Fietz stand im Kasten, gab sein Debüt in der Regionalliga. Und es sollte ein ganz bitteres werden. Und dabei lag es nicht am 18-Jährigen. Lok Leipzig war einfach eine Klasse besser und nutzte die Fehler des ZFC eiskalt. Bereits in der achten Minute klingelte es, als Djamal Ziane nach einer Ecke aus dem Gewühl traf. Die Ecke gab es aber nur, weil zuvor Sebastian Albert und Felix Müller auf Meuselwitzer Seite geschlafen hatten. Und Theo Ogbidi hätte nachlegen können, Fietz parierte gut. Dann eine bessere Phase des ZFC Meuselwitz, die beste Chance vergab Florian Hansch in der 22. Minute, als er an Keeper Jan-Ole Sievers scheiterte. Lok übernahm nun wieder das Zepter und belohnte sich. Sascha Pfeffer schlenzte den Ball vom Strafraumeck in den linken Winkel (34.). ZFC-Verteidiger schaute staunend zu. Und die Leipzig hatten Blut geleckt, erneut Pfeffer machte in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit nach toller Kombination den Deckel drauf. Aus 24 Metern hämmerte er die Kugel ins rechte Eck.

Pfeffer bittet zum Tänzchen

Nach dem Wechsel warteten die Gäste zunächst ab, ließen den ZFC kommen. Doch der brachte keine durchdachten Aktionen auf den Platz. Einer hatte aber noch nicht genug. Pfeffer wollte unbedingt seinen dritten Treffer. In der 56. Minute hatte er die Chance, verdribbelte sich aber. Zwei Minuten später aber zappelte der Ball zum vierten Mal im Netz. Pfeffer fand die Lücke, traf flach ins rechte Eck. Danach hätte der eingewechselte Edvardas Lucenka nachlegen können, scheiterte aber aus sechs Metern am stark reagierenden Fietz. Auf Meuselwitzer Seite ging in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr.

Stimmen zum Spiel

Almedin Civa (Leipzig): "Wir haben erfolgreich angefangen, mussten bis zu 20. Das 2:0 machen. Dann hatten wir zehn Minuten, wo uns der Gegner in die eigene Hälfte drückte, wir verteidigten aber kompakt. Dann machen wir sensationelle Tore. Rechtsfuß Sascha Pfeffer erzielt drei Tore mit links. Am Ende sind wir sehr glücklich, dass wir so in den Oktober gestartet sind. Das hat die Mannschaft super gemacht, mit Unterstützung der Fans."

Sascha Pfeffer 2 min
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Frank Müller 3 min
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Holm Pinder (Meuselwitz): "Mit fehlen die Worte. Wir haben gegen BAK und Altglienicke ordentliche Leistungen abgeliefert. Und heute bringen wir uns wieder früh auf die Verliererstraße. Dann hatten wir zwei gute Chancen. Mit den beiden Sonntagsschüssen war das Ding erledigt. Die zweite Halbzeit war für einen ZFC nicht würdig. Was hier einige abgeliefert haben, war haarsträubend. Wir wurden zum Teil von den eigenen Fans ausgelacht. So können wir uns nicht mehr präsentierten."

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Videos aus der Regionalliga

Spieler von Cottbus trifft per Kopfball ins Tor.
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Spieler von Meuselwitz führt den Elfmeter Strafstoß aus.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

20 Kommentare

Blumenfreund vor 9 Wochen

Gratulation Lok. Wieder 4:0 ich bin begeistert.
Aber Meuselwitz war auch sehr schwach. Da hätten es noch ein paar Tore mehr sein können.
Aber egal, Weiter so LOK !!

Fan Achim vor 9 Wochen

Mahlzeit Lok, hast das recht gut erkannt mit der Torhüterposition, der junge Kerl hat gehalten was zu halten war. Warum haben das aber die Verantwortlichen nicht schon längst erkannt, ja erkennen müssen? Das Problem geht aber weiter, die Abwehr ist die blanke Katastrophe und das hat Lok gnädiger Weise (warum auch immer) nicht mal voll ausgenutzt. Trotz allen die Lokfans waren sehr diszipliniert und wenigsten hatten sie Grund zu feiern. Man mus aber auch ehrlich zugeben, das war eine Machtdemonstration von der ersten Minute an, mit Bak Berlin das beste was ich bisher gesehen habe. In dieser Form wird die Lok kaum zu stoppen sein. Zwickauer1 Du hast schon Recht, mit dieser Mannschaft müsste man viel weiter oben stehen, aber genau das ist der Grund was viele von den "erfahrenen Profis " denken. Nein, unserer ehemaliger Trainer Weber hatte das vor Jahren schon erkannt, er sagte viele denken sie spielen das locker in der R.L. aber die Praxis hat gezeigt das die meisten bei uns das nicht kö

Elles vor 9 Wochen

Tolles Spiel von unserer Lok'sche , hoffentlich geht es noch lange so weiter ? Dank an die Mannschaft und unseren Trainer für den schönen Fernsehabend , ihr seit auf dem richtigen Weg. Meuselwitz wünsche ich das sie sich fangen und in der Regionalliga bleiben.