Fußball | Regionalliga Nordost Bischofswerda verliert umkämpftes Kellerduell in Rathenow

16. Spieltag

Der Bischofswerdaer FV hat das Kellerduell bei Optik Rathenow nach einem frühen Gegentor mit 0:1 (0:1) verloren. Die Mannschaft von Trainer Fred Wonneberger erspielte sich zunächst kaum Chancen und scheiterte dann vom Elfmeterpunkt. Nach der Niederlage bleibt der BFV abgeschlagener Tabellenletzter.

von Max Zeising (Rathenow)

Bischofswerdas Trainer Fred Wonneberger bot im Gegensatz zum 2:1-Sieg gegen den VfB Auerbach Dominic Meinel für den an der Leiste verletzten Tobias Heppner in der Abwehr auf.

Rathenow geht früh in Führung

Schiedsrichter Christoph Dallmann hatte die Partie vor nur 244 Zuschauern im Stadion Vogelgesang gerade erst angepfiffen, da lag der Ball auch schon im Netz: Ein weites Zuspiel aus dem Mittelfeld verwandelte Rathenows Mittelstürmer Caner Özcin völlig freistehend zum 1:0 (1.).

Danach entwickelte sich ein Abstiegskampf-typisches Spiel mit vielen, teils hart geführten Zweikämpfen und wenigen spielerischen Höhepunkten. Rathenow verlegte sich aufs Kontern – diese Taktik ging auf, weil Bischofswerda kaum spielerische Mittel hatte, um auf den frühen Rückstand zu antworten. Gefahr erzeugten die Gäste fast nur aus der Distanz, nennenswerte Chancen gab es bis zur Pause nicht.

BFV-Cheftrainer Fred Wonneberger
Bischofswerdas Cheftrainer Fred Wonneberger. Bildrechte: MDR/Rocci Klein/roccipix.de

Leroy fliegt, Maresch scheitert vom Punkt

Kurz nach dem Seitenwechsel flog Rathenows Jerome Leroy in einer farbenfrohen Partie – es gab insgesamt elf Gelbe Karten – nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz (49.). Doch auch in Überzahl hatten die Bischofswerdaer Probleme, sich Chancen zu erspielen – bis sie sich dann doch einmal durchkombinierten: Der durchgelaufene Linksverteidiger Niclas Treu bediente Robin Fluß, dessen Schuss aus zentraler Position noch abgefälscht wurde und knapp neben dem Tor landete (63.).

Mit einem Mann weniger auf dem Platz verteidigte Rathenow die Führung bis in die Schlussphase. In dieser ging es dann noch einmal hoch her: Nach einer Ecke wurde Rudolf Sanin am Schuss gehindert, der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Daniel Maresch übernahm die Verantwortung, doch Torwart Lucas Hiemann hielt den Strafstoß (86.) – und damit den Sieg für Rathenow fest.

Trainerstimmen zum Spiel:

Fred Wonneberger (Bischofswerda): "Die Mannschaft hätte sich mindestens einen Punkt verdient gehabt. Es war ein sehr intensives, kampfbetontes Spiel von beiden Seiten - auch aufgrund der Bodenverhältnisse. Beim Gegentor weiß ich nicht, wo wir da waren. Dann haben wir versucht, uns Torchancen herauszuspielen, aber nutzen sie nicht. Rathenow war mit Kontern immer wieder gefährlich. Dann haben wir die Riesenchance mit dem Elfmeter, aber wenn man Tabellenletzter ist, dann gehen auch diese Bälle nicht rein."

Ingo Kahlisch (Rathenow): "Kampfbetontes Spiel, glücklich 1:0 gewonnen, mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. November 2019, 19:17 Uhr

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