Fußball | Regionalliga Bischofswerda muss um Zulassung für 2020/21 bangen

Weil das Stadion des Bischofswerdaer FV nicht den NOFV-Vorgaben entspricht, könnte dem Verein für die kommende Saison die Regionalliga-Zulassung verweigert werden. Auch eine Alternative scheint keine Aussicht auf Erfolg zu haben.

Erik Schmidt Trainer Bischofswerda re. und Tobias Heppner Co-Trainer Bischofswerda li.
Bischofswerdas Coach Erik Schmidt (re.) und sein Co-Trainer Tobias Heppner. Bildrechte: imago images/opokupix

Der Bischofswerdaer hat sich durch den Saisonabbruch in der Regionalliga Nordost prinzipiell für die kommende Spielzeit qualifiziert - könnte aber dennoch zum Abstieg in die Oberliga gezwungen sein. Wie die "Dresdner Morgenpost" berichtete, drohe dem Verein "zu 99 Prozent" der Entzug der Zulassung.

Neumann will um Regionalliga-Zulassung kämpfen

Hintergrund ist der Zustand des heimischen Wesenitzsportparks, der nicht den Vorgaben des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) entspricht. Es fehlt sowohl ein Stadiondach als auch eine leistungsfähige Fluchtlichtanlage. Zudem mussten in dieser Saison schon mehrere Spiele nach starken Regenfällen abgesagt werden, weil die Drainage nicht richtig funktioniert.

Jürgen Neumann
BFV-Präsident Jürgen Neumann. Bildrechte: Bischofswerdaer FV

BFV-Präsident Jürgen Neumann erklärte der "Morgenpost", dass er von hochrangigen Funktionären mitbekommen habe, dass das Viertliga-Aus für "Schiebock" beschlossene Sache sei. Das wollte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs auf "SpiO"-Anfrage weder bestätigen noch dementieren. "Wir kommentieren grundsätzlich keine laufenden Zulassungsverfahren", sagte Fuchs. Eine Entscheidung soll erst am 26. Juni beim nächsten Verbandstreffen gefällt werden.

Kampflos will Neumann die Regionalliga jedenfalls nicht aufgeben, nachdem es sportlich für den abgeschlagenen Tabellenletzten zur Winterpause schon düster aussah - bis die "Rettung" durch den Rückzug von Rot-Weiß Erfurt und die Corona-Krise kam. Trainer Erik Schmidt soll für die kommende Saison eine schlagkräftige Mannschaft mit vielen Talenten zusammenstellen. "Die wissen, dass man bei uns nicht das große Geld verdient, dafür aber regelmäßig", sagt der Präsident. Und falls der NOFV den "Schiebockern" tatsächlich die Lizenz entziehen sollte, kündigt Neumann an, alle Rechtswege auszuschöpfen.

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cdi

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. Juni 2020 | 16:30 Uhr

9 Kommentare

Chili Palmer vor 3 Wochen

Ahnungslosigkeit ist nur dann ein Gegenargument, wenn man davon ausgehen würde, dass ihr eure Bude zur übernächsten Saison entsprechend aufpimpt. Aber mehr als Mottoshirts an leicht verpickelten, schmalschultrigen Jungspunden und ein halbherziges Testimonial am Bornheimer Hang habe ich bis jetzt noch nicht registriert. Niemand (so verhindert) wie wir, eben!

Inge P. vor 3 Wochen

Richtig ist das Thema Lizenz öffentlich zu machen. Mit dem Rückenwind der Medien sollten doch Lösungen der drei groben Schnitzer möglich sein.
Drainage wird aber wirklich schwierig. Am Altmarkt 1 schaut man sich sicher schon nach kurzfristigen baulichen Alternativen um.
Ich kann mir nicht vorstellen der Stadt ist das Prestige einer Regionalliga-Teilnahme egal. Das Dach, man wird mal sagen „... vielen Dank der großzügigen Unterstützung privater Sponsoren.“ Ohne die vielen Kleinen, wäre schon lange Oberligaluft im Wesenitzsportpark. Licht, ja lieber Lizenzgeber dein Auftritt. Für vielleicht 3 oder 4 Punktspiele tausende Euro investieren zu lassen? Oder sind es nur 1 oder 2 oder kein einziges Punktspiel unter streaming tauglichem Flutlicht. Schreibt es in die Auflagen “... bis 2025 umzusetzen“ fertsch. Ich freue mich auf die kommende Saison. Und zu guter letzt, denkt mal an die Motivation für junge Leute. Das sollte nicht leichtfertig verspielt werden. Auf gehts Schiebock!

Ostsachse vor 3 Wochen

Könnte man Bautzen wird das Stadion nicht kostenlos zur Verfügung stellen , mit Harakiri war mehr die sportliche Situation gemeint (etwas unglücklich ausgedrückt )