Fußball | Regionalliga Auch Chemie Leipzig wehrt sich gegen NOFV-Urteil

Nachwehen des letzten Derbys gegen Lok Leipzig: 7.000 Euro Geldstrafe und ein drohendes Geisterspiel - für Chemie Leipzig so nicht akzeptabel. Der Regionalligist will gegen das Urteil des Verbandes in Berufung gehen.

Fußballfans auf einer Tribüne
Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Nach dem 1. FC Lok Leipzig hat auch die BSG Chemie Leipzig Berufung gegen das Urteil des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) eingelegt. Das bestätigte Präsident Frank Kühne "Sport im Osten". Zu weiteren Inhalten und der weiteren Vorgehensweise wollte sich der Verein nicht äußern.

Auch Chemie droht Geisterspiel gegen Lok

Nach den Vorkommnissen beim Stadtduell am 7. Mai waren beide Vereine Ende Juni mit harten Strafen belegt worden. Lok Leipzig muss 8.000 Euro zahlen und zudem das nächste Heimspiel gegen die BSG Chemie ohne Zuschauer stattfinden lassen. Damit würden dem Verein bis zu 100.000 Euro entgehen. Chemie muss 7.000 Euro Strafe zahlen. Zudem droht bei einem "schwerwiegenden Wiederholungsfall" bis 30. Juni 2023 ein Geisterspiel gegen Lok Leipzig.

Auseinandersetzungen und Spielunterbrechung beim letzten Duell

Während der Partie im Kunze-Sportpark hatten Lok-Anhänger durch das Abbrennen und Werfen von Leuchtraketen für eine längere Spielunterbrechung gesorgt. Chemie-Fans leisteten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen mehrere Personen verletzt wurden.

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. Juli 2022 | 17:45 Uhr

12 Kommentare

MikeS vor 11 Wochen

Solange die Geldstrafen unter den Einnahmen aus Eintrittsgeldern - auch dieser "Fans" - liegen, wird sich da nichts ändern. Der Verein hat kein Interesse daran, Täter ausfindig zu machen. Die Randalierer sind Ihnen als Einnahmequelle wichtiger ... Ergo, nur über satte Geldstrafen und Sanktionen wird evtl. ein Umdenken einsetzen. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!

Ecuador-Dani vor 11 Wochen

Leider sind hier in Südamerika die Leute mehr von LOK enttäuscht und haben ihre Athen 87-Schals verbrannt oder nehmen diesen als Putzlappen. Warum ? Alle haben im MDR ( bei uns im Hotel im Aufenthaltsraum über Satellit empfangbar ) das Derby verfolgt und gesehen das Leuchtraketen aus dem Lokblock auf Menschen geschossen worden sind. So etwas wird hier nicht toleriert.

Attel456 vor 11 Wochen

Ein Verein, der nichts anderes kann als sich zu beschweren. Regeln einhalten und befolgen, nicht mit Chemie Leipzig.
Ich denke nur an das Sachsenpokalfinale. Der Verband in Sachsen hat seit Jahren eine feste Regelung getroffen, dass das Heimrecht im Finale gelost wird. Aber statt dies zu akzeptieren und sich zu freuen, dass man schon 300 Tickets mehr bekommt, wird sich in der Öffentlichkeit beschwert und gemosert wie ein kleines Kind. "Das ist unfair, bla bla bla". Einfach Mal langfristig zu denken, das ein Finale Mal im ak-sportpark stattfinden könnte, soweit reicht es nicht.
Und hier das gleiche, statt die Strafe zu akzeptieren und sich zu entschuldigen, dass quasi jedes Spiel von Chemie Leipzig als Risikospiel eingestuft werden muss, das steht nicht zur Debatte. Die Verantwortlichen könnten ja auch Mal Stadionverbote für die Randalierer aussprechen. Es sind, wie überall, nur wenige, aber die erweisen Chemie einen Bärendienst, denn die Stimmung im Stadion bei Chemie ist immer top.

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