Fußball | Regionalliga "Richtiges Signal": Flutlichtaufbau bei Chemie Leipzig in vollem Gange

Das bange Warten hat für Chemie Leipzig ein Ende: Das für den Alfred-Kunze-Sportpark benötigte Flutlicht befindet sich im Aufbau. Der Spielgenehmigung für die kommende Saison steht somit nichts mehr im Wege. Der Verein ist ebenso wie der Nordostdeutsche Fußball-Verband mit der Entwicklung zufrieden.

BSG Chemie Leipzig - Flutlicht
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Aufatmen bei der BSG Chemie Leipzig. Wenige Tage vor dem Saisonbeginn in der Regionalliga Nordost steht der Aufbau des langersehnten Flutlichts vor dem Abschluss. Nachdem die mobile Anlage vergangenen Freitag aus England vom FC Liverpool über Rotterdam im Leutzscher Holz eintraf, wurden am Montag (19. Juli) die Installationsarbeiten aufgenommen.

Schwerstarbeit im Leutzscher Holz

Die sechs Masten von 15 bis 17 Meter Höhe werden auf dreieinhalb Tonnen schweren Sockeln installiert, die im vorgeschriebenen Abstand von zwei Metern am Spielfeldrand stehen. Dafür steht ein 300-Tonnen-Kran bereit, der die massiven Teilstücke quer über das Stadion hebt. Zudem muss die gesamte Elektronik neu montiert werden, da diese für den Transport abgebaut wurde.

Flutlicht
Die sechs Masten werden auf dreieinhalb Tonnen schweren Sockeln installiert. Bildrechte: MDR/Steffen Reichert

Kühne: "Wichtig, dass wir das richtige Signal gesetzt haben"

"Wir sind hochzufrieden, dass wir die Anlage nun hier haben", erklärte Chemies Vorstandsvorsitzender Frank Kühne im "SpiO"-Talk des MDR. Das Abnahmeverfahren durch den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) soll am Dienstag erfolgen. "Wir haben das Ziel, dass alles morgen um zwölf steht. Es ist wichtig, dass wir das richtige Signal gesetzt haben. Sollte es hier und da noch die ein oder andere Schwierigkeit geben, wird der Verband so tolerant sein, und uns noch zwei, drei Tage Zeit geben", zeigte sich Kühne zuversichtlich.

Frank Kühne 11 min
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Sport im Osten Mo 19.07.2021 14:00Uhr 10:55 min

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Frist bis zum 20. Juli

Kran hinter Alfred-Kunze-Sportpark
Ein Kran hievt die Einzelteile in das Innere des Alfred-Kunze-Sportparks. Bildrechte: MDR/Steffen Reichert

Seit Wochen ist der Aufbau der Anlage bei Chemie Leipzig das bestimmende Thema. Ende Juni hatte der NOFV der BSG die Ausnahmegenehmigung für den Alfred-Kunze-Sportpark entzogen. Bis zum 20. Juli bekam der Verein eine Frist, um ein geeignetes Stadion zu stellen. Parallel zu den Flutlicht-Planungen hatte die BSG angekündigt, juristitisch gegen den NOFV vorzugehen und Regressansprüche zu prüfen.

Erneuter Seitenhieb gegen NOFV

"Wir haben seit knapp zwei Jahren eine schwierige Situation. Der Verband ist nicht in der Lage, den Vereinen entgegenzukommen. Wir wurden gezwungen, in ein anderes Stadion zu gehen oder ein mobiles Flutlicht aufzustellen. Wir hätten für drei, vier Spiele in ein anderes Stadion gehen können. Jetzt müssen wir eine höhere Summe stemmen", meinte Kühne. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Anlage auf etwa 100.000 Euro.

Flutlichtpremiere gegen Halberstadt

Der NOFV zeigte sich im Gespräch mit dem MDR mit dem Baufortschritt zufrieden. Man werde jetzt nicht auf den einen Tag schauen. Wichtig sei, dass die Anlage am 28. Juli betriebsbereit ist. Zum Saisonstart tritt die BSG am kommenden Sonntag zunächst beim FC Eilenburg an. Das erste Heimspiel steht dann am 28. Juli um 19 Uhr auf dem Programm. Dann dürfte das neue Flutlicht im Duell gegen Germania Halberstadt seine Premiere feiern.

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 19. Juli 2021 | 17:45 Uhr

23 Kommentare

FCSL vor 26 Wochen

Flutlicht- Am 2.9.2017 hat Chemie das erste Spiel zwecks "Flutlicht für Leutzsch" gemacht. Wenn man dann noch den Organisationsvorlauf in Betracht zieht, würde ich sagen, daß der Verein das Problem Flutlicht unmittelbar nach dem ersten Aufstieg angegangen ist.
Schiebock- Ich glaube (verbessere mich, falls etwas nicht stimmt), das gesamte Stadion war (ist) nicht regionalligatauglich (keine überdachte Tribüne, Flutlicht zu schwach, Drainage). Dazu noch Lichtprobleme mit der Nachbarschaft, so daß es nur rudimentäre Pläne gab, das Stadion aufzubesseren. Einzig ein neuer Zaun wurde installiert.
Druck auf die Stadt- Wie stellst du dir das vor? Einen dicken Umschlag unterm Tisch? Selbst wenn es sich um eine Nachfrage der freundlichen Art handelte, würden dann diesselben Druck-Leute etwas von Extrawurst für Chemie rumningeln. Die Mühlen mahlen wie sie mahlen, vor allem in Coronazeiten.
Bitte erleuchte uns, was das Gehaltsgefüge bei Chemie angeht (und das von Lok als Zugabe). Quellen?

Arbeitende Rentnerin vor 26 Wochen

Wenn Eure Fans das teilweise ehrenamtlich gestemmt haben und irgendwie das Geld aufgebracht haben, dann Hut ab, verstehe in dem Zusammenhang manche missgünstige Diskussion nicht, mein Herz schlägt neben meinem erzgebirgischen Lieblingsverein immer auch für die kleinen Vereine, wo viele mit Herzblut dabei sind, ohne Fans geht es nunmal nicht
Glück auf

Chili Palmer vor 26 Wochen

Lass mich kurz überlegen: Euer Mundwerk war zu Schnellboot-Bundesligazeiten ungleich zügelloser. Könnte das evtl. an den städtischen Sponsoren gelegen haben? Ergebnis bekannt.
Dazu der guten Ordnung halber: Das Geld für die Infra-Maßnahmen habt nicht ihr. Sondern das kommt von Stadt, Land, EU und wenn der Vermieter clever ist, ruft er nach Abschluss der geplanten Investitionen auch einen angemessenen Mietpreis für die Nutzung des Objektes auf. Ob dann der notwendige Zaster für eure Aufwandsentschädigungsempfänger noch bei rumkommt....?