Fußball | Regionalliga Aufsichtsrat Hildebrand glaubt an CFC-Rettung

Bis Mitte August muss der Chemnitzer FC rund eine halbe Millionen Euro für die Beendigung des Insolvenzverfahrens und zur Abwendung der Abwicklung aufbringen. Aufsichtsrat und Gesellschafter Uwe Hildbrand sieht dem optimistisch entgegen.

Uwe Hildebrand (kommissarischer Geschäftsführer der Chemnitzer FC Fußball GmbH)
Bildrechte: Chemnitzer FC

Aufsichtsrat und Gesellschafter Uwe Hildebrand glaubt an die Rettung des Drittliga-Absteigers Chemnitzer FC. Dafür müssen bis Mitte August 450.000 Euro aufgebracht werden, damit die Insolvenz beendet werden kann. Das Geld soll mit einer Crowdfunding-Aktion eingesammelt werden. Ansonsten will Insolvenzverwalter Klaus Siemon den Club abwickeln.

CFC auf Unterstüzung von außen angewiesen

"Es gab keinen Schock. Ganz im Gegenteil. Für mich persönlich war das eine sehr gute Nachricht. Endlich haben wir eine konkrete Zahl auf dem Tisch. Endlich haben wir die Chance, die Insolvenz zu beenden und das Thema abzuschließen", sagte Hildebrand in einem Interview der "Freien Presse" (Samstag). Er und das Kontrollgremium wollen "den Verein wieder selbst führen und eigene Entscheidungen treffen, ohne den Insolvenzverwalter nach seiner Meinung zu fragen und uns alles absegnen zu lassen".

Er betonte jedoch, dass die Gesellschafter die Summe nicht allein aufbringen können. "Natürlich sind die 450.000 Euro kein Pappenstiel. Wir sind auf die Unterstützung von außen angewiesen. Aber genau daraus ergeben sich Chancen für neue Unterstützer. Wir haben positive Signale von potenziellen Geldgebern", sagte Hildebrand. Offenbar wollen die Unterstützer nur helfen, wenn das Geld "wirklich an den Verein geht - und nicht an den Insolvenzverwalter".

Insolvenzverwalter Siemon trifft die Entscheidungen

Dafür wurde Vorsorge getragen. "Auf das Konto, das jetzt für die Spendenaktion eingerichtet wurde, hat ausschließlich ein von uns eingesetzter Rechtsanwalt Zugriff. Wenn die benötigte Summe zusammengekommen ist, wird die Info an Herrn Siemon übermittelt, dass die Masse zur Beendigung der Insolvenz vorhanden ist", erklärte Hildebrand, der anfügte: "Alle Entscheidungen trifft der Insolvenzverwalter. Wir haben kein Mitspracherecht."

Romy Polster, Vorsitzende des Vorstands beim Chemnitzer FC 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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red/dpa

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22 Kommentare

Machdeburjer vor 4 Wochen

Hauptsächlich durch Misswirtschaft, aber auch viel viel Pech. Die 2001er Truppe hätte ja nach den neuen Regeln nicht absteigen müssen, und was die drauf hatten, hat man im DFB Pokal gesehen und in der Liga.
Dann hatte man 2007 auch Pech nur knapp am Aufstieg in Liga 2 zu scheitern. Aber so ist das nun mal.
Aber das ist hier nicht Thema, sondern der insolvente Verein aus Chemnitz.
BWG

Hobbykicker vor 4 Wochen

Warum holt man sich das Geld nicht vom (Wind-)Beutel? Genug aus dem Verein gezogen, sollte er doch haben? Dann hätte der wenigstens nur noch einen Verein auf dem Gewissen. So könnten es 2 werden!

rheumakay vor 4 Wochen

Das könnte auch am Insolvenzverwalter liegen, der absolut intransparent arbeitet (falls er überhaupt arbeitet) und noch nicht mal bei der Mitgliederversammlung des insolventen Vereins auftritt, obwohl er eingeladen und seine Rede ein Tagesordnungspunkt war.
Ich erlaube mir über die Magdeburger Verantwortlichen überhaupt kein Urteil, obwohl es mir schleierhaft war, wie so ein Verein mit dieser Anhängerschaft und Struktur 25 Jahre gebraucht hat, bis er im Profifußball angekommen ist. War das die erfolgreiche Arbeit der Verantwortlichen, die Sie meinen?