Fußball | Regionalliga Chemnitz, Jena und Lok vor Kurzzeit-Vorbereitung: NOFV will "Rücksicht nehmen"

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) peilt den Saisonstart für die Regionalliga Nordost am 15./16. August an. Das verkompliziert die Lage jedoch nicht nur bei den Drittliga-Absteigern Carl Zeiss Jena und Chemnitzer FC. Eine Videokonferenz am 10. Juli soll Klarheit schaffen.

Meisterpokal des NOFV, 2019
Der Meisterpokal der Regionalliga Nordost. Bildrechte: imago images / Picture Point

Kaum Zeit zum Durchatmen. Für Carl Zeiss Jena und den Chemnitzer FC könnte es in nicht einmal mehr sechs Wochen schon wieder losgehen. Zumindest hat der NOFV einen möglichen Saisonstart für das Wochenende 15./16. August ins Auge gefasst. "Grundsätzlich ist es so, dass die komplette Liga dann starten soll", sagte Till Dahilitz, Mitarbeiter für Spielbetrieb beim NOFV, dem MDR. Eine "endgültige Entscheidung" sei aber noch nicht getroffen. Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz und Vereinsvertreter im NOFV, hält einen Start für Mitte August "in Ordnung" und hofft, dass vor Zuschauern gespielt werden kann.

Nur wenige Wochen Vorbereitungszeit

Logo Nordostdeutscher Fußballverband (NOFV)
Logo Nordostdeutscher Fußballverband (NOFV) Bildrechte: NOFV

Dies hängt neben den unterschiedlichen Verfügungslagen der einzelnen Bundesländer auch mit der Situation der Vereine zusammen. So standen nicht nur die Drittliga-Absteiger aus Jena und Chemnitz bis vor wenigen Tagen noch auf dem Platz, sondern auch die Mannschaft von Lok Leipzig, die am vergangenen Dienstag (30. Juni) nur knapp den Sprung in die 3. Liga verpasste.

Bei allen drei Vereinen laufen die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit gerade erst an. Im Falle Lok Leipzigs besitzt aktuell nur Paul Schinke einen gültigen Vertrag. Bei Carl Zeiss Jena und dem Chemnitzer FC müsste man sich angesichts eines Saisonstarts Mitte August zudem auf eine mehr als geringe Regenerationszeit nach einer kräftezehrenden Saison einstellen. Auch den übrigen Regionalligisten würden nach monatelanger Corona bedingter Zwangspause wohl nur wenige Wochen Vorbereitungszeit bleiben.

Problematik Hygienekonzept

Holger Fuchs (NOFV)
NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs. Bildrechte: IMAGO

Beim NOFV sei man sich dieser Probleme bewusst. "Wir werden die Vereine in die Entscheidung mit einbeziehen und wollen auf jeden Fall Rücksicht nehmen", so Dahlitz. Aus diesem Grund plant der Verband für den kommenden Freitag (10. Juli) eine Videokonferenz mit den Regionalligisten, um eine für alle Seiten erträgliche Lösung zu finden. Ein späterer Start der Saison 2019/20 scheint nicht ausgeschlossen.

Bauchschmerzen bereitet zudem die Frage, in welchem Umfang zukünftig wieder Zuschauer in den Stadien zugelassen werden können. Aufgrund der unterschiedlichen Verfügungslagen in den einzelnen Bundesländern gestaltet sich die Umsetzung des Hygienekonzeptes für die Vereine kompliziert, stellte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs klar. Über die weitere Vorgehensweise wollte der Spielausschuss des NOFV am Montagabend (6. Juli) beraten.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL | 06. Juli 2020 | 15:40 Uhr

34 Kommentare

Paule 007 vor 4 Wochen

Dieser Meckerboss hat aber auch immer was zu nölen, das interessiert doch keinen
Menschen das irgendeine Type von den Paradiesvögeln mal aus versehen das Tor getroffen hat...

Feldspieler vor 4 Wochen

Na, ich wollte nicht alle Chemiker in einem Sack stecken... aber die Häme der Grün-Weißen, wenn es um andere Vereine geht, ist schon bemerkenswert. Irgendwer ist immer Schuld in Leutzsch. Und ehrlich, die ewige Chemie-Opferrolle-Platte kann doch keiner mehr hören. „Niemand wie ihr“... stimmt!

MDR-Team vor 4 Wochen

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