Fußball | Regionalliga Chemnitzer FC gründet eigene Frauenfußball-Abteilung

Karl-Marx-Stadt wurde zu DDR-Zeiten eine gute Adresse im Frauen-Fußball. Jetzt soll mit der Gründung einer Frauen-Abteilung beim Chemnitzer FC an diese Tradition angeknüpft werden.

Stadion - An der Gellertstraße
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Der Chemnitzer FC hat für seinen Frauen- und Mädchenfußball eine eigene Abteilung gegründet. Das teilte der Verein am Montag mit. Als Leiter fungiert fortan der Trainer der CFC-Frauenmannschaft André Bellmann.

Aufwertung und Wertschätzung

"Neben der damit verbundenen Aufwertung und Wertschätzung der dort geleisteten Arbeit verbinden wir mit dieser klaren Positionierung im Verein auch das mittelfristige Ziel, unsere Attraktivität für junge, talentierte Fußballerinnen zu erhöhen und weitere Partner für den Chemnitzer Frauen- und Mädchenfußball zu begeistern", erklärte Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC e.V.

CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster
CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ziel - Talente zum CFC locken

Ziel sei es, talentierte Spielerinnen auf die Frauenmannschaft des CFC zu stärken. "Den Fußball gibt es für Frauen und Mädchen ja schon lange im Verein. Allerdings konnte dieser aufgrund verschiedener Faktoren nie so richtig aus dem Schatten treten", sagte Bellmann, der als Abteilungsleiter auch das Scouting neuer Spielerinnen übernehmen soll. "Ein großes Problem ist momentan neue Spielerinnen zu akquirieren. Das ist eine der obersten Aufgaben unserer Abteilung." Aktuell spielt die Frauenmannschaft des Chemnitzer FC in der Landesliga Sachsen.

Erfolgreiche DDR-Historie

Unter dem Namen BSG Wismut Karl-Marx-Stadt hatten die Frauen 1980 die inoffiziell Meisterschaft der DDR gewonnen, waren danach vier Mal Vize-Meister. In der Saison 1990(91 verpasste man aber als Fünfter den Sprung in die Bundesliga. Bekannteste Spielerin des Chemnitzer FC ist die Ex-Nationalspielerin Anja Mittag.

pm

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7 Kommentare

Matze91 vor 1 Wochen

Scheinbar kannst du zwischen heute und damals den Unterschied nicht erkennen.
Außerdem stößt der CFC zahlreiche Projekte an.
Aber manchmal kommt es einen so vor egal was man tut man wird nur kritisiert und zu deiner Frage woher der Sinneswandel??
Tja wenn du dich näher mit den CFC beschäftigen würdest wüsstest du auch das wir ein anderen Vorstand als damals haben.
So ist halt die Vereinbarung mit dem Förderverein Jugend, Sport und Soziales e.V. nur eins der vielen Projekte die aktuell vom Vorstand des CFC angestoßen wurde.
Wie gesagt man sollte mal richtig sich mit der Materie befassen anstatt immer nur alles kritisch zu hinterfragen...

DerRealist vor 1 Wochen

Fällt bei Corona die Decke auf den Kopf? Dann doch mal wieder Frauenfußball? ...oder woher kommt der Sinneswandel? Vor einigen Jahren gab es, auch im angrenzenden Erzgebirge, noch viele Frauenmannschaft und viele ehrenamtliche die das betreut und gestaltet haben, damals scheinbar kein Interesse das durchaus vorhanden Talent der Spielerinnen zu veredeln. Nun, wo der Kahn tief im Dreck steht, es kaum noch aktive im Breitensport gibt, wacht man auf einmal auf? So gut es auch ist, brauchen die Vereine die nun durch Corona mit Mitgliederschwund kämpfen Hilfe und Unterstützung und keinen "Großen", der die letzten Blumen vom Beet trampelt!

Matze91 vor 1 Wochen

Ob das nun jemand braucht oder nicht ist irrelevant.
Fakt ist das Frauen die selben Rechte haben wie wir Männer auch.
Und wenn man so jungen Mädels die Chance einräumt später damit Karriere zu machen warum denn nicht.
Ob es dann Zuschauer anzieht oder nicht das sieht man später mal ;)