Fußball | Regionalliga Chemnitzer Siegesserie reißt: Nur Remis gegen Hertha BSC II

16. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat den siebten Sieg in Folge verpasst und muss sich gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden begnügen. Der CFC gab eine Führung aus der Hand und nutzte in der zweiten Halbzeit keine seiner zahlreichen Gelegenheiten.

Chemnitzer FC - Hertha BSC II 4 min
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Chemnitzer FC: Berger kehrt zurück, Kircicek auf der Bank

CFC-Trainer Christian Tiffert wechselte im Vergleich zum 4:0-Erfolg gegen Carl Zeiss Jena nur einmal: Der zuletzt gesperrte Robert Berger kehrte auf seine Stammposition auf der rechten Abwehrseite zurück und ersetzte Max Roscher, der sich gegen die Thüringer verletzt hatte und vorerst nicht zur Verfügung steht. Der zuletzt Corona-erkrankte Furkan Kircicek kehrte derweil in den Kader zurück und saß zunächst auf der Bank.

Berliner fordern CFC in der Anfangsphase

Das Spiel begann flott, die Berliner versteckten sich keineswegs und forderten die favorisierten Chemnitzer in der Anfangsphase recht ordentlich. Derry Scherhant setzte sich bei einem Konter über die linke Seite gegen Tim Campulka durch, zog zwei Schritte in Richtung Zentrum und schloss mit rechts ab - Jakub Jakubov im CFC-Tor klärte zur Ecke (8.). Auf der anderen Seite ließ Herthas Keeper Tjark Ernst einen Schuss von Okan Kurt von der Strafraumgrenze abprallen, doch Stephan Mensah war wohl zu überrascht für den Abstauber aus Nahdistanz und stand zudem im Abseits (17.).

Zickert erzielt Führung für Chemnitz

Dann führte der Chemnitzer Linksverteidiger Chris Löwe einen Freistoß schnell aus, Lukas Stagge entwischte der überraschten Berliner Abwehr, doch Ernst klärte mit einer Klasse-Parade zur Ecke (22.). Die führte zur Führung für Chemnitz: Der Ball kam recht flach in den Strafraum und landete mit etwas Glück bei Robert Zickert, der überwand Ernst aus Nahdistanz zum 1:0 (22.).

Chemnitz' Spieler jubeln
Die Chemnitzer Spieler jubeln nach dem 1:0 durch Robert Zickert. Bildrechte: IMAGO/HärtelPRESS

CFC kassiert Ausgleich kurz vor der Pause

Anschließend kontrollierten die Chemnitzer das Spiel mehr und mehr, verzeichneten durch Mensah (24.) und einen Kopfball von Felix Brügmann, der über das Tor ging (40.), weitere Abschlüsse. Doch dann passten sie einmal nicht auf und kassierten umgehend den Ausgleich: Bei einer Flanke von der rechten Seite fehlte im Zentrum die Zuordnung, Maurice Covic stand völlig frei und erzielte das 1:1 (41.).

Berger trifft nur den Pfosten

Zur zweiten Halbzeit kam Kircicek für Stagge. Zunächst verzeichnete Chemnitz weiter ein Chancenplus: Berger setzte sich auf rechts im Eins-gegen-eins durch, legte zurück auf Mensah, dessen Schuss blieb hängen (55.). Dann landete eine abgewehrte Flanke bei Berger, der zog von der Strafraumgrenze ab - an den Pfosten (59.). Schließlich war es Eppendorfer, der sich durchsetzte und Ernst zu einer Parade zwang (60.).

Aus dem Nichts hatte dann die Hertha eine gute Konterchance: Nader El-Jindaoui bediente den eingewechselten Ensar Aksakal, der lupfte am langen Pfosten vorbei (68.). Nun ging es wieder hin und her, im Gegenzug hatte Mensah eine weitere Gelegenheit (69.).

Chemnitz versucht alles

Bis in die Schlussphase hinein blieb das Spiel spannend. Am Ende versuchten die Chemnitzer alles, doch sie konnte keinen ihrer Abschlüsse verwerten. Kircicek hatte die letzte Chance für den CFC, doch zum wiederholten Male warf sich ein Berliner in die Schussbahn. Damit verpasste Chemnitz den siebten Sieg in Serie und musste sich diesmal mit einem Punkt begnügen.

Lukas Stagge
Lukas Stagge am Ball für den Chemnitzer FC. Bildrechte: IMAGO/HärtelPRESS

Stimmen zum Spiel (Ostsport)

Christian Tiffert (Trainer Chemnitzer FC): "Am Anfang hatten wir ein bisschen Probleme. Hertha macht das mutig, das ist immer so. Dass das nicht einfach wird, ist klar. Meine Jungs sind auch in Hälfte eins drin geblieben. Das Tor (1:1, d. Red.) darf so einfach nicht passieren. Das ist ungewöhnlich für uns. In der zweiten Hälfte waren wir richtig gut, nur die Effizienz ist uns heute ein bisschen abgegangen."

Ante Covic (Trainer Hertha BSC II): "In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Dann kriegst du aus dem Nichts das 0:1. Wir haben eine sehr gute Reaktion gezeigt. In der zweiten Halbzeit mussten wir leiden."

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mze

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sachsenspiegel | 10. Dezember 2022 | 19:00 Uhr

21 Kommentare

Chemmser vor 7 Wochen

Was soll an meiner Aussage jetzt "obrig" sein ?
Es ist nun mal ein Fakt das man uns häufig für erledigt dargestellt hat...
Gut dann formuliere ich es mal anders...Totgesagte leben länger^^

Filipovic vor 7 Wochen

nicht so von oben herab bitte, nicht das es dir mal auf die Füße fällt.
Wer keine Infrastrukturkosten einkalkulieren muss, kann natürlich mehr in die Mannschaft investieren. Dafür allerdings ist das Ergebnis eher mäßig. Herr Berger hat sich das sicherlich auch anders vorgestellt, sah sich schon in Liga 3, als er Lok verließ...

AufmerksamerBeobachter vor 7 Wochen

Zumindest wurde der Lok schon mal ordentlich die Esse vorgestopft, es wird heute schneien und die nächsten Tage friert es durch. .. Das Spiel findet erst im März statt… vlt am Frauentag.

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