Fußball | Regionalliga Chemnitzer FC – Insolvenzabwicklung ohne Insolvenzverwalter Siemon

Die erste große Hürde zur Schuldenfreiheit hat der Chemnitzer FC mit dem Sammeln von 450.000 Euro genommen. Doch nun steht noch viel Arbeit an. Arbeit, die man ohne Insolvenzverwalter Siemon erledigen muss. CFC-Vorstandsvorsitzende Polster bedauert das.

Der Chemnitzer FC muss den Weg zur endgültigen Beendigung des Insolvenzverfahrens ohne Insolvenzverwalter Klaus Siemon gehen. Wie Romy Polster, CFC-Vorstandsvorsitzende im MDR sagte, werde ein entsprechender Insolvenzplan in Eigenregie erarbeitet.

Polster: Hoffnung auf Insolvenzverwalter Siemon

Nach dem Knacken der 450.000-Euro-Marke am Mittwoch (05.08.2020) sagte Polster: "Als nächster Schritt ist der Insolvenzplan zu erstellen. Das werden wir als Schuldner nunmehr selbst tun. Die Hoffnung war, dass wir das mit dem Insolvenzverwalter zusammen erledigen. Herr Siemon hatte aber erklärt, dass er das nicht tun wird."

Siemon: CFC muss neuen Plan selbst einreichen

Siemon hatte bereits im vergangenen Jahr einen Insolvenzplan erarbeitet, der damals vom Chemnitzer FC abgelehnt wurde. Zu seiner Weigerung, einen neuen Plan zu erstellen, sagte der Jurist dem Onlineportal Tag24.de: "Öffentlich wurde seitens des Vereins damals erklärt, dass man die Bedingungen nicht erfüllen wird. Den neuen Insolvenzplan wird der CFC einreichen müssen. Das Gesetz sieht im Übrigen genau diese Möglichkeit auch vor."

Polster: "Dauert ein gutes halbes Jahr"

Romy Polster Chemnitzer FC
Polster: "Als nächsten Schritt einen Insolvenzplan erstellen." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Statt mit Siemon wird der Chemnitzer FC nun vermutlich mit Insolvenzanwalt Matthias Lechleitner zusammenarbeiten. Entsprechende Vorgespräche seien bereits geführt worden, so Polster. Die CFC-Vorstandvorsitzende rechnet zudem damit, dass innerhalb der kommenden sechs Monate das Insolvenzverfahren endgültig abgeschlossen ist. "Wir gehen davon aus, dass wir den Insolvenzplan in den kommenden sechs Wochen erarbeitet haben und dann komplett einreichen können. Naturgemäß dauert das bei Gericht dann mindestens ein Vierteljahr. Danach muss die finale Gläubigerversammlung einberufen werden. Man kann sich ausrechnen, dass es ein gutes halbes Jahr dauern wird, bis es soweit ist."

Polster: "Keine Signale für Scheitern"

Polster hat zudem noch eine abschließende gute Nachricht für die Unterstützer des CFC: "Es gibt keine Signale aus der Gläubigerversammlung, dass ein Scheitern im Raum steht."

Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. August 2020 | 17:45 Uhr

4 Kommentare

Schneekoenigin vor 11 Wochen

Echt jetzt? Das Gericht hat das letzte Wort, Ausrufezeichen?
Da zahle ich doch glatt nochmal €5,00 ins Phrasenschw... äh CFC-Spendenkonto für Dich ein. Kein Grund zu danken. Somit bist auch Du ein bisschen himmelblau jetzt.

Thoralf vor 11 Wochen

Hauptsache der Siemon ist weg! So einen hat kein Fußball Verein verdient. Ein Image Schädiger aller erster Güte! Dem war der CFC Sch... egal!
Auf einen guten Start in die RL Saison! Landespokal Sieger!

AufmerksamerBeobachter vor 11 Wochen

Scheint eingeschnappt zu sein, der IV. Hoffentlich stimmen die Zahlen wenigstens und er hat nicht im Affekt irgendwas rausgehauen nach dem Abstieg, um mit einem galanten Showdown den Laden abzuwickeln. Was er nun nicht kann.

Seltsamer Typ, aber alles 10x besser als in Erfurt.