Fußball | Regionalliga Der Chemnitzer FC geht erneut in Kurzarbeit

Der Chemnitzer FC reagiert auf die Zwangspause in der Regionalliga Nordost und hat nun auch für die gesamte Profimannschaft in Kurzarbeit geschickt. Damit folgen die Spielern dem Team der Geschäftsstelle.

CFC Emblem am Hauptgebäude.
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"Es ist bedauerlich, dass wir aufgrund der aktuellen Situation erneut die Kurzarbeit antreten müssen. Zugleich ist dieser Schritt aber notwendig, um die in den vergangenen Monaten geschaffene wirtschaftliche Basis des Chemnitzer FC nicht weiter zu gefährden. Ich habe den allerhöchsten Respekt vor unseren Mitarbeitern, die in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal die Entscheidung für die Kurzarbeit mittragen und unkompliziert unterstützen", erklärte Michael Reichardt, Geschäftsführer des Chemnitzer FC, in einer Vereinsmitteilung. Bereits im März hatte der Verein diesen Schritt unternommen.

Ich habe den allerhöchsten Respekt vor unseren Mitarbeitern, die in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal die Entscheidung für die Kurzarbeit mittragen und unkompliziert unterstützen.

Michael Reichardt Geschäftsführer Chemnitzer FC

Trainingsbetrieb soll in reduziertem Maße weiterlaufen

Neben den Spielern des Viertliga-Teams und deren Trainer- und Betreuerstab sind von der Maßnahme auch die hauptamtlichen Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums betroffen. Bereits Mitte Oktober war das Geschäftsstellen-Team in Kurzarbeit gegangen. "Wir sind froh, dass wir zugleich den Trainingsbetrieb unserer Profis und der Teams im Nachwuchsleistungszentrum aufrechterhalten können, wenngleich im reduzierten Umfang. Wir werden uns so mit allen unseren Mannschaften bestmöglich auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorbereiten können", sagte Armin Causevic, Sportdirektor des Chemnitzer FC.

Durch den seit 2. November pausierenden Spielbetrieb der Regionalliga Nordost entgehen dem Chemnitzer FC in der aktuellen Phase jegliche Einnahmen durch Ticketverkäufe und weitere spieltagsbezogene Erlöse. Auch das letzte Heimspiel am 25. Oktober gegen den FSV Luckenwalde (3:0) musste wegen des stark angestiegenen Inzidenzwertes der Stadt Chemnitz komplett ohne Zuschauer ausgetragen werden.

Torjubel nach dem verwandelten Strafstoss durch Chemnitz' Tim Campulka
Der Chemnitzer FC musste sein letztes Heimspiel im Oktober ohne Fans austragen, gewann dabei mit 3:0 gegen Luckenwalde. Bildrechte: imago images/HärtelPRESS

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. November 2020 | 16:30 Uhr

3 Kommentare

Schwarzer-Peter vor 10 Wochen

Wenn man sich die Verteilung der Regionalligen anschaut, sind die unterschiedlichen Regelungen einfach zu erklären.

In der RL West muss lediglich die Landesregierung NRW eine Entscheidung treffen und bestimmte Voraussetzungen schaffen. Wenn die RL Nordost weiterspielt, müssten 6 Bundesländer einheitliche Regelungen schaffen und z. B. Testkapazitäten für Spieler und Funktionäre zur Verfügung stellen. Das ist einfach in so kurzer Zeit nicht machbar.

Blau-Gelb-Weiße Grüße

Matze91 vor 10 Wochen

Nicht der MDR muss das den Kindern bzw. betreffende Eltern erklären sondern hier muss die Politik ran...denn wie kann es sein das 4 von 5 Regionalligen nicht spielen dürfen...ich sage da nur "Flickenteppich"
Hier müssen einheitliche Regeln her...entweder es spielen alle Regionalligen oder keine...^^

fussballfan3 vor 10 Wochen

So, so die Nachwuchsleistungszentren dürfen weiter trainieren, die andere Vereine nicht. Wie soll ich meinen Sohn erklären, daß er nicht im Verein trainieren darf ,
obwohl er in der selben Liga spielt, wie sein Freund im NLZ. Sie gehen sogar auf die gleiche Schule. Es ist absolut keinem diese Ungleichbehandlung zu erklären.
Wir sind als Eltern ratlos. Lieber MDR erklären sie das doch mal den vielen Kindern. Die einen haben Spaß am Sport und zusammensein und die Anderen dürfen niemand treffen und müssen zu Hause trübsal blasen, vom sportlichen Nachteil wenn die Saison fortgesetzt wird ganz zu schweigen.
Einfach nur zum Kopfschütteln. Bitte alle gleichbehandeln!!!!!!!!1