Klaus Siemon
Klaus Siemon Bildrechte: imago/Picture Point

Fußball | Regionalliga CFC-Insolvenzverwalter sieht Mitglieder in der Pflicht

Klaus Siemon, Insolvenzverwalter von Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC, hat sich zu Wort gemeldet. In einer Mitteilung kritisierte der Rechtsanwalt säumige Mitglieder der "Himmelblauen" sowie einige Medien.

Klaus Siemon
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In der Medieninformation mit dem Titel "Insolvenzverwalter stellt keine Forderungen, sondern unterbreitet Lösungsvorschläge!" widersprach Siemon Gerüchten, der Stadtrat Chemnitz sei bei der Unterstützung des insolventen CFC nicht gesprächsbereit: "Entgegen anderslautender Meldungen der Freien Presse und Tag 24 haben die Fraktionen CDU/FDP, Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen dem Insolvenzverwalter ein Gesprächsangebot unterbereitet."

Säumige Mitglieder "schaden vielmehr dem CFC"

Siemon weiter: "Der Insolvenzverwalter hat die Aufgabe aufzuzeigen, was hierzu an Unterstützung durch die Stadt, die Sponsoren, die Mitglieder und die Fans benötigt wird. In diesem Sinne schaden die Mitglieder zum Beispiel nicht dem Insolvenzverwalter, wenn sie ihre Mitgliedsbeiträge nicht bezahlen. Sie schaden vielmehr dem CFC. Es entscheiden letztendlich die Mitglieder, das Umfeld und alle Chemnitzer, ob in Zukunft in der Stadt Profifußball gespielt wird."

In einem 19-seitigen Schreiben hatte Siemon am 18. Oktober von der Stadt Chemnitz unter anderem 750.000 Euro für die laufende Regionalliga-Saison gefordert. Ein Großteil der Stadträte (49 von 60 Abgeordneten) wiesen wenig später darauf hin, "weitere Forderungen oder Verpflichtungen" zu bereits bestehenden Unterstützungen (u.a. Unterhaltung des CFC-Nachwuchskomplexes) nicht tätigen zu wollen.

Es entscheiden letztendlich die Mitglieder, das Umfeld und alle Chemnitzer, ob in Zukunft in der Stadt Profifußball gespielt wird.

Aus einer Mitteilung von CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon

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ml

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 29. Oktober 2018 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2018, 16:46 Uhr

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65 Kommentare

31.10.2018 16:38 Krankenpfleger 65

es wird mit allen Mitteln versucht die Patzienten (cfc Rwe ) am Leben zu erhalten ,weniger ist manchmal mehr

31.10.2018 11:22 saxon 64

Was für herzerfrischende, wohl niemals endende, kinoreife Schmierenkomödien in Karl Marx Stadt und in Erfurt. Ein wohl mehr als übler Beigeschmack ...egal in welcher Liga wird beide Vereine für immer begleiten. Der Leidtragende ist wie immer der wahre Fussballfan. Schade...

Mit bergmännischen lila weißen Grüßen....⚒⚒⚒⚒⚒⚒⚒⚒

31.10.2018 10:29 Neutraler 63

Erst sieht er die Stadt in der Pflicht, jetzt die Mitglieder. Warum nicht den Verein selber? Man hätte mal etwas im Kader sparen sollen! Aber Hauptsache alle anderen sind Schuld. Wie wäre es z.B. mit dem Verkauf von Frahn? Das bringt bestimmt etwas Geld. Ich wünsche dem CFC mittlerweile nur das Schlechteste! Trotz der Insolvenz wird so unwirtschaftlich gearbeitet und werden dafür sportlich noch belohnt - das gab es bisher in keinem anderen Verein!

31.10.2018 10:16 Lisa 62

@der Sachse
Einen GmbH bist Du erst, wen man die 25000 € eingezahlt hat. Dann ist man im Handelsregister eingetragen, passiert dies nicht, ist man auch keine GmbH. Dazu musst man noch gewisse Gesellschafter vorstellen und melden, die werden im Handelsregister auch eingetragen. Man kann sich nur überraschen lassen!!! Bei Schulden das Vereines , weiß ich allerdings nicht ob überhaupt das Geld geflossen ist? Zum anderen hört man von keinen, der sich als Gesellschafter mit eintragen lassen will, es ist keiner da der diesen Job machen will?

30.10.2018 17:38 BSG 61

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30.10.2018 17:30 na gugge ma 60

"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du."
Mahatma Gandhi
Ich glaube, wir haben bei manchen Mitbürgern dieses Forums die Stufe 3 erreicht...

30.10.2018 13:15 Comedy for ju - Arena 59

@41 Autohändler klingt niedlich. Kennst Du die Hauptsponsoren von Aue ? Eher nicht. Es sind nicht wie bei Rußchams die üblichen Retter Sparkasse und Stadt. Träum Dich weiter in Liga 11, Jungelchen. Hauptsache morgen ein ordentliches Sümmchen mitbringen, wenn Ihr schon mal in einem Profistadion spielen dürft.

30.10.2018 13:11 TYPISCH PL-FUHRE-ANDY: PLAUENS PATRIOT UND ALL IHRER GEMEINDEN 58

Es ist doch ganz einfach:

Umbenennung in Rasenball Chemnitz

Hauptsponsor RedBull

Die Milljohnen kommen von ganz allein.

30.10.2018 12:53 Sr.Raul 57

Das ist falsch, @41(09577). Es gibt sehr wohl zur RL, neben der sportlichen Qualifikation, ein Zulassungs-/Lizensierungsverfahren für die Rahmenbedingungen (z.B. Wirtschaftlichkeit, Spielstätte etc.pp.). Wundersam ist allerdings, dass ein Ex-Profiverein die Mitgliedsbeiträge nicht generell abbucht und das die vom Herrn IV Siemon als alternativlos durchgedrückte Ausgliederung/Privatisierung nun so gar keine Früchte zu tragen scheint. Sicher kann man sich wegen des Investorengedrängels nicht entscheiden. Euch in C jedenfalls viel Glück, Glück auf!

30.10.2018 12:48 Pitty 56

@Nr.41 09577 "Und zum überteuerten Kaden, scheinbar kennen einige die Gehaltszettel... 3.300 im Schnitt. In NDH wird einigen das Fünffache gezahlt!" Und bei Vereinen die nicht Pleite sind, wie Rathenow, Meuselwitz, Auerbach...…?