Fußball | Reform CFC-Sportchef schlägt neue vierte Liga vor

Der Sportchef des Chemnitzer FC, Armin Causevic, bringt bei der aktuellen Diskussion um die 3. Liga und die Regionalliga eine neue vierte Liga ins Spiel. Als Sandwich zwischen der aktuellen 3. Liga und den fünf Regionalliga-Staffeln. Der DFB hat das Papier vorliegen.

Chemnitzer FC, Sportdirektor Armin Causevic
Armin Causevic. Bildrechte: imago images/Picture Point

Sportdirektor Armin Causevic von Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Konzept zur Neustrukturierung der Fußballligen vorgelegt. "Ich habe es am Montag fristgerecht an den DFB gesendet und hoffe, dass es der Verband im Rahmen seines virtuellen Bundestages am 25. Mai als einen von mehreren Diskussionsschwerpunkten berücksichtigen wird", sagte Causevic der "Bild" (Mittwoch).

CFC: Neue zweigleisige vierte Liga

Das Konzept beinhaltet den Erhalt der 3. Liga in der jetzigen Form mit 20 Mannschaften und darunter die Installierung einer neuen zweigleisigen vierten Liga mit insgesamt 36 Vereinen. Aus den zwei Regionalligen sollen die beiden jeweils Erstplatzierten in die 3. Liga direkt aufsteigen. Die aktuell bestehenden Regionalliga-Staffeln sollen dem Konzept zufolge in ihrem bisherigen Zustand gelassen werden.

"Die Diskrepanz zwischen 3. Liga und Regionalliga wird abgeschwächt", argumentierte Causesic. Außerdem werde das Leistungsgefälle zwischen den Ligen ausdifferenziert, die Regionalligen könnten in der Öffentlichkeit mit einer höheren Akzeptanz rechnen. "Die Vermarktungsmöglichkeiten für größere Vereine unterhalb der 3. Liga würden steigen", sagte der CFC-Sportchef.

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red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 13. Mai 2020 | 10:40 Uhr

19 Kommentare

Chemieschwein. vor 7 Wochen

Na @ Thommi Tulpe wenn du weißt wie sich eine Insolvenz anfühlt dann weißt du ja auch wie sich ein Abstieg anfühlt. Von der 2.Liga in die Regionalliga. Wir in Auerbach reiben uns die Hände deine Herde in unserem schönen Stadion begrüßen zu dürfen. Ei wird das fein!

Thommi Tulpe vor 7 Wochen

Als Blau-Weißer weiß ich noch, wie sich das mit einer Insolvenz auch für Fans anfühlt. 2002 (als der FCM in Insolvenz ging) war es so, dass da kein 9-Punkte-Abzug vorgesehen war - man stieg völlig automatisch ab. Und war ein Jahr später die finanzielle Situation wie jetzt beim CFC immer noch ungeklärt: Man wäre selbst als Erster der Regionalliga-Staffel nicht aufgestiegen, weil ein Insolvenz-Verein eben keine Lizenz für die 3. Liga erhalten hätte. Und 2002 war die 3. Liga nicht einmal eine sogenannte Profiliga wie heute. Wenn meine Spieler während der Insolvenz durch Steuergeld bezahlt werden, ich meine drittligatauglichen Leute auch eine Etage tiefer halten kann ... Sprachen nicht viele Vereine der RL Nordost damals in Bezug auf die Sachsen und Erfurt von Wettbewerbsverzerrung? Die Umfaller sollten in dieser Diskussion einfach mal die "Klappe" halten!

Thommi Tulpe vor 7 Wochen

Warum lehnt die DFL die Aufstockung ihrer Ligen ab? Kein Verein dürfte daran interessiert sein, dass das ohnehin schon ungerecht verteilte TV-Geld unter noch mehr Vereinen aufgeteilt werden müsste. Warum lehnt man es ab, die 3. Liga unter der Regie der DFL spielen zu lassen? Genau aus selbem Grund. Innerhalb von 12 (?) Jahren hat sich die 3. Liga dazu entwickelt, dass auch dort nicht mehr jeder namenlose Wichtigtuer-Verein spielt. 36 statt 20 Vereine würden dahingehend vieles wieder verwässern, die Liga (vielmehr Ligen dann) an Wert verlieren. Außerdem gab es bereits 2 dritte Ligen. Das Modell wollten auch die Vereine, die jetzt wieder danach schreien, damals nicht mehr haben. Diese dritte Profiliga hat sich trotz der Verwerfung, dass sich die meisten Vereine wegen des erhofften Aufstiegs in Gefilde des weit höheren TV-Geldes verschulden, bewährt. Warum sollte man ein solches Modell wieder ändern?