Fußball | Regionalliga Daniel Berlinski nicht mehr Trainer beim Chemnitzer FC

Der Chemnitzer FC hat seinen bisherigen Cheftrainer Daniel Berlinski beurlaubt. Wie der Club am Dienstag (01.03.2022) mitteilte, übernimmt Co-Trainer Christian Tiffert die Aufgaben bis zum Saisonende. Damit kann er sich auch für eine mögliche Weiterbeschäftigung als Hauptübungsleiter empfehlen.

Daniel Berlinski (Trainer Chemnitzer FC)
Daniel Berlinski Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Daniel Berlinski und der Chemnitzer FC gehen nach knapp anderthalb Jahren getrennte Wege. Der Verein will sich zur kommenden Saison auf der Trainerposition neu aufstellen. Um keine Unruhe im Team aufkommen zulassen, habe man sich entschieden, den 36-Jährigen sofort von seinen Aufgaben zu entbinden.

"Die Entscheidung ist mir, gerade aufgrund der letzten Ergebnisse, nicht leicht gefallen. Dennoch müssen wir in unserer Entscheidungsfindung die Gesamtentwicklung über einen längeren Zeitraum berücksichtigen und ohne eine emotionale Verklärung analysieren", erklärte Marc Arnold, Geschäftsführer Sport des Chemnitzer FC.

Trennung überrascht angesichts der Ergebnisse

Angesichts von zuletzt wettbewerbsübergreifend 16 Spielen ohne Niederlage kommt die Entscheidung überraschend, zumal die Mannschaft hinter dem Trainer stand. "Das gesamte Trainerteam macht einen guten Job. Wir können froh sein, dass wir sie haben. Ich hoffe, wir können mit ihnen in die neue Saison gehen", hatte Christian Bickel nach dem 2:0-Sieg gegen Hertha BSC vor zwei Wochen erklärt.

Arnold begründetet die Beurlaubung mit "strategischen Überlegungen für die positive Zukunft des CFC".

Bis zum Saisonende soll Co-Trainer Christian Tiffert das Team betreuen und auf die Spiele einstellen. Möglich auch, dass er sich bei entsprechenden Leistungen selbst für die Berlinski-Nachfolge in Stellung bringt. Die Suche nach dem neuen Cheftrainer werde mit offenem Ausgang in den kommenden Wochen geführt.

Christian Tiffert
Christian Tiffert Bildrechte: imago images/Nordphoto

Sachsenpokalsieg im dritten Spiel

Berlinski wurde nach dem Abgang von Patrick Glöckner zu Waldhof Mannheim im Juli 2020 als neuer CFC-Coach vorgestellt. Während er in seiner dritten Partie durch einen 21:-Erfolg gegen den FC Eilenburg den Sachsenpokal gewinnen konnte und damit in den DFB-Pokal einzog, lief es in der Liga nicht wie gewünscht. Als die Saison nach 13 Spieltagen abgebrochen werden musste, lag Chemnitz auf Rang neun mit 16 Punkten Rückstand auf Meister und Aufsteiger Viktoria Berlin.

Auch die aktuelle Spielzeit startete durchwachsen, seit Herbst aber hatte sich der CFC stabilisiert und Stück für Stück nach vorne geschoben. Nach 26 absolvierten Partien beträgt der Rückstand aber immer noch zehn Punkte.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 01. März 2022 | 17:45 Uhr

40 Kommentare

Olinad vor 24 Wochen

Auch mir wäre es nicht leicht gefallen, nach so einer Erfolgsserie den Trainer zu beurlauben. Aber wenn man eine Veränderung möchte, ist der Trainer nun mal am einfachsten austauschbar und somit meist auch der erste, oder auch einzige, der gehen muß. Das ist nun mal im Fußball so und das wissen sicherlich auch die Trainer. Ich denke, dass DB ein recht guter Regionalligatrainer ist. Mehr traue ich ihm aber momentan auch nicht zu. Das sieht sicherlich MA ähnlich. Auch die Art und Weise (Attraktivität), wie er Fußball spielen lassen hat, hat mir nie so richtig gefallen. Sicher liegt das auch mit an den Spielern, die er immer zur Verfügung hatte. Sein vorzeitiges Aus ist vielleicht damit begründet, dass man CT die Chance geben möchte, sich bis Juni, oder auch länger, zu zeigen. Die Motivation wäre bei DB auch die restlichen 4 Monate nicht mehr da gewesen. Ich wünsche MA bei der Neuausrichtung für die neue Saison eine gute und glückliche Hand, CT viel Erfolg und DB alles Gute. Nur der CFC!

AufmerksamerBeobachter vor 24 Wochen

(…) D.B. wurde von Armin C., dem Vorgänger von M.A. geholt. (…)

Genaugenommen war DB eine Empfehlung von Patrick Glôckner, der nach dem Abstieg mit einem Tor Differenz, zu Mannheim wechselte.

Das Schwierige wird sein, den Aufstieg zu planen. Vor wenigen Jahren, als Cottbus regelmäßig mit zwanzig Punkten Vorsprung auf- und wieder abstieg, sind Geschichte. Heute spielen jedes Jahr bis zu acht Mannschaften um den einen Platz und es braucht Glück und die passenden Umstände, um am Ende obenzustehen.

Inzwischen verlieren die Vereine, wie man hier sieht, schon vor der Saison die Nerven… eine bedenkliche Entwicklung.

oldie68 vor 24 Wochen

@ sek Jetzt kommendie sogenannten Experten auf die Bildfläche , ehemalige Spieler! Und dies ist nicht nur in der Regionalliga so ,denn dies ist Liga übergreifend. Diese Spieler sind doch die besseren Trainer. Manche hatten es versucht und zum Schluss wurden Sie sogenannte Experten bei verschiedenen Fernsehsender ,ob Pay TV oder den restlichen Sendeanstalten ! Der es nicht dahin geschafft hat versucht sich als Experte in den sozialen Medien . Und von aussen auf seinen ehemaligen Verein nur einzukloppen ist erbärmlich!

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