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Fußball | RegionalligaKann der CFC Meister BFC kopieren?

von Patrick Franz

Stand: 19. August 2022, 08:00 Uhr

Richtungsweisender Regionalliga-Hit und beide Teams stehen gleich unter Druck. Bei Chemnitz gegen BFC Dynamo geht's Freitag ab 19 Uhr (live im Sport-im-Osten-Livestream) früh in der Saison um große Ambitionen im Aufstiegsrennen. CFC-Coach Christian Tiffert will den Meister nachahmen.

"Sie sind gefährlich bei Flanken, haben Geschwindigkeit in vorderster Linie und spielen ein ähnliches System wie wir. Da wird es spannend zu sehen, wer sich durchsetzt", meint Tiffert vor dem Traditions-Knaller an der Gellertstraße. Beide Teams agieren nämlich gewöhnlich aus einer 3-4-1-2-Formation heraus, werden sich unter dieser Voraussetzungen ziemlich auf den Füßen stehen.

Tiffert strapaziert Berliner Nervenkostüm

Und das nicht nur in diesem Sinn. Nach der Chemnitzer Nullnummer in Greifswald und der 0:1-Pleite der Berliner im Stadtderby gegen den BAK müssen beide schnell in Form kommen, um den einzigen Platz zur 3. Liga bei der großen Konkurrenz nicht schnell aus den Augen zu verlieren. Tiffert setzt den Gegner auch gleich weiter unter Zugzwang: "Bei den Spielern und allein dem Torjäger, den der BFC hat, muss der Anspruch sein, vorn dabei zu sein." Doch genau mit diesem Unterfangen taten sich die Hauptstädter mit Top-Stürmer Christian Beck zuletzt schwer.

BFC-Coach Backhaus: "Lockerheit ist uns verloren gegangen!"

Heiner Backhaus vermisst bei seinem Meister-Team noch die Leichtigkeit. Bildrechte: Patrick Skrzipek

So meinte der neue Trainer Heiner Backhaus diese Woche im "Berliner Kurier": „Die Jungs, die hier letztes Jahr waren, haben brutal etwas geleistet. Und sie setzen sich jetzt brutal unter Druck, um das wieder zu schaffen. Da ist bei ihnen ein Stück weit die Lockerheit verloren gegangen." Nach der gescheiterten Aufstiegsrelegation erlebte der BFC einen mittelgroßen Umbruch mit neun Zu- und 13 Abgängen, darunter fünf Leistungsträger, die den Klub verließen.

CFC-Abwehr immer stabiler

CFC-Stürmer Felix Brügmann will den BFC diesmal stoppen. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner

Die Himmelblauen kommen dagegen mit einer positiven Entwicklung. Die letzte Pflichtspielniederlage war Anfang April, ausgerechnet das 1:3 gegen die weinroten Berliner. Seitdem kassierte Chemnitz in elf Wettbewerbspartien nie mehr als einen Gegentreffer. Tiffert ist deshalb stolz: "Wir denken schon im Ballbesitz, was passiert, wenn wir den Ball verlieren. So haben wir eine gute Restverteidigung. Es geht immer um die Positionierung, um Konter zu unterbinden."

Zickert-Schulter bleibt Fragezeichen

Abwehrchef Robert Zickert droht die Partie wegen seiner Schulterprobleme zu verpassen. Bildrechte: imago images/Picture Point

Bei den Sachsen wackelt noch der Einsatz von Abwehrchef Robert Zickert. Dem Routinier war zuletzt mehrfach die Schulter herausgesprungen. "Das ist keine Lappalie", mahnt Tiffert. "Wir haben entschieden, ihn nochmal zu einem Spezialisten zu schicken. Dieser soll entscheiden, ob grünes Licht gegeben werden kann." Bisher sind erst 2.447 Tickets verkauft. "Wir hoffen, dass es ein Highlight für uns wird", rührte der Ex-Bundesliga-Profi auch noch die Werbetrommel und fügte grinsend an: "Zumindest für uns."

Fakt: In den vergangenen vier Vergleichen holte Chemnitz bei 3:7-Toren nur einen Punkt gegen die Berliner. Da wird es umso interessanter, ob die Tiffert-Elf den Titelträger des Vorjahres wirklich schon kopieren oder besser mit den eigenen Waffen schlagen kann.

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 19. August 2022 | 21:45 Uhr

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