Fußball | Regionalliga Christian Tiffert: Vom Hospitant zum Cheftrainer des Chemnitzer FC

2019 wollte er für zwei Wochen beim CFC hospitieren, später wurde er zum Co-Trainer befördert. Jetzt hat Christian Tiffert die Verantwortung bei Regionalligist Chemnitzer FC, vorerst bis zum Saisonende.

Nachdem sich der CFC von Daniel Berlinski getrennt hat, übernimmt der bisherige Co- Trainer Christan Tiffert bis zum Saisonende die Arbeit als Trainer.
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2019 ist er kurz nach seinem Karriereende beim Halleschen FC als Hospitant zum Chemnitzer FC gekommen. Seit dem 1. März 2022 ist Christian Tiffert Cheftrainer der Himmelblauen, nachdem Daniel Berlinski mit sofortiger Wirkung entlassen wurde. Tiffert übernimmt, vorläufig bis Saisonende. "Ich habe die Info, dass ich als Praktikant arbeiten darf, damals im Freibad bekommen. 2 Wochen waren geplant, es scheint aber nicht so schlecht funktioniert zu haben. Dann wurde ein Trainer entlassen, da war ich Co-Trainer, dann kam der nächste, da bin ich geblieben. Jetzt bin ich Cheftrainer", fasste der 40-Jährige seinen CFC-Werdegang bei seiner offiziellen Vorstellung zusammen.

A-Lizenz schon länger in der Tasche

Auf einer Pressekonferenz wird der neue Cheftrainer des CFC, Christian Tiffert, vorgestellt.
Christian Tiffert auf der Pressekonferenz des Chemnitzer FC Bildrechte: imago images/HärtelPRESS

Er habe keine Angst vor der neuen Aufgabe, eher sei es eine große Freude. "Ich brauche Unterstützung, ich werde mich da aber schnell reinfuchsen. Für mich ist es eine Chance, die werde ich versuchen zu nutzen", so Tiffert, der seit einiger Zeit bereits den nötigen A-Schein in der Tasche hat. Während der Spielerkarriere habe er schon den Trainerschein gemacht, "um zu schauen, ob der Trainerberuf für mich was sein kann".  

Arnold sondiert intensiv den Trainermarkt

Ob das Engagement von Tiffert auch über den Sommer 2022 hinaus denkbar ist, wollte Sportgeschäftsführer Marc Arnold nicht direkt beantworten. "Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Er hat die Chance bekommen, sich hier zu zeigen. Ich werde den Trainermarkt dennoch intensiver sondieren, dann werden wir sehen, was in den nächsten Wochen passiert“, so Arnold, der auf der Pressekonferenz noch einmal die für viele zu diesem Zeitpunkt doch überraschende Trennung von Daniel Berlinski begründete. Man habe einen klaren Cut machen wollen, wollte sich neu ausrichten. "Wir sind Daniel sehr dankbar, er hatte den Verein zu einem ungünstigen Zeitpunkt übernommen. Es war aber eine strategische Entscheidung."

Im Bild v.l.: Geschäftsführer Marc Arnold und Ex-Trainer Daniel Berlinski
Geschäftsführer Marc Arnold (li.): "Mit Daniel Berlinski (re.) menschlich gut klargekommen." Bildrechte: imago images/Picture Point

Ziele: Es geht nur Schritt für Schritt

Ziele für die aktuelle Saison gebe es aber auch noch genügend. Man wolle sich so gut wie möglich platzieren und im Sachsenpokal Erfolge feiern. Auf die Frage, was aus dem vor einem Jahr verkündeten mittelfristigen Ziel 2. Bundesliga wird, sagte Arnold: "Das sollte man verfolgen. Wir müssen aber einen Schritt nach dem anderen gehen. Da sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um in der Regionalliga Nordost spielen zu können. Der nächste wäre, in die 3. Liga aufzusteigen."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. März 2022 | 16:00 Uhr

8 Kommentare

Waldi vor 23 Wochen

Wenn man nach Bild geht,hat man schon einen neuen Trainer im Visier.Allerdings garantiert er den Aufstieg auch nicht.Finde es sowieso nicht gut,diesen Trainer mitten in der Saison
nach 16 ungeschlagenen Spielen zu entlassen.
Frag mich jetzt ernsthaft,ob dieser Sportvorstand der richtige ist.
Dem CFC wünsche ich ein ruhigeres Fahrwasser,ohne ständige Trainerwechsel.

AufmerksamerBeobachter vor 23 Wochen

Was soll man machen? Für Ziegner oder Schuster reicht das Geld nicht, für Mauksch oder ähnlich Ambitionierte ist das eine Nummer zu groß.

Man müsste ja schon einen ordentlichen Zweijahresvertrag anbieten, wenn es dann nach den ersten zehn Spielen nächste Saison wieder nur Platz zehn ist, hat man ein Problem.

Tiffert soll mal machen, interessant ist eh, welche Spieler verlängert werden und das man den zweiten Torwart hält, falls Kuba nicht wiederkommt. Aber mit Torleuten hatte man eh' immer Glück.

der Ruhlsdorfer vor 23 Wochen

Viel Erfolg Herr Tiffert. Packen Sie ihre Chance beim Schopf, vielleicht wird ja aus dem Unmöglichen noch das mögliche.
Lasst ihn in Ruhe arbeiten, er kennt die Mannschaft und weiß wie sie tickt. Und vielleicht kommen doch noch einmal neue Impulse, die die Mannschaft erfolgreich umsetzen kann.
Lasst uns unsere Hausaufgaben machen.
Von größeren Dingen können wir später Träumen.
Noch einmal...viel Erfolg für die nächsten Wochen.
NUR DER CFC

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