Björn Joppe
Bildrechte: 1. FC Lokomotive Leipzig Spielbetriebsgesellschaft mbH

Fußball | Regionalliga Das ist der neue Lok-Trainer Björn Joppe

Björn Joppe ist ab sofort für die Geschicke des Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig verantwortlich. Am Donnerstag (27.09.2018) wird der 39-Jährige offiziell vorgestellt. Danach wartet auf die Leipziger am Samstag beim Spitzenreiter Chemnitzer FC eine schwere Aufgabe.

Björn Joppe
Bildrechte: 1. FC Lokomotive Leipzig Spielbetriebsgesellschaft mbH

Als offensiver Mittelfeldspieler kickte der in Wuppertal geborene Joppe für insgesamt zwölf Vereine. Bayer Uerdingen und Fortuna Wuppertal waren seine ersten Jugendvereine. Vor allem in der Oberliga Westfalen und der Regionalliga Nord kam er in der Folge zu vielen Einsätzen. Doch er absolvierte auch Bundesliga-Spiele: Zu Beginn der Saison 1998/99 kickte er dreimal für den VfL Bochum in der höchsten deutschen Spielklasse. Joppe stand beim 2:2 in Nürnberg, 0:2 in Duisburg und dem 2:2 gegen Bayern München auf dem Platz. Danach bekam er unter Trainer Klaus Toppmöller aber kaum noch einen Platz im Kader, spielte dafür für die zweite Mannschaft.

Björn Joppe
Björn Joppe im Trikot des VfL Bochum (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Im DFB-Pokal mischte Joppe sechsmal mit. Mit Union Berlin scheiterte er 2003 in der zweiten Runde an Bayer Leverkusen (0:5). Beim VfL Osnabrück war 2004 ebenfalls in der zweiten Runde gegen Bayern München (2:3) der Traum vom Achtelfinale oder mehr ausgeträumt. Ein Jahr später schied Joppe mit Osnabrück erneut in der zweiten Runde gegen aus - 4:6 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FSV Mainz 05. 2017 beendete Joppe bei Rot-Weiß Stiepel seine Karriere.

Björn Joppe (Bochum)
Björn Joppe im März 2003. Bildrechte: IMAGO

Erfahrung als Trainer: A-Junioren in der Landesliga

Bisher verfügt Joppe nur über vergleichsweise wenig Erfahrung als Trainer. Laut transfermarkt.de zeichnete er für die Sportfreunde Schwäbisch Hall Jugend verantwortlich. Seit diesem Sommer ist er Nachwuchskoordinator beim 1. FC Lok. Dort trainierte er zuletzt mit Co-Trainer Danilo Daum auch die A-Junioren. In der Landesliga stehen die "Blau-Gelben" mit vier Siegen aus fünf Spielen an der Tabellenspitze. Einzig beim VFC Plauen setzte es eine Niederlage (0:3). Bei seiner Vorstellung Ende Mai schrieb Lok, dass Joppe "symbolisch für den Aufbruch" stehe. In drei bis fünf Jahren soll mit seiner Hilfe ein DFB-lizenziertes Nachwuchsleistungszentrum entstehen.

Joppe noch kein Fußball-Lehrer

Wie die "Bild"-Zeitung am Montag (24.09.2018) berichtete, soll sich der Nachwuchschef in den Regionalliga-Spielen gegen Chemnitz, den BAK und Bautzen sowie im Landespokal gegen Hainsberg bewähren. Wenn es gut läuft, soll er bis zum Saisonende an der Seitenlinie stehen. Doch Joppe hat aktuell nur eine Trainer-B-Lizenz. Für die Regionalliga ist aber der A-Schein notwendig. Es sei vorher bereits besprochen gewesen, dass Joppe diesen Schein noch macht. Es geht also demnächst zu Weiterbildungen.

Lok stellt dem neuen Coach Kapitän Markus Krug als Co-Trainer an die Seite. Der Verteidiger soll für Zusammenhalt im Team sorgen. Allerdings kann der 30-Jährige nicht bei allen Einheiten dabei sein, weil er "nebenbei" noch arbeitet.

mkö

Dieses Thema im Programm: Sport im Osten | 23. September 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2018, 16:20 Uhr

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10 Kommentare

26.09.2018 09:18 FTL 10

Ich wünsche Björn Joppe viel Glück. Vielleicht hat das Verhältnis der Spieler mit H. Scholz nicht mehr gestimmt.
Auf geht's nach Chemnitz, ich bin sicher dort sehen wir den FCL wieder siegen.
Nur der LOK

25.09.2018 18:13 R17 9

Für so eine große Lok, braucht man viele Betriebsstunden!
Aber man weiß ja nie! Viel Erfolg für den neuen Lokführer und immer auf die Signale achten!

25.09.2018 18:08 Albatros 8

@7 Mathias Mauksch? das soll wohl ein Witz sein. Der war schon mal in Probsthaida, hat noch mal die dicke Kohle abgegriffen und ansonsten nur sein Trikot spazieren getragen. Den braucht hier keiner. Gibt mit Sicherheit viele bessere. Ich wünsche Björn alles Gute. Schauen wir mal wie es um die Einstellung der "Profis" bestellt ist.

25.09.2018 11:10 Dresdner 7

Matthias Mauksch ist frei und würde auch durchaus passen, sowohl vom Gehalt, wie auch als Typ!

25.09.2018 10:10 Nordlicht 6

Dem Neuen alles Gute!
Aber, der Wechsel zeigt die Hilflosigkeit im Club. Strategisches und durchdachtes Handeln sieht anders aus! Profimannschaft und Nachwuchstrainer... das wird nicht gut gehen. Aber Scholz/Hoppe sind weg, die nächste Niederlagen muss der Vorstand verantworten!

25.09.2018 10:06 Nordlicht 5

Die Saison ist für Lok gelaufen, ein weiteres Jahr umsonst, deshalb eine Lösung die nichts extra kostet, da eh nur noch Freundschaftsspiele kommen und man nächstes Jahr frühestens wieder mal versuchen kann anzugreifen....

25.09.2018 09:54 Nordsachse 4

Leichter Job für den Neuen! Geht ja sowieso nicht schlechter.

25.09.2018 09:45 Kalle 3

@1 + @ 2 : Nun laßt doch den Mann erst mal anfangen und wenn euch Lok zuviel ist, warum trollt ihr euch dann hier rum. Geht doch ganz einfach auf die RB-Seite und schreibt dort.

Das es nur eine interne Trainerlösung geben wird ist finanziell richtig. Diese Saison kann es nur noch darum gehen nicht noch weiter in Punktenöte zu kommen. In Chemnitz kann der Neue & Mannschaft eigentlich befreit aufspielen, es erwartet eh niemnand etwas.
Und zu Heiko Scholz: Vielleicht ist er auch an seiner eigenen Erwartungshaltung gescheitert . Er wird aber zurück kommen und dem Verein zur Seite stehen. Ebenso wie Sponsor Wernze, der eingebunden war in die Entscheidungen vom WE und sie mitträgt.
So, jetzt soll aber wieder der Ball rollen...

25.09.2018 08:26 Der Sachse 2

Jetzt werden die eigenen Nachwuchstrainer verheizt. Ich denke Lok will Profifussball. Aber dann muss jetzt ein Trainer mit A-Lizenz her.

24.09.2018 22:46 CERTAS 1

Scholz extern bezahlt, deshalb hielt man an ihm fest.

Jetzt reicht es trotz Profitum ohne Not ganz klar nur zu einer vereinsinternen Billiglösung der eh schon bezahlt wird.

Peinlich hoch 3...
Zumachen den Laden...