Fußball | Umfrage Dauerkarten: So ist der Stand bei den mitteldeutschen Top-Teams

RB Leipzig und der 1. FC Magdeburg vermeldeten beim Verkauf der Dauerkarten neue Rekordzahlen. Wie sieht es bei den anderen mitteldeutschen Mannschaften aus?

Dynamo Fans im Gästeblock des Erzgebirgsstadions, 2018
Spiele zwischen Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue stehen in der Gunst der Fans immer hoch im Kurs. Dauerkartenbesitzer sind dann klar im Vorteil. Bildrechte: IMAGO / Robert Michael

Bei Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig haben Kurzentschlossene in der neuen Saison schlechte Karten. Der Verein meldete einen neuen Dauerkartenrekord. 32.200 Tickets wurden bisher verkauft. 47.069 Plätze bietet das Stadion bei Bundesligaspielen, nur 42.600 bei internationalen Duellen.

Erfolg macht eben sexy und begehrt. Das merkt man auch beim 1. FC Magdeburg. Der Zweitliga-Aufsteiger, der am Samstag in die Saison startet, meldete ebenfalls einen neuen Rekord. 13.050 Jahreskarten wurde verkauft. Damit ist in jedem Heimspiel mehr als ein Drittel der 30.098 Zuschauer fassenden MDCC-Arena besetzt.

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Zwickau, Halle und Aue zufrieden

Bei den mitteldeutschen Drittligisten Erzgebirge Aue, dem FSV Zwickau und dem Halleschen FC werden keine Rekorde purzeln. Der FSV hat bisher 761 Karten verkauft und bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahres, sagte Pressesprecher Daniel Sacher auf MDR-Anfrage.

Erzgebirge Aue genießt trotz des Abstiegs viel Sympathien und meldet bisher rund 2.000 verkaufte Dauerkarten. Die 2.774 Tickets des Vorjahres werden wahrscheinlich nicht ganz geknackt werden, dass Ziel 2.300 ist aber in den verbleibenden zwei Wochen bis zum Saisonstart durchaus noch realistisch. In diesen Regionen bewegt sich auch der Hallesche FC, der mit 2.000 "Stammgästen" rechnen darf. Ähnlich viele waren es in der letzten Saison auch.

Dynamo startete Montag freien Verkauf

Größer ist der Run auf die Tickets traditionell in Dresden. Dynamo setzte den Verkauf von Dauerkarten in den letzten beiden Jahren aus, erlebte in den ersten Verkaufstagen einen Ansturm und vermeldete rasch 3.000 verkaufte Karten. Bisher hatten nur Mitglieder das Recht zum Kauf. Seit Montag (11.07.2022) ist der freie Verkauf gestartet.

Lok Leipzig verkauft so viele Karten wie noch nie

Wenig Bewegung gab es dagegen auf dem Dauerkartenmarkt in der Regionalliga Nordost. Energie Cottbus liegt mit 1.750 verkauften Karten wie so oft vorn. Chemie Leipzig nähert sich nach eigenen Angaben den 1.600, Lok Leipzig fehlen nur noch wenige Tickets, um die Marke von 1.300 Dauerkarten zu knacken. Der bisherige Bestwert (1156 Dauerkarten) wurde bereits übertroffen.

Carl Zeiss Jena hat für seine "Heim-Baustelle" immerhin 900 Tickets verkauft, der Chemnitzer FC steht wie im Vorjahr bei 500 und der ZFC Meuselwitz bei 100 Karten. Germania Halberstadt startet den Verkauf erst in der nächsten Woche, Rot-Weiß Erfurt beginnt in zwei Wochen mit dem Verkauf der Jahreskarten. Die Regionalliga startet erst am 5. August, insofern haben alle unschlüssigen Fans noch Zeit zuzuschlagen.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. August 2022 | 14:00 Uhr

13 Kommentare

Alucard vor 21 Wochen

Das bei Lok ebenso Pakete verkauft werden weiß ich selber. Die Frage ist ob Lok die Dauerkarten im Paket mit angibt bei dem Verkauf oder nicht. Hab auch nie geschrieben das bei uns keine Pakete verkauft werden.

mamp vor 21 Wochen

was spricht denn da Bände? Berichtigt mich wenn ich falsch liege aber bei Chemie dürfen doch nur um die 5000 Zuschauer rein, bei LOK dürften es um die 3x so viele sei. Das ist nun schon entscheidend ob man auch bei den Topspielen dennoch einfach an seine Karten kommt oder aber gewisse Anstrengungen in Kauf nehmen muss. Auch wirkt bei einigen Vereinen noch die Corona-Zeit nach und wie es da mit den ausgefallenen Spielen gehandhabt wurde - Corona ist womöglich noch nicht vorbei, ergo sind auch da viele vorsichtig vor allem wenn man eben keine Angst hat vor den Spielen an Karten zu kommen.

Hannchen vor 21 Wochen

Mensch Marco, das war jetzt ein klassisches Eigentor. Na klar sind die Karten im AKS personalisiert. Und Kinderkarten haben dort ein anderes Design, da kann kein Erwachsener einfach mit rein gehen. Wenn wir uns schon ärgern das Leutzsch uns überholt hat, dann bitte schön nicht öffentlich und so plump. Junge, junge.

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