Fußball | Regionalliga DFB unterstützt Mini-Kompromiss zum Drittliga-Aufstieg

Logo des DFB
Bildrechte: IMAGO

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich in Sachen Drittliga-Aufstieg positioniert - und die Verantwortung trotzdem wieder in die Regionalverbände zurückgegeben: Der Fußball-Verband unterstützt den von Vereinsvertretern erarbeiteten Vorschlag zum Drittliga-Aufstieg. Eine konkrete Regelung sollen jetzt die Regionalverbände ausarbeiten. Das teilte der DFB am Freitag (3. Mai 2019) per Pressemitteilung mit.

Ball liegt wieder bei den Regionalverbänden

Erst im März hatten sich 47 Vertreter von Regionalligen und der 3. Liga nach längeren Diskussionen auf eine Aufstiegsregelung verständigt - und darauf, dass die fünf Regionalligen nicht zerschlagen werden. Der Aufstiegskompromiss sieht vor, dass die Regionalligen West und Südwest jährlich einen Aufsteiger stellen und aus den drei Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Aufsteiger ermittelt werden sollen.

Dem stimmt der DFB nun zu und spielt den Ball gleichzeitig zurück an die Regionalverbände: "Der Modus zur Ermittlung dieser beiden Aufsteiger ist in den kommenden Wochen durch die Fachgremien der für Nord, Nordost und Bayern zuständigen Verbände im Einvernehmen mit den Vereinen festzulegen", heißt es in dem Schreiben.

Fußball Regionalliga Aufstieg 3. Liga Grafik
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Entscheidung auf DFB-Bundestag im September

Eine Entscheidung wird für Ende September angepeilt: "Das Präsidium beauftragt nun die DFB-Verwaltung mit der Formulierung eines entsprechenden Beschlussantrags für den DFB-Bundestag am 27. September 2019", teilte der DFB mit.

Hin und Her seit mehr als einem Jahr

Der DFB und die Regionalverbände feilen bereits seit mehr als einem Jahr an einer Lösung für den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga. Unter den diskutierten Vorschlägen waren neben einer Aufstockung der 3. Liga, der Kürzung in vier Regionalligen oder einer Aufstiegsrelegation auch die jetzt favorisierte Regelung. Diese wurde 2018 zunächst als Übergangslösung für die Jahre 2019 und 2020 festgelegt. Im März stimmten die Vertreter der Regionalliga und der 3. Liga dann über verschiedene Vorschläge ab - das einst als Provisorium geplante Modell setzte sich dabei durch. DFB-Vize Rainer Koch sagte damals, es sei "unter allen schlechten die mit Abstand beste Lösung."

dh/pm

Zuletzt aktualisiert: 03. Mai 2019, 17:02 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

30 Kommentare

05.05.2019 18:01 weissderGeier 30

2. und 3. zusammenfassen in 2. Liga Nord und 2. Liga Süd. Dann könnten aus den Regionalligen locker 6 Mannschaften aufsteigen.

05.05.2019 16:49 Schleiereule 29

Rein Objektiv, Blick gen RL Bayern und der RL Nord. Aktuell Wolfsburg II und B.M. II auf den goldenen Plätzen. Zuschauermagnet Relegation, wie in der Frauen BL. 1K-2k Zuschauer? Wahnsinnig attraktiv! Alternative im Norden wäre punktuell der Traditionsclub Vfb Lübeck und in Bayern? Eichstätt. Sportlich okay aber schon mit der Aussage, Aufstieg? Nee, wir doch nicht!! (Wozu spielt man dann in einer Liga, die vor dem Kompromiss, einen festen Platz haben wollte, während der NOFV doch bitte gesplittet werden möchte!) Nur faule Eier stinken da gewaltiger. Ebenso die redliche Distanz von Zwickau, Jena, Rostock, Halle bis auf Cottbus, für den Erhalt der RL NO zu stimmen. Bröckelnde Solidarität?? Mir geht es da um die Wertevermittlung, gerade für den Nachwuchs! Du bist von Wismar bis Gera weniger Wert, weil du ja nicht im Ballungsgebiet um BW oder NRW oder Bayern Fußball guckst. Deine Chance Profifußball zu sehen ist da einfach minimaler. Aber jeder BW Verein xy-heim die 15. ist wohl gewollter.

05.05.2019 16:19 Tim 28

Schafft die Eingleisigkeit von der 1. bis zur 3. BL im Fussball endlich wieder ab. Es gab ja schon mal 2 2. BL im Fussball. Wie diese 2 2. BL ausgerichtet werden sollten, ist natürlich etwas schwierig bei 5 Regionalligen. Mein Vorschlag wäre die Regionalliga West (Kunststaat NRW) mit seinen 3 Verbänden zu zerschlagen. Die Verbände Westfalen und Niederrhein fusionieren mit den Verbänden der Regionalliga Nord. Diese RL Nord stellt mit der RL Nordost die Aufsteiger zur neuen 2. BL Nord. Die restlichen Regionalligen stellen mit dem Verband Mittelrhein die Aufsteiger zur neuen 2. BL Süd.

05.05.2019 11:37 dasberggeschrei 27

Liebe Fussballromantiker, herzlich willkommen im Kapitalismus. Der DFB publiziert in seiner Satzung Gleichberechtigung, Integrität des sportlichen Wettbewerbs, Pflege von Respekt und Anerkennung. Es ist aber seitens des DFB mit Nichten zu erkennen, dass diese Werte gelebt werden. Wenn ein Meister im Südwesten und Westen aufsteigen darf, wieso nicht auch der Meister des Nordens, Nordostens oder Bayerns? Wieso schafft man es nicht eine Nordwest, Nordost, Südwest und Südost (jetzt Bayern) zu generieren? Wieso werden Rödinghausen andere Bedingungen gegeben als Eichstätt, Halberstadt oder Flensburg? Jeder Verein sollte gleiche Bedingungen erhalten, egal ob Nord, Süd, West oder Ost, egal ob erfolgreicher Bundesligaverein oder 4. Ligist. Es klingt utopisch, aber wer mehr Geld haben will, soll sich dieses Geld durch Marketing verdienen, aber der DFB sollte jeden Verein gleich behandeln und gleiche Voraussetzung schaffen. Gleichberechtigung für alle!

05.05.2019 08:25 Sputnik 26

Wer in der Champions League spielen will, muss sich sportlich qualifizieren.
Der DFB geht nicht nach sportlicher Qualifikation, sondern nach der Anzahl der Einwohner und Mannschaften. Seltsam.
Der Ossi war, ist und bleibt der Dumme.

05.05.2019 00:51 Dufo 25

Eine bessere Lösung wäre als mein vorhin vorgeschlagene Kompromis wäre:

Die Regionalliga Nordost bleibt bestehen.

Leider ist keine gerechte Dreiteilung der übrigen Regionen möglich, wohl aber eine gerechte Zweiteilung.

Die Regionalligen West mit Nord werden zur Regionlliga Nordwest zusammengelegt. Bayern schließt sich zur Regionalliga Süd zusammen.

Alle drei Meister steigen direkt auf. Zudem spielen die Vizemeister der Regionalligen Nordwest und Süd den vierten Aufsteiger aus.

Ginge es voll nach dem DFB-Proporzdenken, stünden den Regionalligen Nordwest und Süd zwei feste Aufsteiger zu. Dann müssten allerding 5 Absteiger aus der 3.Liga geben. Dafür müsste die 3. Liga auf 22 Mannschaften aufgestockt werden.

Die Frage ob Zweit-Mannschaften der Bundesligisten in die 3 Liga aufsteigen dürfen ist lasse ich dann offen.

05.05.2019 00:33 Dufo 24

Wenn schon es bei 5 Regionalligen bleibt bei nur 4 Aufsteigern. Dann kein bitte Aufstiegsrecht für die Zweiten Mannschaften der Bundesligisten.

Fester Aufstieg für den Meister der Regionalligen West und Südwest und dem punktbesten Meister der übrigen Regionalligen. Die anderen beiden Meisten spielen den vierten Aufsteiger aus.

So kann ein souveräner Meister mit dem Direktaufstieg belohnt werden. Bitte bloß keine jährliche Rotation, wo schon vor Beginn der Saison der dritte Direktaufsteiger festgelegt wird.

Sollte einer der fünf Meister eine Zweite Mannschaft sein, so steigen alle vier übrigen Meister automamatisch auf, die Relegation entfällt.

Sollten zwei Zweit-Mannschaften in ihren Ligen Meister werden, spielen die beiden nachrückenden Vizemeister den vierten Aufsteiger aus. Die drei aufstiegsberchtigten Meister steigen dann direkt auf.

Bei vier oder gar fünf Nachrücker /Vizemeister oder gar Tabellendritte) Relegation zwischen den Punktschlechtesten.

04.05.2019 17:19 Uwe Kockisch 23

Die komplette verstaubte DFB Führung gehört ausgewechselt. Der DFB muss endlich eine Entscheidung treffen und nicht die Verantwortung immer wieder an die Landesverbände schieben.
Meister müssen aufsteigen!!

04.05.2019 16:54 Vogtländer 22

Ab Saison 2020/2021: Pro Regionalliga steigt der Meister auf, dann aber 5 Absteiger in Liga 3 und die Liga 3 auf 22 Mannschaften aufstocken. Nur so und nicht anders. Denn eine Reduzierung auf 4 Regionaligen geht nur zu Lasten des NOFV!

04.05.2019 11:07 Steffen Töpfer 21

Und als Kompromiss in Bundesliga 4, 22 Teams mit 5 Absteigern und demzufolge kann man die 5 Regionalligen so lassen. Aber nehmt die 2ten Mannschaften raus, auch aus der Regionalliga. Lieber Chemie und Wanne Eickel als Hertha ll.

Mehr zum Thema