Fußball | Regionalliga DFB-Vize Koch zu Drittliga-Aufstieg: "Gilt nicht für die Ewigkeit"

Kaum ist die Tinte unter der neuen Aufstiegsregelung von der Regionalliga in die 3. Liga trocken, schließt DFB-Vizepräsident Rainer Koch eine neue Diskussion darüber nicht aus.

Rainer Koch (DFB-Vizepräsident)
Bildrechte: imago images / Sven Simon

DFB-Vizepräsident Rainer Koch sieht die neue Aufstiegsregelung für die fünf Fußball-Regionalligen nicht als langfristig gesetzt an. "Sie gilt nicht für die Ewigkeit. Die Vereine können auf dem DFB-Bundestag in drei Jahren selbst für Abhilfe sorgen, indem sie einen konsensfähigen Änderungsantrag stellen. Alle anderen diskutierten Modelle waren bisher nicht mehrheitsfähig", sagte Koch der "Sport-Bild" (Mittwoch). Im Protokoll des DFB-Bundestags war allerdings nicht festgehalten worden, dass es sich um eine Übergangslösung handelt - zum Ärger mancher Vereinsvertreter.

Neue Regelung gilt ab 2020/2021

Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag eine Regelung beschlossen, nach der ab der Saison 2020/21 die Meister der Staffeln West und Südwest direkt aufsteigen. Die Meister der Regionalligen Nordost, Nord und Bayern stellen im Rotationsverfahren einen weiteren direkten Aufsteiger. Der vierte Aufsteiger wird in einem Playoff der beiden anderen Gewinner dieser drei Ligen ermittelt. Aus der 3. Liga müssen somit - wie schon seit der vergangenen Saison - dauerhaft vier Teams absteigen. Die Direktaufsteiger in dieser Spielzeit kommen aus den Regionalligen Südwest, Bayern und Nord. Die jeweils Erstplatzierten der Staffeln Nordost und West ermitteln in zwei Playoff-Spielen den vierten Aufsteiger. Konkret bedeutet das, dass aus der Nordost-Staffel nur alle drei Jahre ein Klub direkt aufsteigen kann.

Rainer Koch (DFB-Vizepräsident)
DFB-Vizepräsident Rainer Koch auf dem DFB-Bundestag am vergangenen Freitag (27.9.2019) in Frankfurt/Main Bildrechte: imago images / Sven Simon

Wird die 3. Liga deutlich erweitert?

2017 hatte eine Kommission zahlreiche Modelle geprüft, keines konnte als mehrheitsfähig eingestuft werden, vor allem weil die fünf Regionalligen an ihrem eigenständigen Status festhalten wollten. Das künftige Ziel ist laut der Zeitschrift, dass alle fünf Regionalliga-Meister auch aufsteigen können. Dafür könnte die 3. Liga von 20 auf 24 Teams wachsen oder die 3. Liga auf zwei Staffeln mit je 16 Mannschaften aufgeteilt werden. Dieses Modell würden auch Bundesligisten favorisieren.

dpa/red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 27. September 2019 | 17:45 Uhr

9 Kommentare

Lobello vor 40 Wochen

Koch ist eine Schande für den deutschen Fußball. Das einzige Interesse, was er verfolgt, ist sein geliebtes Bayern, wo er der Chef ist,am Leben zu halten. Er hätte genauso vom Hof gejagt werden sollen, wie Grindel.

ein Dynamo vor 40 Wochen

Bedauerlich, wie die Qualität der 3. Liga für die Meister der Regionalligen geopfert werden soll. Man war doch damals so froh, dass man eine eingleisige 3. Liga geschaffen hat. Und nun wird wieder erwogen, sie in 2 Staffeln aufzuteilen - mit insgesamt 32 Vereinen. Ich bin zudem der Meinung, dass mehr Vereine eine Liga nur schwächen. Sollen doch endlich mal die Regionalligisten über ihren Schatten springen und sich in 4 Staffeln aufteilen, wenn sie schon wollen, dass jeder Meister aufsteigt. Aber nee, soll doch lieber die 3. Liga geschwächt werden.

Ein Hallenser vor 40 Wochen

Was soll dass rum gejammere hier. Wir haben es doch nicht anders gewollt. 4 Regionalliegen Nord/nordost, Südost/Bayern, Südwest und West. Der jeweils erste steigt auf. So wäre es am einfachsten. Dann könnten sogar 2 Mannschaften aus dem Osten jedes Jahr aufsteigen. Aber eine Teilung will ja der Nordosten nicht. Dann kommt eben sowas dabei raus.