Fußball | Regionalliga Energie Cottbus setzt sich für sportliches Saisonende ein

Energie Cottbus will eine Entscheidung über den Saisonausgang am grünen Tisch unbedingt verhindern. Der Dritte der Nordost-Staffel stellte am Montag (18.05.) einen Antrag beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), den Meister und Teilnehmer der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga sportlich zu ermitteln.

Karsten Sachs
FCE-Geschäftsführer Karsten Sachs plädiert für eine sportliche Lösung. (Archiv) Bildrechte: imago images/Steffen Beyer

Bei der jüngsten Videokonferenz hatten sich die Clubs für einen Saisonabbruch ausgesprochen. Unklar blieb, wie der Meister ermittelt werden soll. Die meisten Vereine hatten sich für eine Quotientenregelung ausgesprochen, nach der Lok Leipzig in der Relegation gegen den West-Regionalligisten spielen würde.

"Wir haben uns im Nachgang der vergangenen Videokonferenz mit den Vereinen und dem Verband intern beraten. Als Folge daraus haben wir nun einen nach geltender Spielordnung konformen Antrag für eine sportliche Lösung zur Ermittlung des Teilnehmers zur Aufstiegsrelegation aus dem Nordosten eingebracht. Der NOFV hat nun innerhalb einer siebentägigen Frist Zeit, diesen zu prüfen", so FCE-Geschäftsführer Karsten Sachs in einer Mitteilung.

Sollte die Saison abgebrochen werden, möchte Cottbus ein Finalturnier um die Meisterschaft ausspielen. Teilnehmer sollen Tabellenführer Altglienicke, der bei einem Spiel weniger absolvierte punktgleiche Zweite Lok, Cottbus und Hertha BSC II sein. Dieses Modell mit dem Finalort Erfurt kursierte bereits vor einigen Wochen, war aber von Altglienicke und Lok abgelehnt worden.

(ten/dpa)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 18. Mai 2020 | 19:30 Uhr

23 Kommentare

Der Osten vor 18 Wochen

Für mich passt nur Hertha nicht in die Viererrunde eines Finalturniers. Die liegen hinter Fürstenwalde und haben einen großen Abstand! Gegen Cottbus spielten 5 oder 6 gestandene Erstligaprofis von Hertha. Ist das gerecht? Energie gewann trotzdem 3:1!

Der Osten vor 18 Wochen

Bitte die volle Wahrheit! Im Hinspiel hatte Energie 2:0 gegen Lok in Leipzig geführt. Erst ein umstrittener Platzverweis und eine Halbzeit in Unterzahl brachte die Wende und das 3:2 für Lok. In Cottbus hat Lok sehr gut gespielt, aber nicht gewonnen. Weltstadt Leipzig? Ich liebe Leipzig, habe da lange gelebt und viele Spiele von Lok Leipzig in der DDR vor Ort erlebt, sogar das emotionalste Spiel meines Lebens von Lok im Zentralstadion gegen Bordeaux. Cottbus ist genauso viel kleiner als Leipzig, wie Berlin (Altglienicke!) größer als Leipzig ist. Cottbus war sechs Jahre 1. Bundesliga, Leipzig ein Jährchen. Die große Überraschung ist Altglienicke. Lange Tabellenführer, auch jetzt. Und Cottbus hat Altglienicke in drei Spielen dreimal mit zusammen 9:2 Toren klar bezwungen (darunter ein Freundschaftsspiel am Jahresanfang). Zur Winterpause (Corona begann in Asien) führte Cottbus. Selbst wenn man Energie rausrechnet, wäre eine Entscheidung für Lok oder Altglienicke unfair!

Torsten Schulz vor 18 Wochen

Dann würden Lok auf einmal 12 Punkte abgezogen wenn Auerbach und Hertha ihre Mannschaften abmelden würden!
Wie viel es bei Energie wären? keine Ahnung