Fußball | Regionalliga Englische Woche: "SpiO" zeigt vier Spiele live

In der Regionalliga steht bereits am Mittwoch der nächste Spieltag an. Zahlreiche packende Duelle versprechen Hochspannung. "Sport im Osten" überträgt ab 19:00 Uhr gleich vier Partien der zwölften Runde im Livestream.

Pasqual Verkamp jubelt mit Matti Langer und Rene Eckardt
Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Carl Zeiss Jena (4.) - Energie Cottbus (11.)

Die sicherlich namhafteste Partie ist das Duell der ehemaligen Drittligisten Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus. Ein Blick auf die Formkurven lässt auch auf eine sportliche hohes Niveau hoffen. Zwar unterlag Cottbus zuletzt gegen den Berliner AK, davor waren die Lausitzer nach schlechtem Saisonstart mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen (inklusive Trainerwechsel) zumindest fünf Mal nicht als Verlierer vom Platz gegangen. Noch besser läuft es bei den Gastgebern. Sechs Siege in Folge sprechen eine klare Sprache. Damit wäre Jena ganz knapp dran an der Tabellenspitze, wenn es nicht die bisher "Unschlagbaren" von Viktoria Berlin geben würde, die der Konkurrenz bereits enteilt sind.

Germania Halberstadt (18.) - BSG Chemie Leipzig (3.)

Auch wenn inzwischen mehr als ein Viertel der Saison rum ist, bleibt die Tabellenposition von Chemie Leipzig eine Überraschung. Nach sechs Niederlagen-freien Spielen zum Auftakt der Spielzeit setzte es für die Leutzscher zwei Pleiten in Folge. Man war versucht zu sagen, dass es jetzt seinen "normalen" Gang gehen würde und sich die BSG langsam aber sicher Richtung Tabellenmittelfeld orientieren müsse. Aber weit gefehlt: Drei weitere Siege am Stück und die Grün-Weißen hatten sich an der Spitze der Verfolgergruppe festgebissen. Dass sich Germania Halberstadt eher mit dem unteren Tabellendrittel anfreunden müsse, war den meisten Betrachtern schon vor der Saison klar. Nach den vier verlorenen Spielen zum Start ahnte man Böses. Inzwischen sind zumindest ein Sieg und vier Remis dazugekommen. Das große Problem der Vorderharzer ist weiter die Offensive. Lediglich acht Tore in elf Spielen sind viel zu wenig. Die Favoritenrolle in diesem Duell ist damit mehr als klar verteilt.

Lok Leipzig (7.) - ZFC Meuselwitz (16.)

Sowohl der 1. FC Lokomotive als auch der Zipsendorfer Fußballclub sind mit neuen Trainern in die Saison gestartet. So viel zu den Gemeinsamkeiten. Denn inzwischen ist nur noch Almedin Civa in der Messestadt im Amt, während in Ostthüringen Koray Gökkurt vor dem elften Spieltag seinen Hut nehmen musste. Der wurde nach nur dreieinhalb Monaten Amtszeit bei seiner Cheftrainerstation im Herrenbereich bereits wieder geschasst. Dem perfekten Start mit zwei Siegen folgten acht Spiele ohne Erfolg (drei Remis, fünf Niederlagen). Und trotz "Einsatzbereitschaft", "Akribie" und "positivem Charisma" fiel Gökkurt den berühmten Mechanismen des Fußballs zum Opfer. Aktuell steht mit ZFC-Vizepräsident Holm Pinder lediglich eine Übergangslösung an der Seitenlinie. Bei Lok hat man etwas mehr Ruhe. Nach dem großen Umbruch nach dem verpassten Drittliga-Aufstieg sind die Ergebnisse recht durchmischt - so wie das erwartet war. Auf gute Spiele (4:0 gegen TeBe) folgen weniger gute (2:3 in Lichtenberg). Mit vier Siegen, bei vier Remis und drei Niederlagen hat die "Loksche" eine beinahe ausgeglichene Statistik.

Bischofswerdaer FV (20.) - Chemnitzer FC (10.)

Das Tabellenschlusslicht aus der Oberlausitz empfängt den Absteiger aus Chemnitz. Nach dem Einreichen des eigenen Insolvenzplans bei Gericht und die Aussicht auf eine zeitnahe Beendigung des Insolvenzverfahrens soll die positive Energie nun auch wieder mit auf den Rasen genommen werden. Denn dort lief es für den CFC zuletzt eher durchwachsen. Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg lauten die letzten vier Ergebnisse - die pure Inkonstanz. Der heimlich gehegte Traum vom direkten Wiederaufstieg ist inzwischen ausgeträumt - angesichts von 19 Punkten Rückstand auf den Aufstiegsplatz. Die Sorgen in Bischofswerda sind hingegen ganz andere. Auch dem BFV gelang der perfekte Einstand in die Spielzeit. Doch nach den zwei Auftaktdreiern folgte die große Punkte-Dürre. Nur noch ein weiterer Zähler kam hinzu auf das Konto in den folgenden acht Partien. Der Spiel- und Trainingsausfall wegen einer Zwangspause nach positiven Corona-Test in der Mannschaft waren natürlich auch nicht förderlich. Man darf gespannt sein, wie sich die schlechteste Defensive der Liga gegen Chemnitz anstellt.

Die weiteren Spiele des 12. Spieltages
Anstoß Paarung
14:00 Uhr Union Fürstenwalde (6. Tabellenplatz) - FC Viktoria Berlin (1.)
14:00 Uhr Berliner AK (5.) - VSG Altglienicke (2.)
19:00 Uhr SV Babelsberg 03 (13.) - VfB Auerbach (15.)
19:00 Uhr Hertha BSC II (12.) - Tennis Borussia Berlin (17.)
19:00 Uhr BFC Dynamo (9.) - SV Lichtenberg 47 (8.)
19:30 Uhr FSV 63 Luckenwalde (14.) - FSV Optik Rathenow (19.)

Videos aus der Regionalliga

ein Stadion aus der Luft
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
ein Mann im Gespräch
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (107)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 28. Oktober 2020 | 21:45 Uhr

9 Kommentare

kleener vor 4 Wochen

Danke mdr das es immer zu Störungen gibt beim Spiel BFV gegen Chemnitz. Mal kein Ton mal Fehlermeldung. Was soll das. Hauptsache ihr bekommt eure Sch.... Gebühren. Was wäre wenn ich sagen würde auf meinem Konto sind Störungen. Ihr könnt mich mal

Ragin Heri LOK vor 4 Wochen

Schön, daß ihr noch mal so viel Regionalliga zeigt. Hätte meine LOK lieber live gesehen. Es wird eh nicht mehr lange gehen. Man muss sich nur die Spelabsagen anschauen. Und Spiele ohne Zuschauer kann sich in der 4. Liga auf Dauer kaum ein Verein leisten.

Chemieschwein vor 4 Wochen

Alles richtig gemacht, Pinder ist aus der Region.. Nur der macht garantiert nicht zu jedem 💩 Spiel ne gute Miene, wie der alte Trainer... Meuselwitz und Auerbach steigen nicht ab.. Genauso wenig wie der Südfriedhof oder Rußchams aufsteigen.. Viel interessanter ist, welcher Verein das hier finanziell überlebt.. Ohne Zuschauer.. Das ist das größte Problem..