Fußball | Regionalliga Neu im Aufsichtsrat: Ein Engel für Chemie Leipzig

Frank Engel kehrt an seine Wurzeln zurück. Einst war er Nachwuchstrainer bei der BSG Chemie Leipzig, jetzt kann der Regionalligist auf seinen reichen Erfahrungsschatz bauen. Ab Januar 2022 wird der 70-Jährige im Aufsichtsrat tätig sein.

Frank Engel
Frank Engel ist zurück in Leutzsch. (Archiv) Bildrechte: imago/Manngold

Ohne sich zu weit herauslehnen zu wollen, bei ihm trifft es zu: Frank Engel gilt in fußballerischen Kreisen als absoluter Fachmann. Kurz, er ist eine Legende. Davon wird jetzt auch die BSG Chemie Leipzig in verstärktem Maße profitieren. Wie der Regionalligist am Montag (27. Dezember) mitteilte, kehrt der 70-Jährige an seine Wurzeln zurück und wird ab dem 1. Januar 2022 im Aufsichtsrat der Grün-Weißen tätig sein. Er folgt auf Lucas Andreß, der dem Gremium seit 2017 angehörte und es aus beruflichen Gründen mit dem Jahreswechsel verlässt.

Schon lange mit dem Gedanken gespielt

BSG-Aufsichtratsvorsitzender Kai Leschier und das Gremium hatten schon lange mit diesem Gedanken gespielt: "Bereits im Sommer haben wir uns mit ihm besprochen, unsere Vorstellungen ausgetauscht und waren uns relativ schnell einig. Ich bin sehr glücklich, Frank Engel als echte Bereicherung bei uns willkommen zu heißen."

Frank Engel indes betonte, dass er sich nicht in den Vordergrund drängen will: "In meinem Alter hat man nicht mehr die Ambitionen, auf dem grünen Rasen als Vorturner zu arbeiten. Vielmehr kann man sich anderen Aufgaben stellen und ich denke schon, dass ich mit meiner langen Erfahrung im Leistungssport hier und da ein bisschen helfen, Erfahrungen vermitteln und meine Kontakte einbringen kann."

Viele Stationen, reicher Erfahrungsschatz

Nachdem Frank Engel seine Spielerkarriere bereits mit 19 Jahren beenden musste, arbeitete er fast ein halbes Jahrhundert lang als Trainer in verschiedensten Positionen. Zunächst als Nachwuchstrainer in Leutzsch bei der BSG Chemie, dann als Co-Trainer der DDR-Nationalmannschaft. Nach der Wende begleitete er Funktionen bei verschiedenen Vereinen als Chef- und Co-Trainer (wieder in Leutzsch beim FC Sachsen, außerdem beim 1. FC Magdeburg, 1. FC Union Berlin, FC Rot-Weiß Erfurt, FC Carl Zeiss Jena, Eintracht Frankfurt, Alemannia Aachen und FC Hansa Rostock) und schließlich beim DFB als Trainer von Nachwuchsmannschaften. Ebenfalls beim DFB war er von 2009 bis 2016 der Leiter der Nachwuchsförderung.

jmd/pm

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 27. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

11 Kommentare

Dreissiger vor 26 Wochen

Lächerlich, Chemie Problem-Kind der Liga
Begründung???
Wer hat denn Schulden?
Wer hat mehr Zuschauer?
Glückwunsch an Chemie, Frank Engel ist ein kompetenter Mann.

Wahlerfurter vor 27 Wochen

@Loko 66 Punkte zählen kann ich auch, aber darauf kommt es garnicht an. Vor einem Jahr dah das übrigens ganz anders aus. Lasst uns einfach unsere Arbeit machen und in 5 Jahren sehen wir, wer das bessere Konzept hatte. Der Zenit des Brauseklubs ist eh überschritten, wir sollten also gute Konkurrenten sein und uns nicht gegenseitig zerfleischen. Einmal Chemie heißt immer Chemie.

Loko 66 - der ECHTE Leipziger vor 27 Wochen

14 Punkte mehr als Altscherbitz und auch über das Torverhältnis muss man nicht streiten - mehr muss man wohl nicht sagen @erfurter.
Und Neid ist wohl bei diesem krassen Unterschied unangebracht -
eher Mitleid

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