Björn Joppe
Lok-Teamchef Björn Joppe moniert die fehlende Gleichberechtigung. Bildrechte: imago images / Picture Point

Fußball | Regionalliga Bald auch vier Wechsel in der Regionalliga Nordost erlaubt?

In der West-Staffel der Regionalliga darf ab dieser Saison in der Meisterschaft in jeder Partie vier statt wie bisher üblich drei Mal ausgewechselt werden. Sowohl im Nordosten als auch im Süden, Südwesten und Norden dagegen bleibt alles beim Alten. Für Lok-Teamchef Björn Joppe ein Unding. Der NOFV zeigt sich auf MDR-Nachfrage offen für eine Diskussion.

Björn Joppe
Lok-Teamchef Björn Joppe moniert die fehlende Gleichberechtigung. Bildrechte: imago images / Picture Point

In der Regionalliga West sind mit Beginn der anstehenden Saison 2019/20 erstmals vier Auswechslungen erlaubt. In den vier anderen Regionalliga-Staffeln darf hingegen weiter nur drei Mal gewechselt werden. Björn Joppe, Teamchef von Lok Leipzig, sieht darin einen klaren Vorteil für die Staffeln der West-Regionalliga. "Ich frage mich, wo die Gleichberechtigung für alle Ligen bleibt", sagte er im Interview mit "sport-im-osten.de".

Joppe: "Entweder alle oder keine"

Entweder alle oder keine, findet Joppe. Pikant dabei: In den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga trifft der Meister der Nordost-Staffel auf den Meister aus dem Westen. "In diesen beiden Spielen werden sich die Verbände auf eine Auswechselzahl einigen. Da wird der Westen nicht bevorzugt", erklärte NOFV-Spielausschuss-Chef Uwe Dietrich mit einem Augenzwinkern.

Spieler werden von Erwin Bugar mit Pokal beglückwünscht.
NOFV-Spielausschuss-Chef Uwe Dietrich (r.) gratulierte dem Chemnitzer FC gemeinsam mit Erwin Bugar zu Meisterschaft und Aufstieg 2019. Bildrechte: imago images / Picture Point

NOFV: "Das ist alles lösbar"

Dietrich hätte nichts gegen eine Regeländerung auf mögliche vier Auswechslungen pro Spiel, doch "bisher gab es seitens unserer Vereine noch keinen Bedarf. Wir hatten nur eine Anfrage von Lok Leipzig", erklärte Dietrich dem MDR und kündigte an, diesen Punkt bei der nächsten Staffeltagung im Januar gern auf die Tagesordnung zu setzen. Sollte die Mehrheit dafür plädieren, bedarf es nur einem Präsidiumsbeschluss und einer Änderung in der Spielordnung. "Das ist alles lösbar, allerdings nicht in der laufenden Saison. Frühester Zeitpunkt für die Änderung der Auswechselregularien wäre die Saison 2020/21",  so Dietrich.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Spieler bekämen mehr Einsatzzeiten, zudem eröffnet sich den Vereinen eine weitere Möglichkeit, Nachwuchsspieler einzubinden. Dietrich warnt aber auch vor möglichen Problemen. Es könnte für die Vereine auch Mehrkosten im Etat wegen eines größeren Kaders bedeuten.

Die West-Staffel nutzt die kommende Saison auch zur Erfahrungsgewinnung. Bisher waren vier Wechselspieler nur bei Pokalspielen ab der Verlängerung erlaubt.

Ein Schiedsrichter zeigt dem Hauptschiedsrichter den Wechselwunsch einer Mannschaft an.
In der Weststaffel dürfen Trainer künftig auch in der Meisterschaft vier statt wie bisher üblich drei Spielerwechsel vornehmen. In den anderen vier Regionalliga-Staffeln wird weiter drei Mal gewechselt. Bildrechte: imago/Eibner

sst

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. Juli 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2019, 14:42 Uhr

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5 Kommentare

25.07.2019 21:21 mäxchen spurtefix 5

Die landesverbände unterliegen der regie des DFB. Der DFB hat bis heute noch keinen präsidenten gefunden. Keiner will den lukrativen job.
Kurz gesagt: Muppet-Show. Und der regisseur heisst: Dr. Rainer Koch

25.07.2019 18:34 Leonard 4

Das ist wie in der Bildungspolitik Kleinstaaterei. Hatten wir das nicht im 19. Jahrhundert?

25.07.2019 16:50 MeisterMüssenAufsteigen 3

Wäre doch nice, wenn man festlegt in der Relegation wird nur 3* gewechselt und die (Weststaffel) wechseln ein viertes mal...... ;-) Unabhängig welches Teams aus unser Staffel oben steht!

25.07.2019 13:40 Bernd 2

Am Ende der Saison gibt es Aufstiegsspiele zwischen den Meistern aus Nordost und West. Darf dann der eine 3 mal und der andere 4 mal wechseln? Oder dann beide 3 mal und die aus dem Westen wechseln aus Gewohnheit zu oft? Ich denke eine einheitliche Regel waere besser.

25.07.2019 12:58 Sr.Raul 1

Das liegt einfach daran, wie z.B. in der chaotischen Bildungspolitik, dass die RL in Zuständigkeit der jeweiligen Landesverbände liegt. Und wenn der WFV eben meint das so zu Händeln, muss es noch lange nicht für den NOFV gelten. Das sind die "Nettigkeiten" des chaotischen Förderalismus.