Fußball | Benefizspiel Großer Geldregen für die BSG Chemie Leipzig

Seit 15 Jahren bereits gibt es die Fanfreundschaft zwischen Chemie Leipzig und Eintracht Frankfurt. Freitagabend traf man sich in Hessen vor 9.000 Fans zum Benefizspiel. Und dank eines großen Geldschecks der Gastgeber für ihre sächsischen Gäste kann das Flutlicht in Leutzsch bald Realität werden.

Fußballspieler
Bildrechte: BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

Der Traum vom "Flutlicht für Leutzsch" wird immer mehr Realität. Beim Auswärtsauftritt in Frankfurt erhielt der Regionalligist am Freitag (6. September) in der Halbzeitpause die unglaubliche Summe von 100.000 Euro überreicht. BSG-Präsident Frank Kühne war auch am Tag nach dem großen Fußballabend noch sprachlos: "Als mir von Vorstandsmitglied Axel Hellmann der Scheck überreicht wurde, blieb mir die Spucke weg. Da bekommt man einen trockenen Hals. Die Eintracht, dieser Verein mit seiner Entwicklung und der Fannähe, das ist schon was Besonderes", sagte er am Samstagvormittag im Gespräch mit sport-im-osten.de.

Leutzscher übergeben "Krause-Duo"

Es war gewissermaßen ein Rückspiel, nachdem sich beide Teams bereits 2016 in Leipzig-Leutzsch gegenübergestanden hatten. Damals hatte es ein 2:2 zwischen den seit mittlerweile 15 Jahren in Fanfreundschaft verbundenen Klubs gegeben. Am Freitag machten sich Chemie-Fans mit einem Sonderzug, per Auto, Bus und Fahrrad auf den Weg nach Frankfurt. Im Stadion überreichte der Regionalligist ein Exemplar des legendären "Krause-Duo", allerdings dem Anlass angemessen mit einem Adlerkopf. Das Exemplar soll einen Platz im Vereinsmuseum der Eintracht bekommen.

Über 300.000 Euro im Topf

Mit den 100.000 Euro haben die Leipziger die 300.000-Euro-Grenze im Flutlicht-Topf überschritten. "Es kommen noch die Zahlen aus dem Trikot-Verkauf dazu. Aber wir sind jetzt über 300.000 Euro", so Kühne. Und es sei noch nicht die letzte Aktion gewesen, zumal nur schwer abschätzbar sei, wie teuer das Flutlicht letztlich wird. "Es können 350.000 Euro werden oder aber auch eine Stange mehr. Wir haben hier ein Landschaftseinzugsgebiet und auch die Bodenbeschaffenheit hat Auswirkungen. Jetzt sind die Ämter gefragt."

Spielfeld
Bildrechte: BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

Klar ist auf alle Fälle: Mit diesem stimmungsvollen Spiel vor 9.000 Zuschauern (Frankfurt siegte am Ende mit 5:1), darunter gut 3.000 aus Leutzsch, wurde ein großer Schritt in Richtung "Flutlicht für Leutzsch" getan.  

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. September 2019 | 19:30 Uhr

14 Kommentare

Andreas1958 vor 37 Wochen

Ich glaube Ihr solltet mal hier auf dem Teppich bleiben. Obwohl ich kei Chemie Fan bin finde ich es toll was da passiert. Man sollte doch den Frankfurtern für dies tolle Geste dankbar sein. Ich sage nur eins " Weiter so Chemie " und dann sehen wir uns bald in der 3.Liga

Chili Palmer vor 37 Wochen

Niedlich! Unabhängig davon, dass bei dir streng_verdaulich besser gepasst hätte, fallen mir bei so einem Kommentar drei Möglichkeiten ein: 1. Du bist derjenige, der mit denen seitens der Stadt am Verhandlungstisch saß. 2. Du glaubst das, was zu dem Thema veröffentlicht wurde. 3. Beides zusammen.

Chili Palmer vor 37 Wochen

Ich bleib mal beim du. Um das unvermeidliche zu sehen, genügt es, den Blick über euer Gelände schweifen zu lassen. Und da habe ich noch nicht mal darüber ausgeführt, dass ihr eigentlich - zumindest, was das Stadion anbelangt - gar keine so schlechten Voraussetzungen habt oder davon gesprochen, was in Probstheida infrastrukturell bereits alles verbessert wurde; vieles davon übrigens durch die Fans. Das muss jemandem wie dir doch aufgefallen sein. Ganz ehrlich: Einer von uns beiden, steigert sich bei seiner Vereinspräferenz in etwas hinein und der bin nicht ich...