Fußball | Regionalliga Halberstadts Andreas Petersen nach Trainingsstart: "Vielleicht finden wir eine Praline"

Mit dem kleinsten Budget der Liga will Germania Halberstadt auch diese Saison die Großen das Fürchten lehren. Beim Auftakt waren 31 Spieler dabei und Trainerfuchs Andreas Petersen hofft, einen Rohdiamanten zu finden.

Regionalligist Germania Halberstadt ist am Montag (20.06.2022) in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Das Trainerduo Andreas Petersen und Manuel Rost begrüßte gleich 31 Spieler zur ersten Einheit, 14 davon sind Probespieler, die zuletzt im Ausland oder verschiedenen Oberligen und Regionalligen unter Vertrag waren. "Ich war angenehm überrascht, es hat richtig Spaß gemacht. Wir schicken keinen weg und geben uns und den Spielern ein bis zwei Wochen Zeit. Vielleicht ist ja eine Praline dabei", resümierte Andreas Petersen die ersten Eindrücke von den "Anwärtern".

Namhafte Abgänge müssen kompensiert werden

Klar sei, dass die Halberstädter auf allen Positionen nachverpflichten müssen, bis auf der des Torhüters. Nach den Abgängen von David Vogt (SV Meppen), Tim Heike (Energie Cottbus), Julian Weigel (Lok Leipzig) und Stefan Pribanovic (Chemnitzer FC) muss Qualität nachgeholt werden. "Dass die vier zu namhaften Vereinen gewechselt sind, zeigt auch, dass hier gute Arbeit geleistet wird", gewinnt Petersen den Abgängen auch etwas Gutes ab.

Trainer Andreas Petersen und Manuel Rost
Halberstadts Trainerduo Andreas Petersen und Manuel Rost Bildrechte: IMAGO/Steffen Beyer

"Das wird brutal schwer"

Die neue Saison mit nur noch 18 Teams, Absteiger Viktoria Berlin, Nicht-Aufsteiger BFC Dynamo und den zwei starken Ex-Oberligisten Greifswalder FC und FC Rot-Weiß Erfurt wird für Halberstadt knüppelhart. "Wir haben das geringste Budget, freuen uns aber umso mehr, in dieser Liga zu spielen. Wir sind stolz dazuzugehören. Dennoch wird es brutal schwer", so Petersen.

Der 62-Jährige kann nach wie vor nicht nachvollziehen, warum der Nordostdeutsche Fußballverband "ohne Not" die Staffel verkleinert hat und so eine Abstiegsflut auslöste, mit enormen Nachwirkungen bis in die unteren Ligen. "Die haben das mit Macht durchgesetzt und viel kaputt gemacht."

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Jubel nach dem 2:1 2 min
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5 Kommentare

Gernot vor 22 Wochen

Ndh ist , eventuell Südharz, nicht unsere Seite. Halberstadt , Thale, Wernigerode, Blankenburg etc. Jede Menge Tradition, vor 1990 fast durchgehend 2. Liga gespielt. Hier hat es Germania nie geschafft, Fans für sich zu akquirieren. Wenn z. B. WR Sonntag spielt, in der OL und auf einem altehrwürdigen Sportplatz, lockt es weit mehr Zuschauer an, als Germania im Punktspiel gegen ein Spitzenteam.

Chemieschwein vor 22 Wochen

Aber wenn ich an den Harz denke, da gab's noch einen Verein.. lieber ehrlich sowie es ist, als das was da in NDH gelaufen ist und nur das ausgeben was machbar ist. Petersen wird das schon machen..

Chemieschwein vor 22 Wochen

Der kleinste Etat ist immer noch besser als nachwievor insolvent zu sein.. keinen Knopp in der Tasche aber Vieselbach steigt wieder in und die RL auf... bleibt nur zu hoffen, das es nicht schon wieder eine Wettbewerbsverzerrung deswegen gibt..

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