Fußball | Regionaliga Nordost Hoffen auf Drittliga-Lizenz: 1. FC Lok weiter auf der Suche nach Ausweichstadion

Im Falle eines Drittliga-Aufstiegs müsste der 1. FC Lok Leipzig höchstwahrscheinlich auf ein anderes Stadion ausweichen. Dabei hatte man auch die Spielstätte des HFC im Blick. Dem hat die Stadt Halle aber eine Absage erteilt. "Die Zeit drängt", sagte FCL-Geschäftsführer Martin Mieth dem MDR.

Lok Leipzig: Bruno-Plache-Stadion mit Flutlicht
Das traditionsreiche Bruno-Plache-Stadion ist derzeit nicht drittligatauglich. Bildrechte: imago/Beautiful Sports

Noch ist völlig unklar, ob und wie Saison in der Regionalliga Nordost fortgesetzt werden kann. Doch sollte Lok Leipzig der Aufstieg in die 3. Liga gelingen, müsste sich der Verein mit großer Wahrscheinlichkeit nach einer Interims-Spielstätte umsehen. Hintergrund sind diverse Mängel am Bruno-Plache-Stadion, die der DFB im Zuge des Lizenzierungsantrags der Probstheidaer festgestellt hatte. Neben einer drittligatauglichen Flutlichtanlage fehlt beispielsweise eine Rasenheizung. Auch gibt es zu wenig Sitzplätze.

Option Hallenser Erdgas-Sportpark vom Tisch

Auf der Suche nach einem Ausweichstadion hatte der Regionalligist auch die Heimspielstätte des Halleschen FC, den "Erdgas Sportpark", im Blick. Bereits im vergangenen Februar soll Lok deshalb eine Anfrage an die "Stadion Halle Betriebs GmbH" gerichtet haben, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung" am Mittwoch (06. Mai). Eine vorübergehende Doppelnutzung lehnte die Stadt Halle als Stadioneigentümer jedoch ab – ohne Angabe von Gründen.

Geschäftsführer Martin Mieth Geschäftsführer Lok Leipzig
Lok-Geschäftsführer Martin Mieth. Bildrechte: imago/Picture Point

Ein Teilumzug nach Sachsen-Anhalt wäre für die "Loksche" wohl die naheliegendste Lösung gewesen. Auch ein Ausweichen nach Chemnitz soll als Option im Raum stehen. Die Nutzung der Spielstätte von Bundesligist RB Leipzig, der klubeigenen "Red Bull Arena", ist bei den Lok-Verantwortlichen hingegen weder gewünscht, noch umsetzbar.

Lok-Geschäftsführer Mieth: "Die Zeit drängt"

Wie Geschäftsführer Martin Mieth auf Anfrage des MDR mitteilte, "prüfe man derzeit mehrere Optionen, könne aber noch keine Neuigkeiten vermelden." Die Suche geht für den Traditionsverein aus dem Leipziger Südosten also erst einmal weiter. Aber "die Zeit drängt", unterstrich Mieth.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sport im MDR Aktuell-Nachrichtenradio | 06. Mai 2020 | 14:40 Uhr

20 Kommentare

MDR-Team vor 19 Wochen

Hallo, 66BB1966RWE!

Die Betreibergesellschaft des Steigerwaldstadions, die Arena Erfurt GmbH, ist kontaktiert worden. Bei einem Aufstieg nach Erfurt auszuweichen, ist eine Möglichkeit. Im Lizenzantrag sei das Stadion in Erfurt jedoch nicht angegeben worden, erklärte Lok-Geschäftsführer Martin Mieth. Beste Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion

BSG1966 vor 19 Wochen

Nach dem Bescheid vom DFB über die Nichterteilung der Lizenz hatte LOK eine Frist von 14 Tagen ein passendes Ausweichstadion anzugeben. Leute das Ding ist durch ! LOK scheint hier seinen Fans & Sponsoren etwas vorzugaukeln... In den DFB Statuten steht "Ein Ausweichstadion muss sich in räumlicher Nähe zum Vereinssitz befinden" Erfurt liegt fast 150 km entfernt also kann man Erfurt streichen. Halle abgesagt.. Chemnitz, Zwickau, Dynamo ? :D vergesst es die Fan Lager sind verfeindet. Aue wird auch nicht klappen...

Fussball- Leipzig- Lok vor 19 Wochen

Das stimmt nicht. ETL ist weiterhin Sponsor, nur kein Hauptsponsor mehr.
Du solltest dir nicht Woche für Woche Gedanken um andere Vereine machen. Als würde es bei Chemie finanziell besser aussehen....