Fußball | Regionalliga Holm Pinder bleibt Trainer des ZFC Meuselwitz "auf unbestimmte Dauer"

Es ist eine eher ungewöhnliche Vertragsverlängerung: Der Trainer und Vize-Präsident des ZFC Meuselwitz darf selbst entscheiden, wie lange er noch an der Seitenlinie für den Regionalligisten stehen will.

Trainer Holm Pinder, ZFC Meuselwitz
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Beim ZFC Meuselwitz setzt man auch in der kommenden Saison auf das Trainerduo Holm Pinder und Daniel Rupf. Wie der Regionalligist am Mittwoch bekanntgab, wurde der Vertrag mit Pinder "auf unbestimmte Dauer" verlängert. Co-Trainer Rupf erhält einen neuen Kontrakt bis 2023.

"Er hat mehr Distanz zu den Spielern"

"Vizepräsident Holm Pinder entscheidet selbst, wie lange er Trainer sein will“, erklärte Präsident Hubert Wolf. Er habe nach 3-4 Wochen wieder Blut geleckt, sei erfahrener und ruhiger geworden. "Und was wichtig ist, er hat auch mehr Distanz zu seinen Spielern, anders als in seiner ersten Amtszeit, als er mit den meisten noch selbst gespielt hatte." Pinder war bereits zwischen 2011 und 2014 Trainer der Ostthüringer und hatte im letzten Herbst das Amt von Koray Gökkurt übernommen.

Hubert Wolf (ZFC Meuselwitz)
Hubert Wolf (ZFC Meuselwitz) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hatte noch was gutzumachen

"Anfangs habe ich dies aus der Not heraus gemacht, weil ich ja auch die Entscheidung für meinen Vorgänger im Sommer mitzuverantworten hatte", so der 50-Jährige."Nach wenigen Wochen und mit wachsender Physis des Teams war ich motiviert für diesen Posten, und bin es immer noch." Holm Pinder besitzt die A-Lizenz des DFB und spielte für Chemie Leipzig (FC Sachsen Leipzig), Lok Leipzig, FSV Zwickau und den ZFC. 

Pokal-Urteil: Am Ende könnten alle leer ausgehen

Das Urteil des Sportgerichtes zum Thüringenpokal hat der Verein zur Kenntnis genommen. "Wir haben Demut, akzeptieren jede Entscheidung und werden auch nicht vor das Sportgericht ziehen", erklärte Hubert Wolf. Das Sportgericht hat auf Antrag des FC Rot-Weiß Erfurt und den FC An der Fahner Höhe den Beschluss des Verbandes und der meisten teilnehmenden Vereine gekippt, wonach der ZFC Meuselwitz und der FC Carl Zeiss Jena das Finale bestreiten, die übrigen 30 Vereine mit 2.000 Euro entschädigt werden. Wie man nun bis Ende Juni sportlich einen Teilnehmer für den DFB-Pokal ermitteln soll, weiß der ZFC-Boss aber auch nicht. Denn die kleinen Vereine bräuchten mindestens vier Wochen gezielte Vorbereitung, bei den derzeitigen Inzidenzzahlen in Thüringen wird aber im Mai wohl kaum trainiert werden dürfen. Am Ende, so seine Befürchtung, könnten alle Parteien leer ausgehen.

rei

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. Mai 2021 | 14:00 Uhr

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