Fußball | Regionalliga Nordost Land in Sicht: Insolvenzplan des Chemnitzer FC auf den Weg gebracht

Beim Chemnitzer FC ist Land in Sicht. Wie der Verein am Freitag (2. Oktober) mitteilte, könnte voraussichtlich im ersten Quartal 2021 die formelle Aufhebung der Insolvenz des CFC e.V. erfolgen. Vor den Gläubigern müssen allerdings die Mitglieder entscheiden.

Das Insolvenzverfahren gegen Regionalligist Chemnitzer FC könnte im ersten Quartal 2021 beendet werden. Wie der Klub am Freitag (2. Oktober) mitteilte, wurde der dafür notwendige Insolvenzplan inzwischen aufgestellt. Vor den Gläubigern haben allerdings die Mitglieder das Wort.

Votum der Mitgliederversammlung

Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC e.V., erklärte das Prozedere. Nachdem das Amtsgericht den Insolvenzplan auf Plausibilität geprüft hat, startet die sogenannte Niederlegungsfrist. In diesem Zeitrahmen haben alle Gläubiger die Möglichkeit, den Insolvenzplan einzusehen. Parallel muss der Vorstand des Chemnitzer FC e.V. ein Votum der Mitgliederversammlung zur Fortführung des Vereins einholen. "Es muss ein sogenannter Fortführungsbeschluss des Vereins dem Insolvenzplan beigefügt werden. Dieser bekundet, dass der Verein nach der Insolvenz weiterbestehen soll und kann. Darüber hat das höchste Gremium unseres Vereins, also die Mitgliederversammlung, zu entscheiden", so Polster.

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MDR aktuell 19:30 Uhr Fr 02.10.2020 19:30Uhr 01:01 min

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Die Vorstandsvorsitzende sagte im "SpiO"-Talk, dass eine Quote von fünf Prozent an die Gläubiger formuliert werde. Sie betonte: "Wir loben den Tag nicht vor dem Abend. Aber wenn der Insolvenzplan beim Amt liegt, ist der größte Schritt getan. Das ist einer der größten Schritte in der Vereinsgeschichte, den wir hinter uns bringen müssen."

Stadion an der Gellertstrasse
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Amtsgericht: Keine Fristprobleme für den CFC

Am 10. April 2018 hatte der Chemnitzer FC e.V. beim Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nunmehr rechnet Polster damit, dass die "Himmelblauen" bis Ende Oktober dieses Jahres den endgültigen Insolvenzplan bei Gericht einreichen können.

Auch das Amtsgericht hat nach MDR-Informationen den Verantwortlichen signalisiert, dass es mit den Fristen keine Probleme geben wird. Demnach habe der zuständige Insolvenzrichter dem CFC keine gesetzliche Frist gesetzt, weswegen sich der ursprünglich Ende September avisierte Einreichungstermin unkompliziert verschieben ließ. "Wir haben die letzten Wochen sehr intensiv und in Ruhe an unserem Schuldnerinsolvenzplan arbeiten können. Wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass unser Insolvenzplan im Schriftteil steht. Derzeit tragen wir die letzten Zahlen zusammen", ergänzte Polster.

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jmd/pm

Dieses Thema im Programm: Sport im MDR Aktuell Nachrichtenradio | 02. Oktober 2020 | 10:40 Uhr

8 Kommentare

Himmelblauer vor 28 Wochen

Na die Leipziger kennen sich ja bestens mit Insolvenzen aus mussten doch beide Vereine 2x Insolvenz anmelden und hier liegt der kleine aber feine unterschied. Ihr musstet absteigen weil nix mehr da war nach der 1.insolvenz um die Vereine zu retten was beim CFC anders ist.

kasi 78 vor 28 Wochen

Du hast immer noch keine Ahnung von dem wie alles zusammen hängt aber große Sprüche klopfen geht wohl immer. Wollen wir doch mal sehen was wird wenn bei eurem Vereine die beiden Brüder nicht mehr da sind. Die halten zur Zeit alles zusammen im Schacht. Beim cfc ist die GmbH nicht pleite und die spielt bekanntlich in der Regionalliga nicht der Verein.

Dreissiger vor 28 Wochen

Du hast nicht ganz recht, auch in einer Insolvenz konnte es früher weiter gehen, nur musste man, was auch richtig war, absteigen. Der CFC wäre in dem betreffenden Jahr auch OHNE Insolvenz sportlich abgestiegen.
Dann musst Du bitte richtig lesen, ich habe nicht geschrieben, dass nicht gespendet wurde (Ich hatte übrigens auch ein Bewahrer Shirt), sondern bei weitem keine halbe Million.